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Orient-Abteilung

Die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Institutes wurde 1996 gegründet. Sie hat ihren Stammsitz in Berlin und unterhält Außenstellen in Bagdad, Damaskus und Sanaa. In den Gastländern arbeitet sie eng mit lokalen Institutionen zusammen und fördert damit die kulturpolitischen Beziehungen.
Die wissenschaftlichen Unternehmungen der Abteilung konzentrieren sich auf den Raum des Nahen Ostens südlich der Türkei und westlich des Iran. Sie umfassen archäologische Prospektionen (Surveys) und Ausgrabungen sowie in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen geoarchäologische Forschungen. Das chronologische Spektrum der Projekte reicht von der prähistorischen bis islamischen Zeit. Die Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Untersuchung der frühen Hochkulturen und der griechisch-römischen Antike in Vorderasien.

 
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Bibliothek

Die Bibliothek sammelt schwerpunktmäßig Literatur zur vorderasiatischen Archäologie, der Assyriologie, der Islamkunde und der Arabistik. 

Fotothek

Die Fotothek umfasst ca. 20.000 s/w Aufnahmen und Dias. Schwerpunkte sind die photographischen Dokumentationen eigener Ausgrabungsprojekte. 

Archiv, Sammlung

Im Archiv der Orient-Abteilung werden Grabungsdokumentationen eigener Unternehmungen sowie Nachlässe bedeutender Wissenschaftler der Vorderasiatischen Altertumskunde und Islamischen Kunstgeschichte verwahrt. 

Publikationen

Die Orient-Abteilung verfügt über mehrere Publikationsorgane, die teils in Berlin, teils an den Außenstellen in Sanaa und Damaskus betreut werden. Jährlich erscheinen die Baghdader Mitteilungen und Damaszener Mitteilungen. Hinzu kommen in unregelmäßigen Abständen herausgegebene Reihen für die Arbeitsbereiche Mesopotamien (Baghdader Forschungen), nördliche Levante (Damaszener Forschungen), Südarabien (Archäologische Berichte aus dem Yemen) sowie für das gesamte Arbeitsgebiet der Orient-Abteilung (Orient-Archäologie). In einer weiteren Reihe werden Epigraphische Forschungen auf der arabischen Halbinsel veröffentlicht. Die Ergebnisse der Ausgrabungen in Uruk-Warka werden in der Reiche Ausgrabungen in Uruk-Warka, Endberichte publiziert. 

Ausgrabungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Uruk-Warka
Ausgrabungen in Uruk-Warka, Endberichte
Baghdader Forschungen
Baghdader Mitteilungen
Epigraphische Forschungen auf der Arabischen Halbinsel
Orient-Archäologie
Zeitschrift für Orient-Archäologie

Weitere Aktivitäten und Projekte

Jordanien
In Jordanien ist das Deutsche Archäologische Institut seit 1987 tätig. Die Forschungsprojekte werden seit dieser Zeit in enger Kooperation mit dem Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) in Amman durchgeführt. Seit 1998 und 1999 werden die Feldforschungen auch in Zusammenarbeit mit der Jordan Universität in Amman sowie der Yarmouk Universität in Irbid durchgeführt. Die Orient-Abteilung ist neben ihrem Feldforschungsprogramm auch an wissenschaftlichen Veranstaltungen in Jordanien beteiligt, die gemeinsam mit lokalen Institutionen organisiert werden.

Libanon
Seit 1997 ist die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts mit Projekten im Libanon vertreten. Das Institut betreut diese Projekte von Berlin aus, es unterhält im Libanon keine eigene Außenstelle. Kulturelle Verbindungen zu den östlichen Gebieten des fruchtbaren Halbmonds (Nordsyrien, Irak) und die Funktion der phönizischen Hafenstädte als Vermittler zwischen den Kulturen des Orients und der 'Alten Welt' sind die thematischen Schwerpunkte der archäologischen Forschungen. Forschungsergebnisse der Projekte im Libanon werden in der Reihe »Orient-Archäologie« veröffentlicht.

Oman
Die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts führt verschiedene archäologische Untersuchungen im Sultanat Oman durch und fördert die Publikation von Forschungsergebnissen in ihren Reihen Orient-Archäologie und ihrer Zeitschrift Baghdader Mitteilungen. Vorträge von internationalen Wissenschaftlern im Orienthaus des DAI zu Archäologie und Ethnologie des Sultanats Oman geben der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über die Situation im Land und den Forschungsstand zu informieren.

Saudi-Arabien
Auf der Basis einer 2003 beschlossenen Kooperation führt die Orient-Abteilung seit 2004 gemeinsam mit der Antikendirektion des Königreichs archäologische Forschungen in der Oasenstadt Tayma durch, die von der DFG gefördert werden. Wenngleich der Schwerpunkt derzeit auf der lokalen Geschichte liegt, stehen die Untersuchungen auch im weiteren Kontext einer systematischen Erschließung von Umweltbedingungen, Wirtschafts- und Lebensformen sowie kultureller und ökonomischer Kontakte auf der arabischen Halbinsel. In diesem Zusammenhang wird eine stärkere wissenschaftliche Vernetzung mit anderen DAI-Projekten und saudi-arabischen Grabungsunternehmungen angestrebt.

Türkei
Die seit 1995 von der Abteilung Istanbul und dem Museum Sanliurfa unternommenen Ausgrabungen am Gürcütepe und am Göbekli Tepe werden seit 2001 in Zusammenarbeit mit der Orient-Abteilung durchgeführt. Der am östlichen Stadtrand von Urfa gelegene Gürcütepe verkörpert den Typ einer spät-frühneolithischen Talsiedlung, wie sie im oberen und mittleren Euphratraum häufig anzutreffen ist. Das 15km im Nordosten der Stadt gelegene Bergheiligtum des Göbekli Tepe bildet hier einen auffälligen Gegensatz. Hier scheinen Standortfaktoren wie Ackerland und Wasser bedeutungslos, die landschaftsbeherrschende Lage und die monumentalen Bauanlagen weisen zusammen mit vielen anderen Beobachtungen auf eine hervorgehobene Stellung dieses Platzes.

Musikarchäologie
Die Orient-Abteilung arbeitet seit 1998 eng mit der Internationalen Studiengruppe Musikarchäologie (ISGMA) zusammen.  

Veranstaltungen des DAI

Die Orient-Abteilung organisiert in Berlin und an den Außenstellen in Damaskus und Sanaa in regelmäßigen Abständen internationale Kongresse, interdisziplinäre Kolloquien und kleinere Arbeitstreffen.
Siehe auch den allgemeinen Veranstaltungskalender

Aktuelle Veranstaltungen des Standortes

14.06.2008 Lange Nacht der Wissenschaften 2008
 

Adresse

Orient-Abteilung
Podbielskiallee 69-71
14195 Berlin
Tel.: +49-(0)1888-7711-0
Fax: +49-(0)1888-7711-189
E-Mail: orient@dainst.de

Mitarbeiter

Zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung/Kommission 

Außenstellen

Außenstelle Bagdad der Orient-Abteilung
Außenstelle Damaskus der Orient-Abteilung
Außenstelle Sanaa der Orient-Abteilung

Aktuelle Projekte des Standorts

Archäologie der Oase Tayma, Saudi-Arabien Die Untersuchungen zur "Archäologie der Oasenstadt Tayma: Kontinuität und Wandel der Lebensformen im ariden Nordwesten der Arabischen Halbinsel vom Neolithikum bis zur Islamisierung" sind ein Gemeinschaftsprojekt der Supreme Commission for Tourism, Riyadh, (bis 2007 des Deputy Ministry of Antiquities and Museums) und des Deutschen Archäologischen Instituts. Seit 2004 finden regelmäßig Ausgrabungskampagnen statt.
 
Die Archäometallurgie des Sinai, Ägypten Ein interdisziplinäres Gemeinschaftsprojekt zur Untersuchung der Frühen Kupfermetallurgie im Sinai und der Kupferversorgung des prädynastischen Ägyptens. Ziel ist eine Neubewertung des archäometallurgischen Potenzials im Sinai.
 
Göbekli Tepe (türkçe) Ein frühneolithisches Bergheiligtum im südosttürkischen Taurusvorland
 
Jordan, Aqaba - Tall Hujayrat al-Ghuzlan The excavations at the Late Chalcolithic - Early Bronze Age Site Tall Hujayrat al-Ghuzlan are part of the ASEYM-project (Archaeological Survey and Excavation in the Yitim and Magass Area - Aqaba). As a joint project of the Department of Archaeology of the Jordan University, Amman, and the Orient Department of the German Archaeological Institute, Berlin, archaeological surveys and excavations have been carried out in the Aqaba-region since 1998, that have focussed on it's prehistoric occupation.
 
Jordanien, Aqaba - Tall al-Magass Tall al- Magass, Hujayrat al-Ghuzlan und Wadi Yitim (ASEYM-Projekt, Aqaba-Region): Ausgrabungen und Surveys in chalkolithischen und frühbronzezeitlichen Ruinen
 
Jordanien, Gadara (Umm Qais) Bauhistorische Untersuchungen zur hellenistisch-römischen Dekapolisstadt Gadara.
 
Jordanien, Tell Khanasri Archäologische Untersuchungen auf einem der markantesten Siedlungshügel in Nordjordanien.
 
Jordanien, Tell Khanasri, Region Archäologische Forschungen im Gebiet von Tell Khanasri, Nordjordanien
 
Libanon, Baalbek Städtebauliches Konzept und historische Entwicklung des römischen Heiligtums Baalbek. 5000 Jahre Geschichte einer Stadt, seit 1984 Weltkulturerbe.
 
Libanon, Baalbek Museum Im November 1998 wurde eine ständige Ausstellung zur hundertjährigen Wiederkehr des Besuchs von Kaiser Wilhem II. in Baalbek eröffnet. Das Projekt wird von der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts betreut.
 
Libanon, Baalbek-Douris Bei Straßenarbeiten wurden mehrere Sarkophage gefunden, die Teil einer ausgedehnten Nekropole wahrscheinlich aus der spätrömischen Kaiserzeit oder der frühen Spätantike (3./4. Jh. n. Chr.) sind.
 
Libanon, Tell Burak Ausgrabungen auf dem Tell Burak dienen der Erforschung der eisen- und bronzezeitlichen Besiedlung an der Mittelmeerküste. Suveydaten lassen neue Erkenntnisse zur phönizischen Kultur erwarten.
 
Oman: Oase von Izki und der Jebel Akhdar Im Frühjahr 2004 begann die wiederum für zwei Jahre konzipierte dritte Phase des interdisziplinären Projektes "Transformationsprozesse in Oasensiedlungen in Oman". Die archäologischen Untersuchungen wurden 2004 von der Orient-Abteilung in zwei Kampagnen durchgeführt.
 
Oman: Oase von Nizwa Im Frühjahr 2005 begann der zweite Abschnitt der wiederum für zwei Jahre konzipierten dritten Phase des interdisziplinären Projekts "Transformationsprozesse in Oasensiedlungen in Oman". Nach zwei Kampagnen in Izki wurde diesmal die große Oase von Nizwa untersucht.
 
Oman: Oasen im Wadi Bani 'Awf und Al Hamra' Das Kooperationsprojekt "Transformationsprozesse in Oasensiedlungen in Oman" befasst sich mit der interdisziplinären Erforschung der Entstehung und Entwicklung der omanischen Oasensiedlungen vor dem Hintergrund eines raschen ökonomischen und kulturellen Wandels in diesem Erdölland am Indischen Ozean. Leiter des 1999 begonnenen Projektes ist Prof. Dr. H. Gaube vom orientalischen Seminar der Universität Tübingen.
 
Oman: Oasen von Tiwi bis Ibra' Im Frühjahr 2002 begann die für zwei Jahre konzipierte zweite Phase des interdisziplinären Projektes "Transformationsprozesse in Oasensiedlungen in Oman". Im Oktober und November 2002 fand eine weitere Kampagne statt. Die archäologischen Forschungen werden von der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts und dem Department of Archaeology der Sultan Qaboos University durchgeführt.
 
Oman: Oasis Settlements Ein archäologisches Internet-GIS für die Oase Ibra'
 
Oman: Transformationsprozesse in Oasensiedlungen in Oman Das Kooperationsprojekt "Transformationsprozesse in Oasensiedlungen in Oman" befasst sich mit der interdisziplinären Erforschung der Entstehung, der Entwicklung und der Zukunft der omanischen Oasensiedlungen vor dem Hintergrund eines raschen ökonomischen und kulturellen Wandels.
Es wurde 1999 begonnen und wird bis 2008 von der DFG gefördert.
 
x. abgeschlossene Projekte: Türkei, Gürcütepe (türkçe) Eine Talsiedlung des späten Frühneolithikums in der Südosttürkei
 
   
   
 
 

Aktualisiert: 20.03.2008

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