Dabei haben Sie uns unterstützt – Einige Beispiele

Die Auferstehung der Göttin Sachmet, Rote Halle in Pergamon

In Pergamon in der Türkei konnten wichtige Arbeiten zur Erhaltung der Roten Halle, einem Heiligtum für ägyptische Gottheiten aus der Zeit des römischen Kaisers Hadrian, durchgeführt werden.

Finanziert durch die Studiosus Foundation e.V. und mit weiterer Unterstützung des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amtes wurde ab 2006 der südliche Rundbau konserviert, als Museum gestaltet und eine hochwertige, denkmalgerechte Bleideckung aufgebracht, die den antiken Baubestand langfristig schützen wird.

Nach Abschluss dieser Arbeiten war es auch erstmals möglich, den großartigen Innenraum der Rotunde für Besucher zu öffnen. Die Einweihung erfolgte im September 2009.

Im selben Jahr begann wiederum mit Unterstützung der Studiosus Foundation im Seitenhof der Roten Halle ein weiteres Teilprojekt. Eine der Stützfiguren, die einst anstelle von Säulen den Hof gerahmt hatten und deren Fragmente im Inneren des Rundturms gezeigt werden, wurde in voller Höhe von über acht Metern unter Verwendung von Originalteilen rekonstruiert.

Göbekli Tepe – Das älteste architektonisch gestaltete Heiligtum der Welt

Die etwa 12.000 Jahre alten megalithischen Kreisanlagen auf dem Göbekli Tepe sind eine weltweit einzigartige Quelle zu einer der wichtigsten Phasen der Menschheitsgeschichte. Sie entstanden am Beginn der sogenannten Neolithischen Revolution, in deren Zuge aus Jägern und Sammlern Viehzüchter und Ackerbauern wurden. Die Arbeiten an dem Fundort in der heutigen Südosttürkei werden als DFG-Langfristprojekt gefördert. Der Erhalt und die Erforschung der Steinkreise wird in großem Umfang aber auch durch Stiftungen und private Spender unterstützt. Seit 2010 wirbt der Global Heritage Fund Spendengelder für Konservierungsmaßnahmen am Ausgrabungsplatz, die Erstellung eines Site Conservation-Plans und die Ausbildung von lokalen Konservierungsspezialisten ein. Unter anderem konnten $400.000 von der Vehbi Koç Foundation und $125,000 vom J. M. Kaplan Fund an das Projekt weitergegeben werden. Durch diese Zuwendungen konnte u. a. eine dringend benötigte neue Umzäunung des gesamten Grabungsschutzgebiets sowie der Grabungsflächen umgesetzt werden.

Die Akyürek Holding engagiert sich seit 2013 für den Aufbau einer touristischen Infrastruktur am Göbekli Tepe. Die Umsetzung eines Shuttleservices mit Elektrobussen zwischen dem Eingangsbereich und dem eigentlichen Fundplatz ist eine der wichtigsten Maßnahmen.

Die John Templeton Foundation finanziert das internationale Forschungsprojekt "Our Place: Our Place in the World" mit $377.000. Das in Kooperation mit Trevor Watkins (Universität Edinburgh) durchgeführte Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, durch Einbeziehung von Ergebnissen aus den Sozial- und Naturwissenschaften zu einem tieferen Verständnis der Symbolwelt des Göbekli Tepe zu gelangen.

Der Förderverein ArchaeNova e.V. Heidelberg hat die Ausgrabungsarbeiten seit ihrem Beginn im Jahr 1995 unterstützt, insbesondere bei der Anschaffung von dringend benötigten Geräten. Ebenso unterstützt die Theodor Wiegand Gesellschaft das Projekt in diesem Bereich seit 2005.

Spenden für das Projekt gehen außerdem regelmäßig von Privatpersonen und Firmen ein. Besonders zu nennen ist hierbei die Firma Freddy Sportmoden, die seit 2010 z. B. Arbeitskleidung für die Grabungswächter zur Verfügung stellt.

Allen Spendern sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt!

 

Olympia – Heiligtum des Zeus und Wettkampfstätte

Olympia war in der Antike nicht nur Ort von Wettkämpfen, sondern auch ein Heiligtum mit bedeutenden Bauten und Denkmälern. Mit Hilfe der A. G. Leventis-Foundation, der Regula Pestalozzi Stiftung und der Theodor Wiegand Gesellschaft konnte eine Säule des Zeus-Tempels wieder aufgerichtet werden.

 

Jedem Besucher wird nun die dritte Dimension des Baus vor Augen geführt. Eine Teilrekonstruktion des Opisthodom (rückwärtiger Raum der cella) dieses Tempels sowie der Eingangseite des Philippeion finanzierte ebenfalls die A. G. Leventis-Foundation. Die Regula Pestalozzi Stiftung unterstützt zur Zeit die Wiedererrichtung der Nordsäule des Ptolemäer–Weihgeschenks vor der Echohalle.

Karakorum und Karabalgasun – Frühe Zentren in der Mongolei

Bereits im Jahr 1998 hat die mongolische Akademie der Wissenschaften deutsche Forscher eingeladen, in verschiedenen mongolisch-deutschen Expeditionen gemeinsam die Vergangenheit der Mongolei zu erforschen. Das Orchon-Tal als zentrale Siedlungslandschaft rückte dabei in den Vordergrund des wissenschaftlichen Interesses.

Mit Karakorum, der alten mongolischen Hauptstadt Dschinghis Khans sowie der uigurischen Hauptstadt Karabalgasun stehen besonders zwei alte Siedlungen im Focus der Arbeiten. Während die Erforschung von Karakorum über lange Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde, unterstützte die Gerda Henkel Stiftung vor allem die wissenschaftlichen Arbeiten in Karabalgasun. In den vergangenen Jahren rückten neben der archäologischen Erforschung aber auch Themen wie Kulturerhalt und Restaurierung immer mehr in den Mittelpunkt. Das Auswärtige Amt, das Ministerium für Sport, Kultur und Tourismus der Mongolei sowie die Gerda Henkel Stiftung engagieren sich deshalb nun gemeinsam für das Projekt, Karakorum als ein Open Air-Museum zu erschließen.

Gleichzeitig fördert die Gerda Henkel Stiftung den Aufbau eines neuen Restaurierungslabors sowie die Ausbildung von Restauratorinnen und Restauratoren. Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung aller Geldgeber kann so neben der wissenschaftlichen Forschung auch der Schutz der Kulturgüter zunehmend gewährleistet werden.