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Orient-Abteilung

Deutsches Archäologisches Institut
Orient-Abteilung
Podbielskiallee 69-71
14195 Berlin

Die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts wurde 1996 gegründet. Sie hat ihren Stammsitz in Berlin und unterhält Außenstellen in Bagdad, Damaskus und Sanaa. In den Gastländern arbeitet sie eng mit lokalen Institutionen zusammen und fördert damit die kulturpolitischen Beziehungen.
Die wissenschaftlichen Unternehmungen der Abteilung konzentrieren sich auf den Raum des Nahen Ostens südlich der Türkei und westlich des Iran. Sie umfassen archäologische Prospektionen (Surveys) und Ausgrabungen sowie in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen geoarchäologische Forschungen. Das chronologische Spektrum der Projekte reicht von der prähistorischen bis islamischen Zeit. Die Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Untersuchung der frühen Hochkulturen und der griechisch-römischen Antike in Vorderasien.

 

Der Zugang zur Orient-Abteilung erfolgt nach Abschluss der Bauarbeiten am Standort Berlin wieder über den Haupteingang Podbielskiallee 69-71.


Bibliothek

Die Bibliothek sammelt schwerpunktmäßig Literatur zur vorderasiatischen Archäologie, der Assyriologie, der Islamkunde und der Arabistik. 

 

Fotothek

Die Fotothek umfasst ca. 100.000 Aufnahmen. Schwerpunkte sind die photographischen Dokumentationen eigener Ausgrabungsprojekte. 

 

Archiv, Sammlung

Im Archiv der Orient-Abteilung werden Grabungsdokumentationen eigener Unternehmungen sowie Nachlässe bedeutender Wissenschaftler der Vorderasiatischen Altertumskunde und Islamischen Kunstgeschichte verwahrt. 

 

Publikationen

Die Orient-Abteilung verfügt über mehrere Publikationsorgane, die teils in Berlin, teils an den Außenstellen in Sanaa und Damaskus betreut werden. Jährlich erscheinen die Baghdader Mitteilungen und Damaszener Mitteilungen. Hinzu kommen in unregelmäßigen Abständen herausgegebene Reihen für die Arbeitsbereiche Mesopotamien (Baghdader Forschungen), nördliche Levante (Damaszener Forschungen), Südarabien (Archäologische Berichte aus dem Yemen) sowie für das gesamte Arbeitsgebiet der Orient-Abteilung (Orient-Archäologie). In einer weiteren Reihe werden Epigraphische Forschungen auf der arabischen Halbinsel veröffentlicht. Die Ergebnisse der Ausgrabungen in Uruk-Warka werden in der Reihe Ausgrabungen in Uruk-Warka, Endberichte publiziert. 

 

50 Jahre Forschungen im Irak 1955-2005
Ausgrabungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Uruk-Warka
Ausgrabungen in Uruk-Warka, Endberichte
Baghdader Forschungen
Baghdader Mitteilungen
Der Crac des Chevaliers
Dr. Arnold Nöldeke, Briefe aus Uruk-Warka 1931-1939
Epigraphische Forschungen auf der Arabischen Halbinsel
Orient-Archäologie
Zeitschrift für Orient-Archäologie

 

 

Weitere Aktivitäten und Projekte

 

Jordanien
In Jordanien ist das Deutsche Archäologische Institut seit 1987 tätig. Die Forschungsprojekte werden seit dieser Zeit in enger Kooperation mit dem Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) in Amman durchgeführt. Seit 1998 und 1999 werden die Feldforschungen auch in Zusammenarbeit mit der Jordan Universität in Amman sowie der Yarmouk Universität in Irbid durchgeführt. Die Orient-Abteilung ist neben ihrem Feldforschungsprogramm auch an wissenschaftlichen Veranstaltungen in Jordanien beteiligt, die gemeinsam mit lokalen Institutionen organisiert werden.

Libanon
Seit 1997 ist die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts mit Projekten im Libanon vertreten. Das Institut betreut diese Projekte von Berlin aus, es unterhält im Libanon keine eigene Außenstelle. Kulturelle Verbindungen zu den östlichen Gebieten des fruchtbaren Halbmonds (Nordsyrien, Irak) und die Funktion der phönizischen Hafenstädte als Vermittler zwischen den Kulturen des Orients und der 'Alten Welt' sind die thematischen Schwerpunkte der archäologischen Forschungen. Forschungsergebnisse der Projekte im Libanon werden in der Reihe »Orient-Archäologie« veröffentlicht.

Oman
Die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts führt verschiedene archäologische Untersuchungen im Sultanat Oman durch und fördert die Publikation von Forschungsergebnissen in ihren Reihen Orient-Archäologie und ihrer Zeitschrift Baghdader Mitteilungen. Vorträge von internationalen Wissenschaftlern im Orienthaus des DAI zu Archäologie und Ethnologie des Sultanats Oman geben der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über die Situation im Land und den Forschungsstand zu informieren.

Saudi-Arabien
Auf der Basis einer 2003 beschlossenen Kooperation führt die Orient-Abteilung seit 2004 gemeinsam mit der Antikendirektion des Königreichs archäologische Forschungen in der Oasenstadt Tayma durch, die von der DFG gefördert werden. Wenngleich der Schwerpunkt derzeit auf der lokalen Geschichte liegt, stehen die Untersuchungen auch im weiteren Kontext einer systematischen Erschließung von Umweltbedingungen, Wirtschafts- und Lebensformen sowie kultureller und ökonomischer Kontakte auf der arabischen Halbinsel. In diesem Zusammenhang wird eine stärkere wissenschaftliche Vernetzung mit anderen DAI-Projekten und saudi-arabischen Grabungsunternehmungen angestrebt.

Türkei
Die seit 1995 von der Abteilung Istanbul und dem Museum Sanliurfa unternommenen Ausgrabungen am Gürcütepe und am Göbekli Tepe werden seit 2001 in Zusammenarbeit mit der Orient-Abteilung durchgeführt. Der am östlichen Stadtrand von Urfa gelegene Gürcütepe verkörpert den Typ einer spät-frühneolithischen Talsiedlung, wie sie im oberen und mittleren Euphratraum häufig anzutreffen ist. Das 15km im Nordosten der Stadt gelegene Bergheiligtum des Göbekli Tepe bildet hier einen auffälligen Gegensatz. Hier scheinen Standortfaktoren wie Ackerland und Wasser bedeutungslos, die landschaftsbeherrschende Lage und die monumentalen Bauanlagen weisen zusammen mit vielen anderen Beobachtungen auf eine hervorgehobene Stellung dieses Platzes.

Musikarchäologie
Die Orient-Abteilung arbeitet seit 1998 eng mit der Internationalen Studiengruppe Musikarchäologie (ISGMA) zusammen.  

Veranstaltungen des DAI

Die Orient-Abteilung organisiert in Berlin und an den Außenstellen in Damaskus und Sanaa in regelmäßigen Abständen internationale Kongresse, interdisziplinäre Kolloquien und kleinere Arbeitstreffen.

 

Institutsgebäude

Das »Lepsius-Kolleg« für Wissenschaftler befindet sich wenige Minuten entfernt.

Weitere Informationen

Telefon:

++49-(0)3018-7711-0

Telefax:
++49-(0)3018-7711-189
E-Mail:
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Veranstaltungen

Aktuelle Projekte

  • 02.06.2014

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  • 17.08.2011

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Aktuelle Publikationen

  • 02.06.2014

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  • 27.03.2014

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  • 18.02.2014

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Kontakt

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts gehört. Das Institut mit Zentrale in Berlin und mehreren Kommissionen und Abteilungen im In- und Ausland führt archäologische Ausgrabungen und Forschungen durch und pflegt Kontakte zur internationalen Wissenschaft.
Das Institut veranstaltet wissenschaftliche Kongresse, Kolloquien und Führungen und informiert die Öffentlichkeit über seine Arbeit.  

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