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In Berlin befindet sich seit der Übersiedlung von Rom im Jahre 1833 die Leitung des Deutschen Archäologischen Instituts; hier ist der Dienstsitz des Präsidenten mit wissenschaftlichen Mitarbeitern und der zentralen Verwaltung des Gesamtinstituts.
Als Institutsgebäude dient eine Villa, die 1912 nach Plänen des Architekten Peter Behrens für den Archäologen Theodor Wiegand errichtet wurde. Daneben steht seit 1976 ein Neubau, der Bibliothek, Redaktion und Verwaltung aufnimmt. Im Jahre 1983 konnte das Nachbarhaus, das die Orient-Abteilung beherbergt erworben werden. Eine Unterbringung für Wissenschaftler (»Lepsius-Kolleg«) befindet sich wenige Minuten entfernt.
Die Bibliothek hat ihren Schwerpunkt im Bereich der Klassischen Archäologie.
Die Fotothek der Zentrale enthält mit rund 13.700 Abzügen Bildmaterial aus den Forschungstätigkeiten der vergangenen rund 100 Jahre.
Das Archiv enthält die Akten des Instituts und mehr als 250 Nachlässe von bedeutenden Altertumswissenschaftlern.
Der Zentrale ist eine naturwissenschaftliche Arbeitsgruppe für die Fachrichtungen Archäobotanik, Archäozoologie, Dendrochronologie und Radiokohlenstoffdatierung zugeordnet, die mit den Kommissionen und Abteilungen des Instituts kooperiert.
Das Architekturreferat für baugeschichtliche Forschung innerhalb der Ausgrabungswissenschaft wurde 1973 eingerichtet. Das Referat will die Bauforscher interdisziplinär in die Altertumswissenschaft integrieren, fördert in engem Kontakt mit den Instituten für Baugeschichte an Technischen Universitäten und Fachhochschulen den wissenschaftlichen Nachwuchs und führt eigene Ausgrabungsprojekte mit baugeschichtlichem Forschungsschwerpunkt durch.
2003 wurde bei der Zentrale ein Forschungsschwerpunkt zur Skythenforschung ins Leben gerufen. Es widmet sich der Erforschung der Früheisenzeit Eurasiens mit Schwerpunkten in Sibirien und Zentralasien.
Im Jahr 2006 wurde die langjährige und gute Kooperation zwischen dem Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) und dem Deutschen Archäologischen Institut in der Satzung des DEI verankert. Seitdem ist das DEI zugleich Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts mit Sitz in Amman und Jerusalem.
Die Kooperation wurde am 13. März 2007 mit einem Festakt im Auswärtigen Amt Berlin und am darauf folgenden Tag mit einem wissenschaftlichen Kolloquium im Pergamon-Museum begangen.
Die wissenschaftliche Redaktion betreut die von der Zentrale herausgegebenen Zeitschriften, Reihenwerke und Monographien. Sie pflegt den Kontakt zu den Autoren, Herausgebern und Verlagen und übernimmt Koordinationsaufgaben im Redaktionsbereich des Gesamtinstituts. In den Aufgabenbereich der Redaktion fällt unter anderem die Festlegung der Publikationsrichtlinien des DAI.
Das DAI plant seine Zeitschriften in Zukunft auch in Online-Ausgaben bereitzustellen. Über das Vorhaben und Hintergründe informiert der folgende Beitrag.
Für ein Fachpublikum organisiert das Deutsche Archäologische Institut wissenschaftliche Vorträge, Kolloquien (Hauskolloquium) und Ausstellungen.
Die Öffentlichkeitsarbeit der Zentrale betreut die Projektdarstellungen auf der Homepage und sorgt für die Herausgabe von Pressemitteilungen.
Projekt 'Olympia und seine Umwelt'
Bauforschung
: Projekt Baalbek
: Reisestipendiat 2011/12
Koordinatorin des Editionsprojektes FGrHist V
Grafik und Visualisierung
Archiv der Zentrale
Redaktion
Projekt "Edition des Briefwechsels Otto Jahn und Adolf Michaelis 1848 bis 1869"
: Archiv der Zentrale
Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts gehört. Das Institut mit Zentrale in Berlin und mehreren Kommissionen und Abteilungen im In- und Ausland führt archäologische Ausgrabungen und Forschungen durch und pflegt Kontakte zur internationalen Wissenschaft.
Das Institut veranstaltet wissenschaftliche Kongresse, Kolloquien und Führungen und informiert die Öffentlichkeit über seine Arbeit.