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Martin Langner: Antike Graffitizeichnungen. Motive, Gestaltung und Bedeutung (2000)
Inhalt: Aus der griechisch-römischen Antike sind über 2500 figürliche Graffiti bekannt, die hier zum ersten Mal vollständig vorgelegt werden. Diese Zeichnungen (v.a. Köpfe oder Büsten, Strichmännchen, Gladiatoren, Tiere, Schiffe und abgezeichnete Objekte) finden sich etwa gleich häufig an Außenwänden wie auch im Wohnbereich. Durch die Häufigkeit weniger Bildmotive und die Einbindung dieser Zeichnungen in den Wandzusammenhang wird deutlich, daß es sich dabei nicht nur um spontane Kritzeleien handelt, sondern auch um bewußt eingeritzte Bilder ohne Kunstanspruch. So läßt sich an manchen Graffitizeichnungen nachweisen, daß sie von Gästen, Besuchern und den Hausbewohnern selbst angefertigt wurden, um an ihren Aufenthalt, ein bestimmtes Ereignis oder Lebensgefühl zu erinnern und auch um ihren Wohnraum um diese private Bildwelt zu erweitern.
Verlag: Dr. Ludwig Reichert Verlag Tauernstr. 11 D-65199 Wiesbaden
http://www.reichert-verlag.de/palilia.htm
Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts gehört. Das Institut mit Zentrale in Berlin und mehreren Kommissionen und Abteilungen im In- und Ausland führt archäologische Ausgrabungen und Forschungen durch und pflegt Kontakte zur internationalen Wissenschaft.
Das Institut veranstaltet wissenschaftliche Kongresse, Kolloquien und Führungen und informiert die Öffentlichkeit über seine Arbeit.