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Libanon, Baalbek Museum

Ständige Ausstellung in Baalbek (Beqaa-Ebene)

Im November 1998 wurde eine ständige Ausstellung zur hundertjährigen Wiederkehr des Besuchs von Kaiser Wilhem II. in Baalbek eröffnet. Das Projekt wird von der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts betreut.

Lokalisierung

34° 0' 25.4484" N, 36° 12' 17.7876" E

Baalbek liegt in der nördlichen Beqaa-Ebene zwischen den Gebirgsketten des Libanon und des Antilibanon.

Geschichte

Das Museum in den Substruktionen des Jupitertempels. © DAIDer Bereich der heutigen Stadt Baalbek wurde Ende des 8. Jt. v. Chr. erstmals besiedelt. Ein Siedlungshügel (Tell) ist unter dem noch erhaltenen Jupiter-Heiligtum festgestellt worden. Wahrscheinlich im 1. Jh. v. Chr. wurde der Siedlungshügel durch ein großes Heiligtum ersetzt. Mit der Gründung der römischen Colonia Iulia Augusta Felix Berytus 15 v. Chr. erhielt Baalbek eine Ansiedlung von römischen Kriegsveteranen. Das Heiligtum wurde neu konzipiert und in einer vorher nicht gekannten Monumentalität ausgebaut. Begonnen wurde mit einem Tempel für Jupiter Heliopolitanus, im 2. Jh. n. Chr. wurde direkt daneben der heute sog. "Bacchus-Tempel" und im 3. Jh. n. Chr. der heute sog. "Venus-Tempel" errichtet. Während des 4.-7. Jh. erhielt Baalbek mehrere christliche Kirchen, die aber die paganen Kulte nur langsam verdrängen konnten. 635 wurde Baalbek Teil des islamischen Reiches und im 12.-14. Jh. n. Chr. die noch erhaltenen römischen Tempelanlagen in eine große Burg umgewandelt. Die Burg diente den in Damaskus regierenden ayyubidischen und mamelukischen Herrschern als Grenzfeste gegen die Kreuzfahrerstaaten.

Ziele

Museumsräume im mittelalterlichen Südturm. © DAIDas Museum befindet sich in den Substruktionen des großen Jupitertempels sowie mit einem zweiten Teil im Südturm der mittelalterlichen Befestigung, mit der die römischen Tempel zu einer Burg umgebaut wurden.
Die ständige Ausstellung informiert über die lange Geschichte der Stadt sowie die Wiederentdeckung und Ausgrabung der römischen Tempel. Gesonderte Teile (im Südturm) sind den römischen Nekropolen und dem mittelalterlichen Baalbek gewidmet.

Kooperation

Die Organisation und Konzeption fand in enger Kooperation mit der Direction Générale des Antiquités du Liban statt. Von deutscher Seite lag sie in den Händen von Dr. Margarete van Ess, von libanesischer Seite bei Dr. Camille Asmar (ehemals Generaldirektor der Antikenverwaltung) und Prof. Dr. Hélène Sader, American University Beirut.

Weitere Hinweise

Das Museum ist während der allgemeinen Öffnungszeiten des archäologischen Geländes zu besichtigen.

Bibliographie

Margarete van Ess, Heliopolis - Baalbek 1898-1998: Forschen in Ruinen (Libanon 1998); Hélène Sader - Thomas Scheffler - Angelika Neuwirth (Hrsg.), Baalbek: Image and Monument 1898-1998, Beiruter Texte und Studien Bd. 69 (Beirut 1998); Margarete van Ess - Thomas Weber, Baalbek. Im Bann römischer Monumentalarchitektur (Mainz, Philipp von Zabern 1999); Margarete van Ess - Next Vision Beirut - LibanCell, Heliopolis - Baalbek 1898 - 1998 (Interaktive CD-ROM 2001).

Aktuelle Projekte

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  • 02.09.2011

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Kontakt

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Das Institut veranstaltet wissenschaftliche Kongresse, Kolloquien und Führungen und informiert die Öffentlichkeit über seine Arbeit.  

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