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Stadtforschung in Baalbek (Libanon)

Städtebauliches Konzept und historische Entwicklung des römischen Heiligtums Baalbek. 9000 Jahre Geschichte einer Stadt, seit 1984 Weltkulturerbe.

Lokalisierung

Lokalisierung

Libanon
34° 0' 25.4484" N, 36° 12' 17.7876" E

Baalbek liegt in der nördlichen Beqaa-Ebene zwischen den Gebirgsketten des Libanon und Antilibanon.

Baalbek, das antike Heliopolis, liegt auf 1140 m in der nördlichen Beqaa-Ebene zwischen den Gebirgsketten des Libanon und Antilibanon. Es befindet sich am Ostrand der Ebene nahe der Wasserscheide der Flüsse Leontes (Nahr Litani) und Orontes (Nahr el-Asi) sowie in unmittelbarer Nähe der beiden starken Quellen Ras el Ain und Ain el-Juj, die einen großen Teil des sonst sehr kargen Bereiches der Wasserscheide in eine fruchtbare Oase verwandeln.
Die Stadt ist umgeben von dörflichen Siedlungen, die sowohl in der fruchtbaren Ebene als auch im Hügelland am Fuß des Antilibanon-Gebirges liegen und damit Zugang zu Produkten aus Weidewirtschaft, Obstplantagen sowie Olivenöl und Wein verschaffen. In unmittelbarer Nähe finden sich oberirdisch anstehende Schichten von Nummuliten-Kalkstein, die durch die Zeiten hindurch als Baumaterial in Steinbrüchen abgebaut wurden.
Baalbek ist geostrategisch günstig in ein Netz von Verkehrsachsen eingebunden, die zum einen eine Verbindung von Damaskus über Baalbek nach Westen, zum anderen eine Nord-Süd-Trasse am Rande der Beqaa-Ebene bieten. Der Siedlungsplatz stand jedoch in der Bronzezeit an Größe und Bedeutung hinter anderen Siedlungen in der Beqaa zurück.

Hintergrund

Das römische Heiligtum Baalbek © DAIDer Siedlungshügel der heutigen Stadt Baalbek wurde Ende des 8. Jt. v. Chr. erstmals besiedelt und war fast ununterbrochen bis in die hellenistische Zeit bewohnt. Mit der Gründung der römischen Colonia Iulia Augusta Felix Berytus 15 v. Chr. erhielt Baalbek eine Ansiedlung von römischen Kriegsveteranen. Der Ort wurde völlig neu konzipiert und es wurden Tempel in vorher nicht gekannten Monumentalität gebaut. Während des 4.-7. Jh. erhielt Baalbek mehrere christliche Kirchen, und 635 wurde Baalbek in das islamische Reich integriert. Im 12.-14. Jh. n. Chr. wurden die noch erhaltenen römischen Tempelanlagen in eine große Burg umgewandelt. In der Zeit nach der Eroberung durch die Osmanen 1517 verlor Baalbek an Bedeutung, und prosperierte erst Ende des 19. Jh. Erneut durch den aufkommenden Tourismus.

Der Bereich der heutigen Stadt Baalbek wurde Ende des 8. Jt. v. Chr. erstmals besiedelt. Der Siedlungshügel unter dem noch erhaltenen Jupiter-Heiligtum war fast ununterbrochen bis in die hellenistische Zeit bewohnt. Mit der Gründung der römischen Colonia Iulia Augusta Felix Berytus 15 v. Chr. erhielt Baalbek eine Ansiedlung von römischen Kriegsveteranen. Der Ort wurde völlig neu konzipiert und in einer vorher nicht gekannten Monumentalität ausgebaut. Begonnen wurde mit einem Tempel für Jupiter Heliopolitanus, im 2. Jh. n. Chr. wurde direkt daneben der heute sog. „Bacchus-Tempel“ und im 3. Jh. n. Chr. der heute sog. „Venus-Tempel“ errichtet. Während des 4.-7. Jh. erhielt Baalbek mehrere christliche Kirchen, die aber die alten Kulte nur langsam verdrängen konnten. 635 wurde Baalbek in das islamische Reich integriert und im 12.-14. Jh. n. Chr. die noch erhaltenen römischen Tempelanlagen in eine große Burg umgewandelt. Die Burg diente den in Damaskus residierenden ayyubidischen und mamlukischen Sultanen als Grenzfeste gegen die Kreuzfahrerstaaten. In der Zeit nach der Eroberung durch die Osmanen 1517 verlor Baalbek an Bedeutung, und im 17.–19. Jh. verarmte die Stadt zunehmend. Erneuten Aufschwung in der Bautätigkeit Baalbeks gab es erst in der 2. Hälfte des 19. Jh. mit dem wiedererwachten Interesse am Heiligtum und der Zunahme des Tourismus. Zu Beginn des 20. Jh. hatte Baalbek mit schiitischen und sunnitischen Muslimen sowie Christen verschiedener Konfessionen etwa 5000 Einwohner. Jede Glaubensrichtung dominierte einzelne Stadtteile, eine Ordnung, die sich erst während des Bürgerkrieges änderte.
Die erhaltenen 6 Säulen des Jupiter-Tempels © DAIBaalbek und seine antiken Bauwerke gerieten niemals in Vergessenheit. Arabische Historiographen und Geographen beschrieben die römischen Bauwerke und Ruinen seit dem 9. Jh. n. Chr., europäische Reisende seit dem beginnenden 16. Jh. Thema war immer wieder die besondere Monumentalität und der Reichtum der Bauausstattung des Heiligtums. Die erste wissenschaftliche Beschäftigung mit den römischen Heiligtümern unternahmen 1757 die Engländer James Dawkins und Robert Wood sowie im Jahr 1785 der Franzose Louis François Cassas. Im 19. Jh. wurde Baalbek im Umfeld der Grande Tour oft frequentierter Ort für reisende Maler, Photographen, Poeten und Wissenschaftler.
Prominentester Gast im 19. Jh. war am 10./11. November 1898 Wilhelm II., Deutscher Kaiser. Er gab den entscheidenden Anstoß für Ausgrabungen, die zwischen 1900 und 1904 von deutschen Wissenschaftlern durchgeführt wurden. In den 1920ern übernahm die Antikenverwaltung der französischen Mandatsregierung die Ausgrabungen und Restaurierungen, seit 1945 gingen diese auf die libanesische Antikenverwaltung über.
Mit dem Ende des libanesischen Bürgerkrieges 1991 wurden archäologische Forschungen wieder möglich, seit 1997 besteht eine Kooperation zwischen der Direction Générale des Antiquités du Liban und dem Deutschen Archäologischen Institut. Seit Sommer 2001 wird die Dokumentation und Auswertung von Architekturbefunden und archäologischen Funden unternommen, die in den 1960er und 1970er Jahren bei Ausgrabungen freigelegt worden sind. Ein architektonischer Survey der osmanischen Häuser sowie ein archäologischer Survey im Umland von Baalbek ergänzen die Forschungen.

Ziele

Das aktuelle Forschungsprojekt in Baalbek hat die Erforschung der topographischen, städtebaulichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Heiligtums und der Stadt über einen Geschichtszeitraum von 9000 Jahren zum Ziel. Von besonderem Interesse ist die Zeit des Siedlungsbeginns sowie Perioden radikaler Strukturumbrüche, wie die Veränderung der Siedlung von der vor-römischen zur römischen Zeit sowie der Übergang von der Spätantike zur islamisch-mittelalterlichen Zeit.

Das aktuelle Forschungsprojekt in Baalbek hat die Erforschung der topographischen, städtebaulichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Heiligtums und der Stadt über einen Geschichtszeitraum von 9000 Jahren zum Ziel. Von besonderem Interesse ist die Zeit des Siedlungsbeginns sowie Perioden radikaler Strukturumbrüche, wie die Veränderung der Siedlung von der vor-römischen zur römischen Zeit sowie der Übergang von der Spätantike zur islamisch-mittelalterlichen Zeit.
In interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Vorderasiatischen Archäologen, Klassischen Archäologen, Althistorikern, Bauhistorikern, Geodäten, Geophysikern, Geomorphologen und Orientalisten soll die bestehende, reiche Befundlage in Baalbek, in den nahegelegenen Steinbrüchen und dem wirtschaftlichen Umland dokumentiert und wissenschaftlich aufgearbeitet werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Wechselbeziehung zwischen der Stadt und ihrem zentralen römischen Heiligtum, das 1984 in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen wurde.
Das römische Heiligtum von Baalbek weist, im Vergleich mit anderen römischen Tempelanlagen im Vorderen Orient, eine besonders starke römisch-westliche Formensprache auf. Sichtbar wird dies vor allem in der Ausprägung von Architektur und Bauschmuck. Im Detail ist aber weit klarer orientalische Kultpraxis zu erkennen als bisher angenommen. Traditionsstränge aus der Bronze- und Eisenzeit sind nachweisbar, ebenso eine Kontinuität der orientalisch-römischen Kulte bis zum Ende der Spätantike. An nur wenigen Orten des Nahen Ostens ist die Symbiose westlicher und östlicher Kulte und Kultbauten so augenfällig wie in Baalbek. Die Siedlung nahe des Heiligtums scheint zu allen Zeiten vorrangig abhängig von dessen Prosperität gewesen zu sein. Die Einbindung in Handelswege, auch die Entwicklung einer Marktsituation ist nicht ohne den Ausbau und die Internationalisierung des Heiligtums zu verstehen. In dieser besonderen ökonomischen Abhängigkeit gleicht das antike Baalbek modernen religiösen Pilgerstätten.

Methoden

Die aktuellen Arbeiten finden in verschiedenen Bereichen der römischen Stadt Baalbek statt. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf ergänzenden zeichnerischen Dokumentationen und stratigraphischen Beobachtungen der seit langem ausgegrabenen Bauten und Stadtbereiche, sowie deren Einbindung in den städtebaulichen Zusammenhang und den regionalen Kontext des Umlandes. Darüber hinaus wurden in Deutschland wissenschaftshistorische Forschungen und Aufarbeitung von Archivmaterial initiiert.

Forschungsstand

Die Ausgrabungen seit 1898 befaßten sich vor allem mit drei Tempeln, die nahe beieinander liegen und aufeinander bezogen sind. In der Folgezeit beschäftigten sich französische Kollegen mit dem Erhalt dieses Tempel-Ensembles und intensivierten die Forschungen zu theologischen Problemen der heliopolitanischen Göttertrias, bestehend aus Jupiter, Venus und Merkur. Eine byzantinische Basilika, die im 5. Jh. n. Chr. im Altarhof des Jupiter-Tempels eingebaut worden war, wurde in dieser Zeit entfernt und die wichtige Entdeckung der zwei Altäre gemacht. Auch konnte eine monumentale Prozessionstreppe auf den Hügel Sheikh Abdallah intensiver erforscht werden, die zweifelsfrei mit dem Merkur-Tempel in Verbindung zu bringen ist. Die Libanesische Antikenverwaltung führte seit Ende der 1950er Jahre umfangreiche Grabungen in verschiedenen Bereichen in Baalbek durch.

Der sog. Bacchus-Tempel, 2. Jh. n. Chr. © DAIDie Ausgrabungen seit 1898 befaßten sich vor allem mit drei Tempeln, die nahe beieinander liegen und aufeinander bezogen sind.
Das große Jupiter-Heiligtum, einer der größten Tempelkomplexe der römischen Welt, bestand aus einem Tempel und zwei davor gelagerten Höfen. Für alle Bereiche waren hohe Substruktionen bzw. Podeste angelegt worden, um den Komplex aus der Ebene emporzuheben. Er ist über eine monumentale Treppe zu erreichen, die auf ein ca. 7 m höheres Niveau führt. Eine breite Toranlage, das Propylon, erlaubt den Zugang zunächst in einen sechseckigen Vorhof (Hexagonalhof), der wohl erst im 3. Jh. n. Chr. entstanden ist. Von dort ist der „Altarhof“ zu erreichen, der kultisch bedeutsamste Bereich des Komplexes, in dem zwei Hochaltäre, zwei Wasserbecken und zwei einzeln stehende kleine Gebäude als Kultmonumente errichtet sind. Die Höfe sind von Säulenhallen und dahinterliegenden, zum Hof offenen Räumen (Exedren) umgeben, die z.T. gut erhalten sind. Vom Altarhof führt eine weitere Treppe zum eigentlichen Jupiter-Tempel hoch, der auf einem 12 m hohen Podium stand. Erhalten sind von diesem lediglich sechs Säulen des äußeren Umgangs und Reste des Giebels.
Weit besser erhalten ist der sog. Bacchus-Tempel, der im 2. Jh. n. Chr. in paralleler Anordnung zum Jupiter-Heiligtum errichtet wurde. Auch er steht auf einem Podium, das allerdings weit weniger hoch ist. Der Tempel ist bis zur Höhe der ehemaligen Dachbalken erhalten und gibt einen Eindruck davon, wie reich der Bauschmuck der römischen Tempel in Baalbek gewesen sein mag. Seine Zuweisung zum Gott Bacchus beruht auf der Darstellung zweier Reliefs, die im Tempel den Aufgang zur Zella schmückten, und auch das Relief im Türsturz, das einen Adler mit dem Merkurstab in der Klaue zeigt, könnte diese Interpretation stützen.
Die römische Prozessionstreppe zum Merkur-Tempel © DAIDer dritte Tempel, der ebenso wie der Jupiter- und der sog. Bacchus-Tempel während der letzten ca. 1800 Jahre immer sichtbar und genutzt blieb, ist der sog. Venus-Tempel. Es handelt sich um einen kleinen Rundtempel mit barock anmutenden, konkav geschwungenen Außenseiten. Er entstand im 3. Jh. n. Chr. Seine Zuweisung zur Göttin Venus ist sicher falsch, doch soll der sehr lange genutzte Name beibehalten werden, bis eine eindeutigere Zuweisung möglich ist.
Die Freilegung dieser drei Tempel sowie eine erste Dokumentation dessen, was in der Altstadt von Baalbek an antiker Bausubstanz erhalten war, war Aufgabe der deutschen Ausgrabungen bis 1904.

In der Folgezeit beschäftigten sich französische Kollegen mit dem Erhalt dieses Tempel-Ensembles und intensivierten die Forschungen zu theologischen Problemen der heliopolitanischen Göttertrias, bestehend aus Jupiter, Venus und Merkur. Eine byzantinische Basilika, die im 5. Jh. n. Chr. im Altarhof des Jupiter-Tempels eingebaut worden war, wurde in dieser Zeit entfernt und die wichtige Entdeckung der zwei Altäre gemacht.
Auch konnte eine monumentale Prozessionstreppe auf den Hügel Sheikh Abdallah intensiver erforscht werden, die – da auf Münzen des älteren Philippus dargestellt und benannt – zweifelsfrei mit dem Merkur-Tempel in Verbindung zu bringen ist. Der Standort eines, damals noch nicht freigelegten Merkurtempels war also geklärt. Unter der Ägide der libanesischen Antikenverwaltung wurden die Forschungen auf dem Sheikh Abdallah fortgesetzt und der Tempel lokalisiert, allerdings nicht ausgegraben.

Die Libanesische Antikenverwaltung führte seit Ende der 1950er Jahre umfangreiche Grabungen in Baalbek durch. Im Bereich der Aufgangstreppe zum Jupiter-Heiligtum gehörten ein ebenerdig gelegener Vorhof zum Heiligtum sowie Anzeichen von Kolonnadenstraßen zu den Neuentdeckungen. Im Bereich des sog. Venustempels wurde das Grabungsareal erheblich ausgedehnt und der gesamte Tempelbezirk mit seiner umgebenden Mauer (Temenos) und einem weiteren, vorher unbekannten Tempel (sog. Musentempel) ausgegraben. Auch dieser Tempelbezirk war von Kolonnadenstraßen gesäumt, die in östliche und südliche Richtung führen.
Münzen des älteren Philippus mit der Prozessionstreppe © DAIIn südlicher Richtung, inner- und außerhalb der alten Stadtmauern, wurden darüber hinaus in dem Gebiet mit dem modernen Namen „Bustan el Khan“ und „Bustan Nassif“ weitere mittelalterliche und römische Bauten festgestellt und ausgegraben. Im Bustan el-Khan fand man die Halle eines Gebäudes (Porticus), die durch ein Erdbeben umgestürzt war und vollständig wieder aufgerichtet werden konnte. Zudem wurde ein langes Stück der römischen Ausfallstraße nach Süden aufgedeckt, entlang derer sich weitere antike Bauwerke befinden.

Aktuelle Forschungen

Die aktuellen Forschungen konzentrieren sich auf die folgenden Bereiche:

Die Qala’a
In einem Tiefschnitt im Altarhof des Jupitertempels östlich des Großen Altars, der seit seiner Anlage in den 1960iger Jahren ohne Dokumentation verblieben war, wurden 2004 und 2005 die Nord-, Ost- und Südprofile gereinigt und zeichnerisch dokumentiert. Die Funde aus diesen Reinigungsarbeiten, bestehend aus Keramik, Knochen, Steinwerkzeugen und Bodenproben, wurden in stratigraphischen Einheiten geborgen. Im Profil konnten durch genaue Beobachtung Fußböden und sogar Mauern und Feuerstellen identifiziert werden, die wichtige Hinweise auf die Besiedlungsgeschichte lieferten. Die ältesten Funde stammen aus dem ausgehenden akeramischen Neolithikum und können anhand von C14-Daten bis in die Zeit um 7200 v. Chr. datiert werden. Der Siedlungshügel wurde erst durch die Umwandlung in ein monumentales Heiligtum in der späten hellenistischen Zeit aufgegeben und war zuvor ohne größere Unterbrechungen über ca. 7000 Jahre besiedelt.
Die Architekturgeschichte des an sich gut bekannten Jupiter-Heiligtums in der Qalaa wird seit 2005 erneut und in größerem Detail analysiert (D.A.I. Forschungsstipendium). Aus der Dokumentation vieler noch undokumentierter archäologischer und architektonischer Befunde durch Sondagen und Bauaufnahmen sowie einer erneuten Analyse von Baudetails erbrachten überraschend viele ergänzende Erkenntnisse über die bauliche Morphologie. Als Ergebnis können dreieinhalb  monumentale Bauphasen unterschieden werden: Das erste Heiligtum ist in Form von Resten eines früheren Propylons unter dem späteren Fußboden und einer gigantischen T-förmigen Tempelterasse erhalten, die später als Fundament des Jupitertempels genutzt wurde. Diese sind nun in ihrer Ausdehnung und Geometrie klar fassbar und eine Datierung in die letzten beiden Jahrzehnte vor der Zeitenwende ist wahrscheinlich. Durch neue tachymetrische Bauaufnahmen in den Substruktionen des Altarhofes lassen sich Planungen und der Fortschritt der ausgedehnten Baumaßnahmen der julisch-claudischen Kaiserzeit deutlich von späteren Bauphasen trennen. In der frühen Kaiserzeit entsteht das Untergeschoss des Altarhofes mit davor und dahinter liegenden tiefen Höfen sowie der riesige Jupitertempel mit seinem unfertig liegengebliebenem Trilithon-Podium. Veränderungen im großen Altarhof und der Bau des sogenannten Hexagonalhofes in der mittlerer und späten Kaiserzeit weisen auf zwei miteinander verwobene spätere Planänderungen hin, die das Heiligtum sukzessive nach Osten erweitert haben. Durch die Analyse der Bauphasen des Heiligtums lassen sich verschiedene architektonische Ideen aufzeigen die in ihrer Unterschiedlichkeit den Wandel der räumlichen Anforderungen an ein römisches Heiligtum im Nahen Osten abbilden.

Das sog. Venus-Areal
Sogenanntes Venus-Areal © DAINamensgebend für das sogenannte Venusareal ist der hochkaiserzeitliche Rundtempel, der sich in diesem Bezirk befindet und im Volksmund Venustempel genannt wird. Das gut erhaltene Bauwerk war aufgrund seiner erhöhten Lage im Gelände seit der Antike nicht überbaut worden und diente noch im 19. Jh. als Kirche der hl. Barbara. Das Areal um den Rundtempel wurde bei Ausgrabungen der libanesischen Antikenverwaltung in den 1950er bis 1970er Jahren freigelegt, in deren Zuge ein temenos mit peribolos und ein weiterer, älterer Tempel zutage traten. Dieser frühkaiserzeitliche Bau wurde von den Ausgräbern als Musentempel bezeichnet. Er entstand um die Zeitenwende in einer Mischung aus lokalen und „importierten“ römischen Bautraditionen. Für den Kult der nicht identifizierten Gottheit spielten der Bezug zur Natur und dem jährlichen Frühjahrshochwasser eine entscheidende Rolle: der Bau wurde am Zusammenfluss zweier Wadis errichtet, der zugehörige Altar war aus dem anstehenden Fels gearbeitet. Im Laufe der Zeit haben Überschwemmungen und damit einhergehende Zusedimentierung jedoch zu Schwierigkeiten beim Unterhalt des Heiligtums geführt, so dass bauliche Veränderungen vorgenommen wurden, die eine zunehmende Regulierung der Wasserläufe beinhalteten. Vom natürlichen Kultplatz mit Felsaltar und Wasserkult wurde das Heiligtum nach und nach in einen innerstädtischen Baukomplex umgewandelt, der urbanen Gesichtspunkten untergeordnet war. Der Rundtempel und die Umfassungsmauern entstanden im Zuge dieser Veränderungen ab der zweiten Hälfte des 2. Jh. n. Chr., klar wird der Bezirk nun durch das neue Propylon auf das Hauptheiligtum ausgerichtet.

Der Bustan el Khan
Die Porticus im Gebiet „Bustan el Khan“ © DAIIm Gebiet „Bustan el Khan“ am Südwestrand von Baalbek befinden sich mehrere Großbauten aus römischer Zeit, die durch die libanesische Antikenverwaltung während der 1960/70er Jahre freigelegt und nur unvollständig dokumentiert worden waren und daher unpubliziert blieben.
Älteste Siedlungsreste stammen aus der frührömischen Kaiserzeit, sie sind jedoch nur in kleinen Resten unterhalb jüngerer Monumentalbauten erfasst und lassen sich nicht einordnen.
Im zweiten Jahrhundert n. Chr. wurde der „Bustan el Khan“ Schauplatz eines groß angelegten Stadtumbaus. An der zum Heiligtum führenden Hauptstraße gelegen, wurden drei größere Bauten errichtet: ein multifunktionaler Komplex mit einer monumentalen römischen Therme, ein langgestreckter Podiensaal sowie ein weiteres größeres Gebäude mit einem Peristylhof im Süden des Areals.
Der Entwurf der monumentalen Thermenanlage lässt sich mit den Trajansthermen in Rom vergleichen. Mit der typischen achsensymmetrischen Komposition und einer Gesamtfläche von ~5.000 m² ist die Therme in Baalbek in die großen Badeanlagen außerhalb der Stadt Rom einzureihen. In späteren Jahrhunderten wurde das Gelände der Therme immer wieder überformt und umgenutzt. Hervorzuheben sind vor allem zwei grundlegende Änderungen, die noch heute deutlich sichtbar sind: Der spätantike Umbau des Südteils der Therme in ein Odeon sowie der Einbau eines Hammams im Nordteil in ayyubidisch-mamlukischer Zeit. Dieses kleine, wohl vor allem privat genutzte Bad überlagert den nordöstlichsten Bereich der Thermen-Portikus. Es wurde zwischen 2001–2004 gereinigt, dokumentiert und soll behutsam restauriert werden.
Südlich anschließend befindet sich der Podiensaal, dessen Baubestand, verschiedene Bauphasen und ihre Datierung seit 2004 volllständig dokumentiert wurde. Es konnten mindestens fünf Phasen unterschieden werden: in der zweiten Phase wurde eine monumentale Fassade mit neuer Orientierung erbaut, und die später angefügte Portiken wurden schließlich von der in die Stadt führenden Straße überbaut. Reste von Podien sind im Inneren erhalten und ermöglichen die Interpretation als großen Bankettsaal, der aufgrund seiner Ausrichtung zum Merkur-Tempel möglicherweise im Zusammenhang mit dem Merkurkult stand.

Der Sheikh Abdallah
Beit Nassif © DAIAuf dem im Südosten liegenden Hügel Sheikh Abdallah stand in der römischen Antike ein Merkurtempel. Seine Überreste sowie eine monumentale Prozessionstreppe, die von der Stadt zum Tempel empor führte und durch Aufbauten wie eine seitliche Brüstung und kleine Bauwerke hervorgehoben war, wurden in ihren architektonischen Details sowie ihren genauen topographischen Zusammenhängen mit dem antiken Stadtgebiet dokumentiert. Die Reste des Merkur-Tempels wurden im libanesischen Bürgerkrieg fast vollständig zerstört, doch konnten zwischen 2002 und 2005 durch sorgfältige Beobachtung noch erhaltene Fundamente des Tempelpodiums sowie des Propylons festgestellt werden. Erhalten sind zudem mehrere dekorierte Bauteile des Tempels, die sich verstreut in der Nähe ihres ursprünglichen Standortes finden und die eine ungefähre Rekonstruktion erlauben.

Die nachantike Stadtentwicklung: die osmanische Stadt und der Bustan Nassif
Das Teilprojekt widmet sich einerseits der Untersuchung der osmanischen Altstadt, andererseits bietet das Grabungsareal „Bustan Nassif“ die Möglichkeit, die urbane Entwicklung Baalbeks von der Spätantike bis in mamlukische Zeit exemplarisch zu untersuchen.
Durch die Analyse erhaltener Bauten in den Altstadtvierteln sowie die Auswertung historischer Aufnahmen konnten die Struktur der Stadt und der Charakter der Bebauung in osmanischer Zeit rekonstruiert werden.
Die Altstadtviertel innerhalb des mittelalterlichen Stadtmauerringes waren, herkömmlich, getrennt nach Konfessionen von einzelnen Familien bewohnt. Ausdehnung und Erschließung der Viertel spiegeln in vielen Fällen ältere Wegebeziehungen und Wasserversorgungssysteme sowie die Abhängigkeit von natürlichen topographischen Gegebenheiten wider.
Die Wohnviertel dominierte bis ins frühe 20. Jh. ein ländlicher Haustyp, das für die Beqaa typische flach gedeckte, geschlossene Rechteckhaus, wobei in Baalbek ein auf die Wohnfunktion und Vorratshaltung reduzierter urbaner Sondertyp auftritt. Diese regional verwurzelte Bauweise wird in Baalbek, zeitversetzt zu ähnlichen Tendenzen an der levantinischen Küste, erst zu Beginn des 20. Jh. durch neue Bauweisen und Bautypen variiert.
Wie eng die kontinuierliche Entwicklung der Stadt, ebenso wie groß angelegte Stadtumbauphasen mit dem Ausbau und der wechselnden Bedeutung des Heiligtums verbunden sind, lässt sich im Grabungsareal Bustan Nassif beobachten. Hier ist ein weitgreifender Stadtumbau in der Spätantike zu fassen, der sich in der Neuanlage einer auf die Basilika im Altarhof ausgerichteten Säulenstrasse spiegelt, sowie die kontinuierliche Weiternutzung und sukzessive Überformung des Wohnviertels bis ins hohe Mittelalter.

Der Umland-Survey
Survey im Umland von Baalbek © DAIDer Survey im Umland von Baalbek wurde 2004 mit dem Ziel begonnen, Erkenntnisse über das wirtschaftliche Potential und die Siedlungsstruktur im Territorium der Stadt durch die Jahrtausende zu gewinnen. Aufgrund der intensiven Landwirtschaft und demografischen Entwicklung in der Ebene konzentrierte sich die Geländebegehung zunächst vor allem auf die Seitentäler und Anhöhen des Anti-Libanon, wo zahlreiche gut erhaltene, wenn auch durch Raubgräber stark gestörte Siedlungen und Wirtschaftsanlagen gefunden wurden.
Der archäologische Survey wird von Feldforschungen zur geomorphologischen Entwicklung der Landschaft sowie anhand von Satellitenbildern und Luftbildern von Kartierungen landwirtschaftlicher Nutzungsbereiche und weiterer antiker Fundorte begleitet. Der Survey schließt die großflächige Prospektion der antiken Steinbrüche in der Umgebung von Baalbek ein, die 2008 archäologisch und topographisch durchgeführt wurde.

Die Funddepots
Verschiedene Funddepots beherbergen eine große Anzahl von Fragmenten des Architekturdekors, von Skulptur, Keramik und Kleinfunden, die Hinweise auf die Ausstattung und Nutzung der Bauwerke in römischer, spätantiker und islamisch-mittelalterlicher Zeit liefern. Ihre Analyse, Datierung und Herkunft erlaubt auch Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Potenz und den Grad des Kontaktes des Heiligtums in den Osten und Westen zur Zeit der antiken Reiche.

Geodätische Arbeiten
Die geodätischen Arbeiten dienten zunächst dem Aufbau eines präzisen archäologischen Vermessungsnetzes, in das die verschiedenen älteren Meßnetze überführt wurden und neue Aufnahmen eingebunden werden können. Wesentlich für die Rekonstruktion der Stadt ist jedoch die geometrische Auswertung von vielfältigen historischen Plan- und Bildmaterialien. Für die verschiedenen Aufgaben von Geländemodellierung bis Bauteilaufnahme kommen Verfahren wie Photogrammetrie und Luftbildentzerrung zum Einsatz, darüber hinaus werden neue Werkzeuge zur stereophotogrammetrischen Auswertung erprobt und weiterentwickelt.

Geophysikalische Arbeiten
Geophysikalische Untersuchungsmethoden werden eingesetzt, um auch in denjenigen Bereichen Erkenntnisse über im Boden verborgene archäologische Strukturen zu erhalten, in denen Ausgrabungen nur schwer möglich sind. Im Frühjahr 2008 wurden im Bereich des Jupiter-Heiligtums, des sog. Venus-Areals und im Bustan el-Khan geoelektrische Bodenwiderstandsmessungen durchgeführt, die wesentliche Informationen über die geologische Ausgangssituation in den Arealen und unter den monumentalen Bauwerken lieferten. Im den Jahren 2009 und 2010 wurden zusätzlich mit Georadar ausgewählte Flächen untersucht, die nicht mehr zugänglich sind, unter denen aber antike Baubefunde vorhanden waren.

GIS
2004 wurde mit der Konzeption und Realisierung eines über das Internet zugänglichen stadtgeschichtlich-archäologischen Informationssystems begonnen. Das System soll den dezentral arbeitenden Forschergruppen einen möglichst aktuellen Zugang zu allen Daten aus über 100 Jahren Forschungsgeschichte sowie zu den ständig neu dazu kommenden archäologischen und baugeschichtlichen Aufnahmen und Befunden erlauben und die Fülle des Datenmaterials für weiterführende Auswertungen in geeigneter Form darstellen. Bei der Entwicklung der Datenbanken und des GIS- Modells werden Open Source-Anwendungen sowie Überlegungen zur Nutzbarmachung der Arbeiten für andere Forschungsprojekte besonders berücksichtigt.

Aufarbeitung von Archivmaterial
In Kooperation mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin wurden alle dort aufbewahrten Münzen von Baalbek (Städteprägungen von Heliopolis und Fundmünzen von Baalbek aus den alten Grabungen der Königlichen Museen) vollständig im Online-Katalog des Münzkabinetts publiziert.
In einem weiteren Teilprojekt werden alle verfügbaren historischen Unterlagen zur wissenschaftlichen Erforschung Baalbeks – Wissenschaftler-Nachlässe, historische Photographie und Zeichnungen – gesichtet und für die Forschungsgeschichte Baalbeks aufgearbeitet.

Ergebnisse

Erstes Ergebnis der archäologisch-bauhistorischen und geodätischen Dokumentationen sind neue Hypothesen zur Bauabfolge der Tempel und ihrer Bezüge zueinander. In der hellenistischen Zeit wird der sehr alte, aber recht kleine Siedlungshügel, der sicher schon einen Tempel aufwies, vollständig überbaut und ein erstes großes Heiligtum errichtet. Die Stadt wurde wohl an den Fuß des Heiligtums umgesiedelt. Zu dieser frühen Zeit könnte eine noch im modernen Stadtbild erkennbare Straßenachse angelegt worden sein, die auf einen weiteren, religiös wichtigen Bau im Stadtviertel Haret Beit Sulh hinweist. Der Fund einer überlebensgroßen Venusstatue im 19. Jh. wohl in diesem Viertel läßt einen Venus-Bezirk vermuten. Der Jupiter-Tempel wie auch der sog. Musen-Tempel scheinen axial auf diesen hypothetischen Tempel ausgerichtet zu sein. Dies gilt auch noch für den Ausbau des Jupiter-Heiligtums in römischer Zeit. Später, im Verlaufe des 2. Jh. n. Chr. wird zunächst der sog. Bacchus-Tempel gebaut und der wohl aufgegebene sog. Musen-Tempel durch eine Säulenhalle verdeckt. Der Merkur-Tempel auf dem Sheikh Abdallah und der monumentale Ausbau des Stadtgebietes im Südwesten, im Gebiet des Bustan el Khan, werden in Angriff genommen. Erst im 3. Jh. n. Chr. wird der kleine sog. Venus-Tempel, dessen populärer Name „Venus-Tempel“ in jedem Fall falsch ist, in Ersatz des alten sog. Musen-Tempels errichtet und auf das Jupiter-Heiligtum ausgerichtet. Umbauten im Jupiter-Heiligtum sind die letzten Baumaßnahmen, die unter römischer Herrschaft unternommen werden. In frühchristlicher Zeit wird das sog. Venus-Tempelareal in einen christlichen Kirchenkomplex umgewandelt und im 5. Jh. eine große Basilika in den Altarhof des Jupiter-Tempels eingebaut. Im 12./13. Jh. n. Chr. endlich wird der religiöse Charakter des Komplexes aufgegeben und das Jupiter-Heiligtum in eine sehr wehrhafte Burg umgebaut, die genügend Fläche für einen reich ausgestatteten Gouverneurspalast bot. Gleichzeitig scheint die Stadt Baalbek, am Fuße der Burg, sich nun erstmals wieder über die Grenzen der Stadtmauer vergrößert zu haben. Im Bustan el Khan, außerhalb der mittelalterlichen Stadteinschließung gelegen, finden sich erneut Bauten, jetzt Privathäuser und Bäder.

Kooperation

Die aktuellen Arbeiten erfolgen in Kooperation zwischen der Direction Générale des Antiquités du Liban, dem Deutschen Archäologischen Institut und der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus/ Lehrstuhl für Baugeschichte. Sie werden seit 2005 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Folgende libanesische und deutsche Institutionen sind durch Mitarbeiter beteiligt:
1. Lebanese University Beirut (Dr. Jeanine Abdul-Massih)
2. Tripoli School of Architecture (Dipl.-Ing. Jean Yasmine)
3. Deutsches Archäologisches Institut – Naturwissenschaftliches Referat
4. Brandenburgische Technische Universität Cottbus, Lehrstuhl für Vermessungskunde (Prof. Dr.-Ing. Bernhard Ritter, Dipl.-Ing. Frank Henze)
5. Christian-Albrechts-Universität Kiel – Lehrstuhl für Klassische Archäologie (Prof. Dr. Konrad Hitzl).
5. Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin

Externer Ansprechpartner

Prof. Dr. Klaus Rheidt
Lehrstuhl für Baugeschichte
BTU Cottbus

Bibliographie

Th. Wiegand (Hrsg.), Baalbek. Ergebnisse der Ausgrabungen und Untersuchungen in den Jahren 1898-1905 Band I-III (1921-25); P. Collart – P. Coupel, L’autel monumental de Baalbek (1951); Liban – Les Dossiers de l’Archéologie 12 (1975); N. Jidejian, Baalbek: Heliopolis, „City of the Sun“ (1975/1998); F. Ragette, Baalbek (1980); M. van Ess, Heliopolis – Baalbek, Forschen in Ruinen 1898 – 1998 (Beirut 1998); A. Neuwirth – T. Scheffler – H. Sader (Hrsg.), Baalbek: Image and Monument 1898 – 1998, Beiruter Texte und Studien 69 (Beirut 1998); M. van Ess – T. Weber (Hrsg.), Baalbek. Im Bann römischer Monumentalarchitektur (Mainz, Philipp von Zabern 1999); M. van Ess (with contributions from T. Bunk, V. Daiber, B. Fischer-Genz, F. Henze, K. Hitzl, F. Hoebel, B. Ritter, H. Wienholz), „Archaeological Research in Baalbek. A preliminary report on the 2001–2003 seasons“, Bulletin d'Archeologie et d'Architecture Libanaise (BAAL) 7, 2003, 109–144; M. van Ess – K. Rheidt, Archaeological Research in Baalbek. A preliminary report on the 2004 and 2005 seasons, BAAL 9, 2005, 117–146.; V. Daiber, Baalbek: die mittelalterlichen Feinwaren, Orient-Archäologie (OrA) 18, 2006, 111-166; M. van Ess (with contributions from J. Abdul Massih, N. Chahine, V. Daiber, H. Ehrig, M. van Ess, S. Feix, B. Fischer-Genz, H. Genz, F. Henze, K. Hitzl, F. Hoebel, H. Lehmann, D. Lohmann, J. Nádor, K. Rheidt, D. Rokitta-Krumnow, A. Seif, F. Wakim, H. Wienholz, J. Yasmine), Baalbek/Heliopolis. Results of the archaeological and architectural research 2002-2005, BAAL Hors-Série IV, 2008.
Weitere Literaturangaben, insbesondere zu vielen religionswissenschaftlichen und kunsthistorischen, wissenschaftlichen Themen finden sich in: M. van Ess – T. Weber (Hrsg.), Baalbek. Im Bann römischer Monumentalarchitektur (Mainz, Philipp von Zabern 1999).

Förderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mehr

Aktuelle Projekte

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Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die als Bundesanstalt zum Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts gehört. Das Institut mit Zentrale in Berlin und mehreren Kommissionen und Abteilungen im In- und Ausland führt archäologische Ausgrabungen und Forschungen durch und pflegt Kontakte zur internationalen Wissenschaft.
Das Institut veranstaltet wissenschaftliche Kongresse, Kolloquien und Führungen und informiert die Öffentlichkeit über seine Arbeit.  

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