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Toten- und Götterkult in Gabii und Latium 650-500 v. Chr.

Während der Urbanisierung Latiums im 7. und 6. Jh. v. Chr. kam mit den städtischen Heiligtümern eine neue Form heiligen Handelns auf. Sie wird in den Zwölf-Tafel-Gesetzen als sacra publica gegenüber den sacra privata (Toten- und Hauskulten) abgegrenzt. Einer der ältesten dieser latinischen Kultbezirke ist das Ostheiligtum von Gabii. Aufgrund der guten Erhaltungsbedingungen können hier die sacra publica in ihrer Entstehungsphase gut untersucht werden.

Die Funde aus dem Ostheiligtum stammen größtenteils aus einer großen Votivgrube, die vor dem um 570 v. Chr. erbauten Tempel in den Tuff gegraben wurde. Seit seiner Ausgrabung 1976-77 wurden nur wenige Funde des Komplexes publiziert; eine Untersuchung des Gesamtspektrums steht noch aus. Sie soll klären, wie Rituale und heilige Orte im 7. und 6. Jh. v. Chr. aussahen: Wie setzte sich das Ensemble der Weihgaben zusammen und worin unterschied es sich von dem der Nekropolen, die noch im 7. Jh. als Hauptschauplätze kultischer Niederlegungen fungierten? Welche Rolle spielt Bankett- und Symposionskeramik und welche die speziell für kultische Zwecke gefertigte Keramik, wie beispielsweise Miniatur- und Libationsgefäße? Neben dem Beginn des Kultes und dessen Beziehungen zu etruskischen und griechischen Vorbildern steht seine Erscheinungs- und Ausdrucksform in archaischer Zeit im Mittelpunkt.

Kontakt: G. Zuchtriegel, Abteilung Rom

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