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Richtlinien für Fortbildungsstipendien des Deutschen Archäologischen Instituts gem. Genehmigung des Auswärtigen Amtes vom 06. Juli 2001

1. Die Stipendien werden für umgrenzte Forschungsvorhaben vergeben, die im Interesse des Deutschen Archäologischen Instituts liegen. Sie dienen der Fortbildung und somit der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

2. Voraussetzung für die Bewerbung ist die Promotion, bei Bauforschern das Diplomexamen. Die Bewerber sollen nicht älter als 40 Jahre sein und der Hochschulabschluss nicht länger als 10 Jahre zurückliegen. Sie müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.

3. Die Fortbildungsstipendien werden durch die Zentraldirektion des Deutschen Archäologischen Instituts auf Vorschlag des Präsidenten entweder auf ihren Sitzungen oder im Umlaufverfahren vergeben. Sie werden für die Dauer von mindestens einem Jahr verliehen. Die Gesamtdauer darf nur in Ausnahmefällen drei Jahre überschreiten. Über Verlängerungen entscheidet die Zentraldirektion jeweils neu.

4. Mit der Bewerbung sind folgende Unterlagen vorzulegen:

 

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      4.5.1 Thema.
      4.5.2 Darstellung des gegenwärtigen Erkenntnisstandes und der eigenen Vorarbeiten.
      4.5.3 Aufgabenstellung und Ziel des Vorhabens.
      4.5.4 Arbeitsprogramm und vorgesehene Forschungsmethoden.
      4.5.5 Bedeutung des Forschungsvorhabens für die weiteren wissenschaftlichen und beruflichen Pläne.
      4.5.6 Dauer des Forschungsvorhabens und Zeitraum, für den das Stipendium erbeten wird.
      4.5.7 Zuwendungen von anderer Seite (gewährte und /oder beantragte).
      4.5.8 Zusagen aller Einrichtungen, bei denen das Forschungsvorhaben durchgeführt werden soll.
      4.5.9 zwei Gutachten anerkannter Fachgelehrter über die Eignung des Bewerbers
      4.5.10 veranschlagte Sachkosten, die über die pauschale Sachbeihilfe hinausgehen.
  • 4.1 Ausgefüllter Fragebogen

    4.2 Lebenslauf

    4.3 Promotionsurkunde, Diplomexamensurkunde und andere akademische Zeugnisse

    4.4 Schriftenverzeichnis

    4.5 Nähere Angaben über das Forschungsvorhaben:

5. Das Fortbildungsstipendium ist monatlich mit 1.073,71 Euro dotiert. Davon sind 562,42 Euro als Zuschuss für die Bestreitung des Lebensunterhaltes und 511,29 Euro als Sachbeihilfe bestimmt. Hinzu kommt ein Zuschlag von 153,39 Euro, wenn der Stipendiat verheiratet ist und der Ehegatte im Bewilligungszeitraum kein eigenes Einkommen hat.

Bei Aufenthalt im Ausland wird ein Auslandszuschlag nach entsprechender Anwendung von § 1 der Verordnung über die Zuschläge zu dem Bedarf nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz bei einer Ausbildung im Ausland vom 25. 6. 1986 in der jeweiligen Fassung gezahlt.

Über die Sachbeihilfe hinausgehende Sachkosten können nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel übernommen werden. Die Gewährung setzt die vorherige Beantragung voraus.Durch die Vergabe eines Fortbildungsstipendiums wird kein Arbeitsverhältnis zwischen dem Empfänger und dem Deutschen Archäologischen Institut begründet. Der Stipendiat wird nicht zu einer bestimmten wissenschaftlichen oder künstlerischen Gegenleistung oder zu einer Arbeitnehmertätigkeit verpflichtet. Bewerber, die sich anderweitig in einem Arbeitsverhältnis befinden, müssen sich für das Stipendium beurlauben lassen.

6. Der Stipendiat ist verpflichtet, dem Präsidenten des Deutschen Archäologischen Instituts über den Stand der Untersuchungen halbjährlich einen Zwischenbericht und nach Ablauf des Stipendiums einen Abschlussbericht vorzulegen.

7. Bei Vorliegen wichtiger Gründe kann das Fortbildungsstipendium widerrufen werden.

gez. Prof. Dr. Helmut Kyrieleis

Kontakt

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Das Institut veranstaltet wissenschaftliche Kongresse, Kolloquien und Führungen und informiert die Öffentlichkeit über seine Arbeit.  

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