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Deutsches Archäologisches Institut
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Grußwort
Neues aus der Alten Welt – so könnte der Newsletter überschrieben sein, den das Deutsche Archäologische Institut hiermit erstmals vorlegt. Neues gibt es in Fülle zu vermelden. Es geht weit über die eigentliche Grabungs- und Feldforschungstätigkeit hinaus, die freilich das Kerngeschäft und die Grundlage bleibt. Wichtige personelle Veränderungen und strukturelle Weiterungen haben sich in jüngster Zeit ergeben. Innovative interdisziplinäre Forschungsprojekte konnten durch erfolgreiche Anwerbung von Drittmitteln auf den Weg gebracht werden. Aber auch kooperativ angelegte Ausstellungen, Koordinierungen infrastruktureller Maßnahmen und kulturhistorische Zusammenfassungen in Form von Tagungen zeigen, mit welcher Kompetenz und Spritzigkeit das DAI seine Rolle im Rahmen der internationalen Forschung wahrnimmt. Darüber hinaus demonstriert es immer wieder, wie bedeutsam der Beitrag der Archäologie für eine historisch vertiefte Kenntnis fremder Kulturen und eigener Traditionen ist. Damit hat sie auch der Gegenwart etwas zu sagen. Und auch dieser Aufgabe stellt sich das Institut mit vergrößertem Engagement und einer neu strukturierten und besser ausgestatteten Öffentlichkeitsarbeit. Das mag der Newsletter verdeutlichen, der einige der hier angesprochenen Neuigkeiten exemplarisch vorstellt. Möge er reichlich Aufmerksamkeit finden, weiteres Interesse an der Erforschung der alten Kulturen wecken und der Archäologie neue Freunde gewinnen.
| PS: | In manchen E-Mail-Umgebungen kann es bei der Ansicht von HTML-Emails zu Darstellungsproblemen kommen. Sie können in diesem Fall mithilfe Ihres Programms "fehlende Bilder nachladen", oder den Newsletter online bzw. als Druckversion (PDF, 1.27MB) einsehen. |
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Prof. Dr. Stephan J. Seidlmayer neuer Direktor der Abteilung Kairo
 Ende Oktober verabschiedete die Abteilung Kairo ihren langjährigen Direktor Prof. Dr. Günter Dreyer. Seine Nachfolge trat zum 1. Mai 2009 Prof. Dr. Stephan Johannes Seidlmayer an.
Günter Dreyer, der die Abteilung seit 1998 leitete, wurde insbesondere durch seine Forschungsarbeit zum Königsfriedhof von Abydos bekannt, wo er seit 1978 Grabungen durchführte. Besondere Aufmerksamkeit erweckten die 1988 hier gemachten Funde der frühesten Schriftzeugnisse Ägyptens, kleine Anhängetäfelchen aus Knochen und Elfenbein. Darüber hinaus forschte Prof. Dreyer an zahlreichen archäologischen Stätten Ägyptens, u. a. Elephantine, Gisa und Sakkara.
Sein Amtsnachfolger Stephan Seidlmayer war zuletzt Professor für Ägyptologie am Ägyptologischen Seminar der Freien Universität Berlin und Leiter des Projekts Altägyptisches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Durch seine Mitwirkung an Ausgrabungen in Elephantine und Dahschur ist er dem DAI bereits seit 1978 verbunden.
Weitere Informationen unter www.dainst.org/abteilung.php?id=265
Neue Außenstelle in Peking
 Mit der Gründung der Außenstelle Peking im Frühjahr 2009 verfolgt das DAI das Ziel, den Austausch zwischen den Archäologischen Wissenschaften Deutschlands und Chinas über die seit 1980 betriebene Kooperation hinaus zu vertiefen und auszuweiten. Sie dient dem Studium der Alten Kultur und Geschichte Chinas durch Wissenschaftler beider Länder.
Wichtige Elemente dieser Kooperation sind beispielsweise:
- Einladung renommierter chinesischer Archäologen an deutsche Hochschulen zu Lehraufenthalten;
- Förderung der Ausbildung junger chinesischer Archäologen auf dem Gebiet der Vermessungstechnik, Funddokumentation und Fundkonservierung;
- Herausgabe der Publikationsreihe „Archäologie in China“, in der in enger Kooperation mit den jeweiligen chinesischen Archäologen neueste Forschungsergebnisse in englischer oder deutscher Sprache veröffentlicht werden;
- Organisation von internationalen Workshops und Vortragsveranstaltungen in China
- gemeinsame Durchführung von Forschungsprojekten zu verschiedenen Themen der Besiedlungsgeschichte Nordchinas vom Paläolithikum bis zum Mittelalter in Bezug zu Landschafts- und Klimawandel mit chinesischen Partnerinstitutionen.
Neue Forschungsstelle in Lissabon
 Am 20. Mai 2009 wurde das Memorandum zur Einrichtung einer Forschungsstelle des DAI in Lissabon unter Anwesenheit des Präsidenten des DAI, Prof. Gehrke, des Direktors des IGESPAR (Portugiesisches Amt für Architektur- und Bodendenkmalpflege), Dr. Summavielle, sowie des Geschäftsträgers der Deutschen Botschaft in Lissabon, Dr. Rückert, unterschrieben.
Die neue Forschungsstelle ermöglicht die intensivere Betreuung der bereits in Portugal bestehenden Projekte. Ein Beispiel ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt zur systematischen Aufnahme sämtlicher Elfenbeinobjekte der Iberischen Halbinsel, die sich vom Beginn des Chalkolithikums um 3000 v. Chr. bis zum Ende der Frühen Bronzezeit um 1650 v. Chr. datieren lassen. Durch die optische Überprüfung vor Ort in etwa 30 Museen und Sammlungen konnte die Zahl der uns bekannten Objekte auf das Fünffache des bis dahin angenommenen Wertes erhöht und insgesamt 1100 Objekte in ca. 140 Fundstellen erfasst werden.
Mithilfe von naturwissenschaftlichen Analysen soll versucht werden, die genauen Rohmateriallieferanten des Elfenbeins und die geographische Herkunft desselben zu identifizieren. Bisher ging man in der archäologischen Forschung davon aus, dass das Elfenbein aus dem westlichen Maghreb im Austausch gegen keramische und metallische Erzeugnisse auf die Iberische Halbinsel gelangte. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Arun Banerjee (INCENTIVS) konnte aber nun zum ersten Mal für Elfenbein der Iberischen Halbinsel eine naturwissenschaftliche Bestimmung der dahinter stehenden Tierart durchgeführt werden. Diese Analyse mittels zerstörungsfrei arbeitender Fourier-Transformations-Infrarot-Spektroskopie (FTIR) erbrachte überraschende Ergebnisse. So wurde festgestellt, dass bereits seit dem Beginn des 3. Jts. v. Chr. überwiegend Elfenbein vom asiatischen Elefanten (Elephas maximus) eine Verwendung fand, welches wohl über Syrien eingeführt wurde. Aus der jüngeren Frühbronzezeit liegen dagegen sehr unterschiedliche Rohmaterialien, wie Elfenbein des asiatischen Elefanten, des afrikanischen Steppenelefanten und auch vom Flusspferd, vor. Ein Teil des Rohmaterials dürfte aber tatsächlich aus Nordafrika die Iberische Halbinsel erreicht haben.
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DAI federführend bei der Einrichtung eines IT Kompetenzzentrums im Bereich der Archäologie und Altertumswissenschaften
Die Archäologie und die Altertumswissenschaften stehen zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor einer neuen Herausforderung. Die meisten Forschungsdaten werden nicht mehr analog, sondern digital generiert, für die entsprechende Standards jedoch noch weitgehend fehlen. Die Daten sind sehr heterogen und reichen von textbasierten und kunsthistorischen Analysen bis hin zu groß angelegten Regionalstudien mit Hilfe moderner Grabungs-, Vermessungs- und Fernerkundungstechniken. Doch bislang fehlt eine zentrale Einrichtung, die für die Erhebung digitaler Daten in den Altertumswissenschaften insgesamt eine koordinierende Rolle übernimmt. Sie müsste nicht nur für die mittel- und langfristige Sicherung digitaler Daten Sorge tragen, sondern auch Konzepte für einen Datenaustausch im internationalen Maßstab entwickeln.
Ein solches Kompetenzzentrum wäre im Bereich der Archäologie und Altertumswissenschaften ein dringliches Desiderat. Vergleichbare Zentren sind derzeit in den Niederlanden und Großbritannien im Aufbau begriffen. In Deutschland fehlt eine entsprechende Institution, obwohl die Altertumswissenschaften und die Archäologie in einer weltweit einmaligen Breite vertreten sind. Hierzu zählen das DAI mit seinen Forschungsprojekten auf allen 5 Kontinenten, ferner die Landesdenkmalämter als Repräsentanten der nationalen Archäologie, die Universitätsbibliotheken mit Sammelschwerpunkten im Bereich der Altertumswissenschaften und der Archäologie, die Akademien mit ihren Langfristprojekten u. a. im Bereich der griechischen und lateinischen Inschriftenkunde, Museen sowie universitäre Projekte zur Datenzusammenführung, -vorhaltung und Langzeitspeicherung.
Auf einer strategischen Tagung der DFG am 16./17. April, bei der diese Institutionen vertreten waren, wurde grundsätzlich über die Notwendigkeit eines Kompetenzzentrums Einvernehmen erzielt. Bei diesem Treffen wurde dem DAI von der scientific community eine Schlüsselfunktion zuerkannt, weil es national und weltweit vorzüglich vernetzt ist und insbesondere in der Kooperation mit der Universität zu Köln bereits wichtige Schritte zum Aufbau eines solchen Zentrums eingeleitet hat.
Die scientific community schreibt dieser Aufgabe für die kommenden Jahre höchste Priorität zu. Es sieht darin auch eine große Chance, seine besondere Position in der nationalen wie internationalen Wissenschaftslandschaft nachhaltig zu stärken. Zugleich folgt sie damit den Empfehlungen, die der Wissenschaftsrat im Rahmen seiner kürzlich erfolgten, für das DAI höchst positiven Evaluierung ausgesprochen hat. Deshalb ist es nunmehr federführend für eine von der DFG eingerichtete Arbeitsgruppe unter Beteiligung der o.a. Einrichtungen tätig. Diese soll auch der Einwerbung von Drittmitteln (u.a. DFG, EU-Programme) dienen, die für die Realisierung des ambitionierten Plans notwendig sind.
Netzwerk „Epochenwandel und historische Veränderungssprozesse in Anatolien“
Nach dem Abschluß des ersten Netzwerkprojekts unter dem Titel „Manifestationen von Macht und Hierarchien in Stadtraum und Landschaft“ ist an der Abteilung Istanbul ein neues wissenschaftliches Netzwerk zum Thema „Epochenwandel und historische Veränderungssprozesse in Anatolien“ eingerichtet worden. In den Jahren 2009 und 2010 sollen zu diesem Thema Projekte von Mitarbeitern und Stipendiaten der Abteilung sowie von auswärtigen Kolleginnen und Kollegen methodisch und inhaltlich zusammenführt werden. Ziel des Schwerpunktes ist es wie schon bei dem Vorgängerprojekt, das spezifische Profil der Abteilung für die Nachwuchsförderung zu nutzen und wissenschaftliche Synergien auf dem Gebiet der archäologischen Forschung zu erzielen. Das Netzwerk schließt sich thematisch an das Forschungscluster 3 „Politische Räume“ des DAI an.
Ressourcennutzung auf der Osterinsel (Rapanui/Isla de Pascua)
 Seit 2007 beteiligt sich die von der KAAK geleitete Expedition in Kooperation mit dem staatlichen Denkmalpflegeamt sowie mit verschiedenen Behörden und einheimischen Spezialisten auf der heute zu Chile gehörenden Osterinsel an der Erforschung der Rapanui-Kultur (ca. 10. Jahrhundert bis 1722). Deren materielle Zeugnisse und mündliche Überlieferungen gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Als auffälligste kulturelle Ausdrucksform entwickelte sich vor allem entlang der Felsküste eine dem Ahnenkult dienende Plattform-Architektur (Ahu) mit Krematorien und integrierten Grabkammern. Diese wird häufig durch anthropomorphe Monumentalplastiken (Moai) aus weichem Tuffstein ergänzt. Weit über 800 derartige Figuren sind bislang von der Insel bekannt, die meisten von ihnen stehen an ihrem Herstellungsort im Steinbruch am Vulkan Rano Raraku, säumen vereinzelt die speziell für den Statuentransport angelegten Straßen bzw. liegen - ursprünglich einzeln oder in Gruppen aufgestellt- umgestürzt in der Nähe der für sie bestimmten Plattformen.
Einen Schwerpunkt der Arbeiten der drei Kampagnen 2007-2009 bildete u.a. die Dokumentation der Ahu und Moai. Diese erfolgte durch terrestrisches 3D Laserscanning und photogrammetrische Aufnahmen, beides vorgenommen durch Spezialisten der HafenCity Universität Hamburg. Dabei war die Wahl eines berührungslosen Messverfahrens von großer Bedeutung, da die Ahu nicht betreten und die Figuren nicht berührt werden dürfen. Die gewonnenen Daten wurden über Positionsbestimmungen mit dem Global Positioning System (GPS) in das bestehende Koordinatensystem der Insel integriert, um später alle relevanten Daten zu den Monumenten und Fundplätzen in einem Geoinformationssystem zusammenlaufen zu lassen.
Die 3D-Daten der Monumente dienen der Erfassung von Schäden durch Mensch und Natur sowie dem Erhalt und Restaurierung der einmaligen Steinobjekte. Ferner können auf Basis dieser Daten Repliken erstellt oder die virtuellen Modelle zur Präsentation für ein breites Publikum herangezogen werden.
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Ausstellung: ZeitRäume - Milet in Kaiserzeit und Spätantike
 Eine Ausstellung der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin und des DAI im Pergamonmuseum.
Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Funde aus der kleinasiatischen Metropole Milet. Zu sehen sind Architekturglieder, Skulpturen und Inschriften aus eigenen Beständen der Antikensammlung, wobei das frisch restaurierte Markttor im Saal der römischen Architektur im Mittelpunkt steht.
Die Feldforschungen am Markttor und an den Faustinathermen, die die Antikensammlung seit 2004 zusammen mit der Universität Leipzig und dem Deutschen Archäologischen Institut unternimmt, führen exemplarisch den Wandel einer griechisch-römischen Metropole von der Kaiserzeit über die Spätantike bis in die byzantinische Zeit vor Augen.
Für die Ausstellung im Pergamonmuseum wurden zahlreiche Objekte restauriert, die aus konservatorischen Gründen lange Zeit nicht mehr gezeigt werden konnten. Die Präsentation, die vom Exzellenzcluster TOPOI der Berliner Universitäten und dem Verein der Freunde der Antike auf der Museumsinsel Berlin e.V. unterstützt wird, runden Modelle und 3D-Rekonstruktionen ab.
Die Ausstellung ist vom 6. Mai 2009 bis zum 10. Januar 2010 zu sehen.
Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr.
Der Eintritt in die Ausstellung ist im Preis des Haustickets Pergamonmuseum bzw. der Standortkarte Museumsinsel inbegriffen. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im Verlag Schnell & Steiner mit 208 teils farbigen Abbildungen und 228 Seiten. Preis in der Ausstellung: € 16,- .
Ausstellung: „Ackern, Flößen, Jagen. Ernährung und Holznutzung in Berlin und Brandenburg in vorindustrieller Zeit“ – verlängert bis zum 31.08.2009
 Zu den wichtigsten Ressourcen des Menschen haben seit jeher Pflanzen und Tiere gehört.
Sie lieferten ihm nicht nur die täglich notwendige Nahrung, sondern auch wertvolle Rohstoffe. Von Pflanzen bezog der Mensch Faser-, Gerb- und Farbstoffe, aber auch Arznei- und Heilmittel. Über Jahrtausende diente ihm das Holz der Bäume als universell einsetzbares Baumaterial sowie zum Kochen und Heizen. Wichtige tierische Rohstoffe waren Wolle, Felle und Pelze für die Bekleidung. Geweih, Horn, Zahn und Knochen dienten der Herstellung von Gegenständen des täglichen Bedarfs. Bis zur Erfindung von Eisenbahn und Automobil beruhte jeglicher Transport auf der Muskelkraft von domestizierten Tieren.
Die vielfältigen Nutzbeziehungen zwischen Menschen sowie Pflanzen und Tieren in ur- und frühgeschichtlicher Zeit lassen sich durch archäologische Ausgrabungen wieder sichtbar machen. Dabei spielen naturwissenschaftliche Untersuchungen an den spezifischen Sachüberresten wie verkohlten Pflanzensamen, Tierknochen, Hölzern u.a. eine wichtige Rolle. Die Analyse derartiger Funde erlaubt einzigartige Aussagen zu Wirtschaft und Umwelt und damit zu den Lebensbedingungen des Menschen in der Vergangenheit.
Die Ausstellung "Ackern, Flößen, Jagen" vermittelt Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Nahrungswirtschaft - Ackerbau, Tierhaltung, Jagd und Fischfang - sowie in die Holzversorgung und die Verwendung von Holz als Baumaterial im Gebiet von Berlin und Brandenburg. Diese Themen werden an ausgewählten Funden und Befunden aus dem Zeitraum von der Jungsteinzeit bis zum ausgehenden Mittelalter dargestellt. Im Mittelpunkt stehen Untersuchungsergebnisse von Ausgrabungen der Archäologischen Denkmalpflege in den letzten Jahren.
Botanischer Garten und Botanisches Museum
Berlin-Dahlem, Freie Universität Berlin
Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin
Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr
Eintritt: Erwachsene 2€, ermäßigt 1€
40 Jahre deutsche Forschung im Jemen – Vortragsreihe der Orient-Abteilung Juni bis November 2009 im Auswärtigen Amt
Die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Arabischen Republik Jemen und der Bundesrepublik Deutschland vor 40 Jahren (1969) und die Beendigung des Bürgerkrieges im Jemen (1970) waren wichtige Voraussetzungen für die Etablierung kontinuierlicher deutscher Forschungstätigkeit im Jemen, insbesondere auf archäologischem Gebiet. Seit jener Zeit sind im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit nicht nur aufsehenerregende archäologische Funde und Befunde ans Tageslicht gekommen, sondern auch zahlreiche persönliche und institutionelle Beziehungen entstanden, die neben der wissenschaftlichen auch die kulturpolitische Zusammenarbeit beflügelt haben.
Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums veranstaltet das DAI von Juni bis November eine Vortragsreihe, in der herausragende Themen der Archäologie und Kulturgeschichte des Jemen einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden. In den einzelnen Beiträgen werden nicht nur Denkmäler präsentiert, die für die moderne Identität des Jemen von Bedeutung sind, sondern auch solche, die Höhepunkte seiner Geschichte kennzeichnen und bis ins frühe 1. Jahrtausend v.Chr. zurückreichen. Die Stärke des Jemen in vorislamischer Zeit beruhte auf einer Landwirtschaft , die es – in besonderer Weise durch den Naturraum geprägt – verstand, mit der Ressource Wasser nachhaltig umzugehen. Einen Anstoß für den sagenhaften Reichtum bildeten zudem lukrative Handelsbeziehungen, die bis in den Mittelmeerraum reichten. Faszinierende Einblicke in die Religion Südarabiens in vorislamischer und islamischer Zeit runden das in der Vortragsreihe gezeichnete Bild des Jemen ab.
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17.06. | Dr. Iris Gerlach
Südarabien in vorislamischer Zeit: Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts im Reich von Saba |
08.07. | Dr. Ueli Brunner
Die Gärten der Königin von Saba |
26.08. | Prof. Dr. Norbert Nebes
Kriegsherren der Weihrauchstraße: Zur Geschichte Südarabiens im frühen 1. Jt.v.Chr. |
09.09. | Holger Hitgen, M.A.
Römer im Jemen? Mediterrane Kultureinflüsse in Südarabien während der ersten Jahrhunderte n.Chr. |
14.10. | Dr. Hans-Caspar Graf von Bothmer
Überraschende Pracht: Früheste Koranhandschriften aus der Großen Moschee in Sanaa |
11.11. | Prof. Dr. Walter W. Müller
Religion im vorislamischen Südarabien |
Jeweils 18.00-20.00 Uhr
Besucherzentrum des Auswärtigen Amtes, Fritz-Kolbe-Saal
Am Werderschen Markt 1
10117 Berlin
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Andrea Faber; Adolf Hoffmann
Die Casa del Fauno in Pompeji (VI 12) 1
Stratigraphische Befunde der Ausgrabungen in den Jahren 1961 bis 1963 (von Andrea Faber) Bauhistorische Analyse (von Adolf Hoffmann)
Band 25 der Reihe Archäologische Forschungen
ISBN 978-3-89500-650-0
2009, Gebunden. 340 Seiten, 297 x 210 mm, 114 s/w Abb., 7 farb. Abb., 12 farb. Tabellen, mit 12 farbige Falttafeln (nicht eingebunden) und 1 Bilddaten-DVD
ca. 98,00 €
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Dieter Mertens (Hrsg.)
Stadtverkehr in der antiken Welt
IInternationales Kolloquium zur 175-Jahrfeier des Deutschen Archäologischen Instituts Rom, 21. bis 23. April 2004
Band 18 der Reihe Palilia
ISBN 978-3-89500-665-4
2008, Broschur. 244 Seiten, 290 x 220 mm, 175 s/w Abb.
39,00 €
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Austausch und Inspiration
Kulturkontakt als Impuls architektonischer Innovation
Diskussionen zur Archäologischen Bauforschung Band 9
Hrsg.: Felix Pirson und Ulrike Wulf-Rheidt
Kolloquium vom 28.-30.04.2006 in Berlin anlässlich des 65. Geburtstages von Adolf Hoffman
2008. XII; 319 Seiten mit 368 Abbildungen; Format: 20,5 x 27,5 cm; geb.
ISBN 978-3-8053-3925-4
65,00 €
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New Technologies for Archaeology
Multidisciplinary Investigations in Palpa and Nasca, Peru
Series: Natural Science in Archaeology
Reindel, Markus; Wagner, Günther A. (Eds.)
2009, XVII, 512 p. 223 illus., Hardcover
ISBN: 978-3-540-87437-9
139,05 €
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