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Sie haben Fragen zur Verfolgung des illegalen Handels oder Schmuggels von archäologischen Fundstücken?

Im Kunsthandel stellt der illegale Handel mit gestohlenen oder aus Raubgrabungen gewonnenen und über Staatengrenzen geschmuggelten Gütern ein großes Problem dar (vgl. dazu beispielsweise die beiden Zeitungsartikel aus dem Tagesspiegel und der Schwäbischen Zeitung (PDF).

Der Handel mit illegal erworbenen Kulturgütern wird international durch das UNESCO-Übereinkommen über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der rechtswidrigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut geächtet, dem die Bundesrepublik Deutschland kürzlich beigetreten ist (siehe dazu die Homepage der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.).

In Deutschland ist das UNESCO-Übereinkommen durch ein entsprechendes Ausführungsgesetz (KultGüRückG) vom 18.Mai 2007 in Deutsches Recht umgesetzt (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2007, Teil I Nr. 21, 757-763). Es regelt nicht nur den Umgang mit gestohlenem, bekanntem nationalem Kulturgut, sondern in gewissem Rahmen auch solchem aus Raubgrabungen.

Die Teilnehmer einer von der Antikensammlung Berlin veranstalteten internationalen Konferenz mit dem Titel "Illegale Archäologie?" verabschiedeten zu diesem Thema die sog. Berliner Resolution 2003, die den Schutz des kulturellen Erbes fördern soll. Die Konferenz behandelte aktuelle Fakten zu Ausgrabungen, Raub, Schmuggel und Verkauf von Antiken, aber auch die rechtliche Situation und die staatlichen Gegenmaßnahmen in den einzelnen Ländern.

Der Handel mit antiken Kunstgegenständen ist innerhalb einer gesetzlichen Regelung allerdings absolut legal. In begründeten Verdachtsfällen des illegalen Handels oder Schmuggels ist aber in jedem Fall Strafanzeige bei einer örtlichen Polizeidienststelle zu erstatten.

Das DAI hat durch seinen Generalsekretär PD Dr. Ortwin Dally 2007 zusammen mit dem Institute of Archaeology of the Russian Academy of Sciences und dem Archaeological Institute of America diesbezüglich konkret Stellung bezogen. Den Text dieser gemeinsamen Erklärung finden sie hier:
/sites/default/files/medien/de/Joint-Statement2007.pdf (PDF).

Die gemeinsame Erklärung ist im Archäologischen Anzeiger 2007/2 abgedruckt.: O. Dally, Unterzeichnung eines Joint Statement of the Principle on the Protection of Archaeological Sites, Monuments and Museums, Archäologischer Anzeiger 2007/2, 129-131.

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The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.  

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