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Votivpraxis im hellenistischen und kuschanzeitlichen Baktrien

Seit den 1960er Jahren wurden im antiken Baktrien (Zentralasien) mehrere Tempel aus hellenistischer Zeit und der anschließenden Kuschanzeit ausgegraben. Ob dort griechische, iranisch-baktrische oder synkretistische Gottheiten verehrt wurden und nach welchen Mustern der Kult in diesem Randgebiet der hellenistischen Welt ausgeübt wurde, konnte bisher nicht geklärt werden. Eine systematische und vergleichende Untersuchung der in diesen Heiligtümern gefundenen Votive ist deshalb von großem religionsgeschichtlichem Interesse. Orientierten sich die Weihsitten des 3. und 2. Jhs. v. Chr. an griechischen oder iranischen Traditionen? Und spiegelt sich der für andere Aspekte der Kultur nachgewiesene griechische Einfluss auch in der Votivpraxis wider? Außerdem wird die Entwicklung der Weihegebräuche bis zum Ende des 3. Jhs. n. Chr. untersucht. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich die Invasion Baktriens durch nomadische Stämme um 130 v. Chr. auf die religiösen Vorstellungen ausgewirkt hat. Das Ziel ist es, am Beispiel der Votivpraxis die Ausprägung der griechisch-orientalischen Mischkultur in Baktrien zu beleuchten und ihre Transformation unter nomadischem Einfluss zu verfolgen.

Contact: G. Lindström, Eurasienabteilung

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