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Research Projects

Die Grobkeramik von Milet IV

Die Grobkeramik der Phase Milet IV (entspricht MM III bis SM I A/SM II), die im bronzezeitlichen milesischen Heiligtum wenig südlich des späteren Tempels der Athena gefunden wurde, weist zweierlei Besonderheiten auf: Zum einen gehören ihre Formen größtenteils dem kretisch-minoischen Formenspektrum an, zum zweiten ist die Keramik nahezu ausschließlich aus dem lokalen glimmerhaltigen milesischen Ton gefertigt. Unter den Formen, die eindeutig auf rituelles Geschehen weisen, sind konische Rhyta, wie sie vielfach aus kretischen Heiligtümern belegt sind. Des weiteren kommen sog.

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Olympia - Diachrone Analyse des Votivspektrums

Dank günstiger Lagerungsbedingungen hat sich in Olympia eine große Zahl von Weihgeschenken erhalten, die innerhalb des weiten Zeitrahmens von der protogeometrischen Epoche bis zur römischen Kaiserzeit entstand. Auch wenn die archäologischen Befunde nur von wenigen Schriftquellen ergänzt werden, bietet sich hier eine hervorragende Möglichkeit, die Entwicklung der Kultstätte wie auch Veränderungen des Weihverhaltens zu untersuchen.

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Intentionelle Niederlegungen in Großgriechenland und Sizilien

Anliegen dieses Projekts ist es, unter dem Aspekt der intentionellen Niederlegungen einen tieferen Einblick in die religiösen Vorstellungen der archaischen Zeit zu gewinnen. Besondere Alltagsgegenstände sowie Schmuck und Waffen konnten durch Zerstören, Vergraben oder Verbergen der antiken Lebenswelt dauerhaft entzogen werden. Nach einer Zusammenstellung aussagekräftiger Befunde und absichtlich unbrauchbar gemachter Objekte gilt es, mit Hilfe dieser archäologischen Quellen so weit wie möglich rituelle Handlungsabläufe zu rekonstruieren.

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Entwicklung und Funktion eines suburbanen Kultes am Beispiel des Heiligtums von Kako Plaï auf dem Anavlochos (Kreta)

Die Genese der suburbanen Kultplätze unterliegt nicht nur den allgemeinen Veränderungen in der Kult- und Weihpraxis, sondern vollzieht sich darüber hinaus in enger Wechselwirkung mit der Entwicklung der Siedlung oder polis, zu der das jeweilige Heiligtum gehörte.

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Elephantine

Kaum ein Land oder eine Kultur ist in seiner Existenz derartig von einem einzelnen Naturereignis abhängig gewesen wie Ägypten von der Nilflut. Der Zeitraum vom Einsetzen der ersten Pegelerhöhung bis zur Sicherstellung der landwirtschaftlichen Grundlage des kommenden Jahres wurde landesverbindlich an der Südgrenze beobachtet - und die Beobachtungsstelle rituell ausgestaltet. Der heilige Platz hierfür ist der Tempel der Göttin Satet an einem tiefreichenden Strudelloch auf der Nilinsel Elephantine gegenüber der modernen Großstadt Assuan.

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Votivpraxis im hellenistischen und kuschanzeitlichen Baktrien

Seit den 1960er Jahren wurden im antiken Baktrien (Zentralasien) mehrere Tempel aus hellenistischer Zeit und der anschließenden Kuschanzeit ausgegraben. Ob dort griechische, iranisch-baktrische oder synkretistische Gottheiten verehrt wurden und nach welchen Mustern der Kult in diesem Randgebiet der hellenistischen Welt ausgeübt wurde, konnte bisher nicht geklärt werden. Eine systematische und vergleichende Untersuchung der in diesen Heiligtümern gefundenen Votive ist deshalb von großem religionsgeschichtlichem Interesse. Orientierten sich die Weihsitten des 3. und 2. Jhs. v. Chr.

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Dahschur (Cluster)

Landschaftsrekonstruktion in Dahschur

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Die dekorierte geometrische Keramik im Heiligtum von Kalapodi

Die dekorierte geometrische Keramik im Heiligtum von Kalapodi bietet die Möglichkeit, das Ritualverhalten vom 10. bis zum 7. Jh. v. Chr. zu untersuchen. Die Keramik aus den geometrischen Kontexten besteht aus klein zerscherbtem Material, das sich hauptsächlich zu offenen Gefäßformen wie Skyphoi, Tassen und dergleichen rekonstruieren läßt. Ob die größeren Formen wie Dinoi und Kratere als Votive gedient haben oder ebenfalls im rituellen Zusammenhang verwendet wurden, muß die weitere Fundanalyse erbringen, die noch nicht abgeschlossen ist.

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Göbekli Tepe

Die Heiligtümer am Göbekli Tepe waren ohne Zweifel Orte für rituelle Handlungen. Welche Art und Gestalt diese besaßen, ist noch völlig ungeklärt. Überhaupt können verschiedene bei antiken Heiligtümern als gegeben anzusehende Grundlagen, daß es z.B. Götter gab, denen Opfer und Votivgaben dargebracht wurden, am Göbekli Tepe nicht ungeprüft übernommen werden. Ob die innen in den Kreisanlagen angefügten steinernen Bänke als Altäre fungierten, ob die T-Pfeiler, die als menschengestaltige steinerne Wesenheiten zu verstehen sind, Götter darstellen oder Menschen, gilt es noch zu ergründen.

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Die rotfigurige Keramik von Olympia

Thema ist die Funktion von bemalter "Luxus"-Keramik im Heiligtum. Zunächst wird die bislang unbearbeitete attische und elische rotfigurige Keramik erfaßt und ausgewertet. Unter Berücksichtigung der Chronologie, der Formen, der Bilder auf den Gefäßen und der Fundkontexte sowie unter Einbeziehung aller anderen bemalten Gattungen sollen die möglichen Verwendungsarten geklärt werden: 1. als Weihgeschenk, 2. Verwendung im Kult, 3. als Geschirr bei kultischen Mahlzeiten, 4. profane Verwendung durch Besucher außerhalb religiöser Rituale.

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Milet - Das Heiligtum der Aphrodite auf dem Zeytin Tepe

Das 1989 zufällig aufgefundene und seitdem kontinuierlich erforschte Heiligtum der Aphrodite von Oikous ist ein bedeutendes, sicher bezeugtes Heiligtum von internationaler Bedeutung. Die bisherigen Grabungsergebnisse zeigen, dass das Heiligtum seinen Höhepunkt in der archaischen Zeit hatte, daneben treten aber auch Belege für eine Kontinuität des Aphroditekultes an diesem Ort bis in die spätere römische Kaiserzeit. Die Grabung am Zeytin Tepe ist programmatisch eingebunden in den größeren Zusammenhang der Erforschung des archaischen Milets.

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Artemisheiligtum von Olympia

Im Südosten Olympias wurde ein spätarchaischer Altar und sein frühkaiserzeitlicher Nachfolgebau zwischen 1962 und 1964 von Emil Kunze ausgegraben. Es handelt sich um einen der wenigen geschlossenen Befunde im Zeusheiligtum. Eine Inschrift auf dem Altar belegt neben einer Beschreibung von Pausanias, daß es sich um das Artemisheiligtum handelt. Der Altar war von einer Opferschicht umgeben, die nicht nur zahlreiche tönerne und bronzene Weihgaben enthält, die zum Teil noch in situ auf dem Altar lagen.

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Toten- und Götterkult in Gabii und Latium 650-500 v. Chr.

Während der Urbanisierung Latiums im 7. und 6. Jh. v. Chr. kam mit den städtischen Heiligtümern eine neue Form heiligen Handelns auf. Sie wird in den Zwölf-Tafel-Gesetzen als sacra publica gegenüber den sacra privata (Toten- und Hauskulten) abgegrenzt. Einer der ältesten dieser latinischen Kultbezirke ist das Ostheiligtum von Gabii. Aufgrund der guten Erhaltungsbedingungen können hier die sacra publica in ihrer Entstehungsphase gut untersucht werden.

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Sabäische Sakralarchitektur: Gestalt, Ausstattung und Kultpraktiken

Im Rahmen der Clusterforschung untersucht die Außenstelle Sanaa sabäische Heiligtümer intra muros in Bezug auf Kultpraktiken und innerstädtische Kommunikation. Ein Ziel des Projektes ist es, den Bereich des Sakralen, der im Sabäischen politische, gesellschaftliche und religiöse Aspekte vereint, innerhalb der beiden wichtigsten sabäischen Stadtanlagen Marib, der Hauptstadt des Reiches von Saba, und Sirwah zu erforschen.

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Gadara/Umm Qais, Heiligtum am östlichen Stadteingang

Am östlichen Stadteingang von Gadara entstand ab der 1. Hälfte des 2. bis Anfang des 1. Jhs. v. Chr. ein großflächiger, künstlich eingeebneter Tempelbezirk. Er nahm das vermutlich Zeus Olympios geweihte Hauptheiligtum der Stadt auf.

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