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IDEA-L — Internet-Datenbank zur Europäischen Archäologie-Literatur wird seit 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Vorbereitet wird ein Datenverbund zwischen verschiedenen Forschungsinstituten in Europa, die gemeinsam einen wissenschaftlichen Sachkatalog zur Archäologie Europas erstellen (www.dyabola.de).
Sachkatalog / Bibliographie zur Vor- und Frühgeschichte Europas
Seit 1992 publiziert die RGK eine elektronische Bibliographie im Internet (www.dyabola.de). Erfasst werden nicht nur Monographien, sondern auch Artikel. Alle Publikationen werden mit einem multilingualen Thesaurus sachlich erschlossen (deutsch, englisch, französisch). Die Datenbank enthält zurzeit über 200.000 Titel (Stand: März 2005), die sich inhaltlich mit der Vor- und Frühgeschichte, der Archäologie der römischen Provinzen oder der Archäologie des Mittelalters befassen und mit über 560.000 Stichworten sachlich erschlossen sind.
Mit der Benutzung einer gemeinsamen Datenbank bilden in der Römisch-Germanischen Kommission Bibliothek und Sachkatalog nicht nur personell eine Einheit. Durch den Sammelschwerpunkt der Bibliothek ist auch der elektronische Sachkatalog inhaltlich auf den Raum zwischen Atlantik und Ural sowie Nordkap und Mittelmeer ausgerichtet. Dieser wissenschaftliche Sachkatalog dient als Grundlage für ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt, das den Aufbau eines Netzwerkes europäischer Forschungsinstitute zum Ziel hat. In dem so entstehenden Datenverbund sollen Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern Literaturdaten erfassen und mit Hilfe des multilingualen Thesaurus sachlich erschließen. Dies wird wesentlich zu einer gemeinsamen Wissenschaftssprache beitragen, die es aufgrund der stark nationalstaatlich geprägten Forschungsgeschichte bisher für die Vor- und Frühgeschichte nicht gibt.
Mitarbeiter:
Gerald Rühl M.A. (ruehl@rgk.dainst.de)
Britta Ramminger (ramminger@rgk.dainst.de)
Markus Helfert (helfert@rgk.dainst.de)
Virtuelle Bibliothek
In Zukunft möchten wir diese wissenschaftlich erschlossene Bibliographie ausbauen zu einer virtuellen Bibliothek. Die zugrunde liegende Software ist in der Lage, neben bibliographischen Informationen mit derselben Datenbankstruktur Bilder zu verarbeiten. Damit ist ein Instrument gegeben, um wissenschaftliche Dokumentationen archäologischer Denkmäler zu bewahren. Dabei werden sowohl seltene alte Bücher wie Online-Publikationen gesammelt und durch die Publikation im Internet Fachwissenschaftlern und breitem Publikum zur Verfügung gestellt.
Eine nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten (Thesaurus) geordnete virtuelle Bibliothek ist ein zukunftsorientiertes Werkzeug der Forschung. Damit wird es gelingen, das Wissen um die gemeinsamen europäischen Wurzeln zu bewahren. Denn durch die Kriege des letzten Jahrhunderts wurden zahlreiche archäologische Denkmäler zerstört, deren Dokumentationen und Quelleneditionen sich jedoch in Bibliotheken erhalten haben.
Projektpartner
Lublin, Archäologisches Institut der Universität
München, Archäologische Staatssammlung
Schwerin, Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern
Weitere Partner sind willkommen!
Deutsche Forschungsgemeinschaft
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.