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Stratos/Griechenland, mit dem Projekt Stratiké: Bundeshauptstadt des westgriechischen Stammes der Akarnanen. Arbeiten im Gebiet der Agora und des Theaters
Mit Stratiké wurde in der Antike das Territorium des Stadtstaates Stratos im westgriechischen Mutterland bezeichnet. Nach topographischen Grenzen läßt sich die Ausdehnung auf ca. 230 qkm abschätzen, von denen allerdings ca. 80 qkm von Seen und Flußbetten überlagert sind. Den Mittelpunkt bildet die antike Stadt Stratos an der Stelle, wo der wasserreichste Fluß Griechenlands, der Acheloos, aus dem Bergland in die Ebene tritt.
Ziel der Mitarbeit des DAI ist es, die bisher kaum erforschte Region im Westen des griechischen Festlandes archäologisch zu erschließen, da die bisher gültige Vorstellung von einer zurückgebliebenen Provinz, die erst im 3. Jh. v.Chr. von der urbanen griechischen Hochkultur erreicht wurde, nicht mehr zutreffend sein konnte. Das Angebot zur Mitarbeit bei den neuen Grabungen des Antikendienstes im Stadtgebiet von Stratos ergänzte ältere, noch unpublizierte Arbeiten des DAI in der Region.
Derzeitige Schwerpunkte der Arbeit liegen in begrenzten Nachgrabungen im Gebiet der Agora und abschließenden Reinigungen im Theater. Vorwiegend wird an der Katalogisierung und Publikation der Ergebnisse von Befunden des Grabungsabschnittes 1990-1996 gearbeitet (vgl. auch Forschungsprojekt Stratiké). Die Feldarbeit wird im Jahr 2002 abgeschlossen sein.
Erste archäologische Untersuchungen galten von Seiten der Ecole française d'Athènes 1892-1913 und 1924 hauptsächlich dem Tempel des Zeus Strateios. In der Folgezeit wurden vom griechischen Antikendienst gelegentlich kleinere Notgrabungen im Stadtgebiet und den Nekropolen durchgeführt. Erst nach dem Abschluß von Staudammarbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft der antiken Stadt wurden 1988 Mittel freigegeben, die Ruinen des umgesiedelten Dorfes Sorovigli abzubrechen, um die zentralen Einrichtungen der antiken Metropole Akarnaniens als archäologischen Park sichtbar zu machen und herzurichten. Erschlossen wurde hierbei der zentrale, von Säulenhallen umgebene Marktplatz, die Agora, mit anschließenden Verwaltungsbauten (Bouleuterion) und das ca. 10.000 Sitzplätze fassende antike Theater. Der Erhaltungszustand ist jedoch stark beeinträchtigt: zum einen aufgrund des ungünstigen Baugrundes und unstabilen Baumaterials, zum anderen wegen einer unerwarteterweise kontinuierlichen Besiedlung des Platzes mit Funden aus neolithischer Zeit bis 1970. Die Blütezeit der Stadt lag im 5. und 4. Jh. v. Chr.
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.