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Palastartiges Wohnhaus aus frühchristlicher Zeit. Wiederherstellung der Fassaden und Restaurierung des Dachs
Das Dorf Inkhil liegt 60 km südlich von Damaskus in der Provinz Deraa im westlichen Hauran.
Name und Status des antiken Ortes sind nicht bekannt. Ruinen antiker Landhäuser und Gehöfte lassen auf agrar geprägte Strukturen in dieser Gegend schließen. Nach den erhaltenen Bauwerken zu urteilen, existierte eine nennenswerte Besiedlung vor allem in spätrömischer und frühchristlicher Zeit.
Bei der Villa in Inkhil (Abb. Villa) handelt es sich um ein palastartiges Gebäude, das Repräsentations- und Nutzbauten in einem Komplex vereint. Das Monument wurde in frühchristlcher Zeit (5. oder 6. Jh. n. Chr.) gänzlich aus wiederverwendeten Mauern und Steinen älterer Bauwerke errichtet (Abb. Deckengewölbe). Die denkmalpflegerischen Maßnahmen dienen einer Instandsetzung und Wiederherstellung des Bauwerks, wobei grobe Verunstaltungen und falsche Restaurierungsversuche beseitigt, aber auch spätere Baumaßnahmen belassen werden.
Seit dem Frühjahr 1998 werden Restaurierungen an der Villa in Inkhil unter der Leitung von G. Stanzl durchgeführt. Fassade und Rückwand sind inzwischen restauriert. Die beschädigten Mauern wurden mit Steinen aus Basalt ausgebessert. Die Decke im Westtrakt wurde mit 82 neuen Balken aus Betonfertigteilen erneuert, die in Größe und Form nach den antiken Deckenbalken hergestellt wurden. Im Obergeschoß kam bei der Freilegung der Wände der östlichen Raumgruppe die bislang verschüttete antike Raumstruktur zum Vorschein. Wie im westlichen soll auch im östlichen Abschnitt die Flachdecke in der Gestaltung möglichst genau dem antiken Vorbild entsprechen, wobei aber die erneuerten Bausubstanzen in Verbindung mit dem antiken Bestand klar als Ergänzungen erkennbar sein müssen.

Die denkmalpflegerischen Maßnahmen werden in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion der Altertümer und Museen Syriens, der Antikendirektion von Deraa und dem Landesamt für Denkmalpflege Rheinland Pfalz durchgeführt.
Dr. phil. Ing. G. Stanzl
Landesamt für Denkmalpflege, Ref. Bauforschung, Rheinland-Pfalz
Schillerstr. 44, D-55116 Mainz
Tel. 06131-2016-0; E-mail: ifs.mainz@t-online.de.
Bis heute gibt es nur archäologische Untersuchungen über den antiken Ort.
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.