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Münzcorpora von Städten in Pamphylien und Pisidien sowie Sammlungen der Inschriften aus Side, Selge und Sillyon
Unter vielerlei Aspekten (z.B. Akkulturation, Stadtentwicklung, Römische Reichsgeschichte, Wirtschafts-, Kultur- und Religionsgeschichte) sind die südkleinasiatischen Landschaften Pamphylien und Pisidien von großem Interesse für die Alte Geschichte wie für die verschiedenen anderen Disziplinen der klassischen Altertumswissenschaften. Voraussetzung für tragfähige historische Erkenntnisse sind Sammlung und Kommentierung der literarischen Zeugnisse, Inschriften und Münzen. Die Inschriften und Münzen von Side und Selge werden von J. Nollé ediert, ferner erstellt er Münzcopora der Städte Magydos, Aspendos und Sagalassos. Carola Gmyrek und Sabine Walentowski arbeiten an Münzcorpora der pamphylischen Städte Perge und Sillyon sowie der ostpamphylischen bzw. westkilikischen Städte Lyrbe, Kasai, Kolybrassos und Karallia. Helga Schwarz hat die Ausarbeitung des Inschriftencorpus der Stadt Sillyon übernommen. Barbara Dietl erarbeitet das Corpus der agonistischen Inschriften Pisidiens und versucht, auf dieser Grundlage unter Berücksichtigung der Münzen und des archäologischen Materials zu einer Einschätzung der Bedeutung der Agonistik in diesem abgelegenen Bergland zu kommen. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde eine Sammlung von Abklatschen der Inschriften, Gipsen der Münzen und Fotos angelegt.
Im Rahmen des Projekts bestehen Kooperationsabsprachen mit der Universität Antalya und der Universität Leuven. Einzelne Projekte wurden bzw. werden mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Gerda Henkel-Stiftung gefördert.
J. Nollé - F. Schindler, Die Inschriften von Selge, 1991; J. Nollé, Zur Geschichte der Stadt Etenna in Pisidien. Mit einem Exkurs zur Interpretation von Götterdarstellungen auf den kaiserzeitlichen Stadtmünzen Kleinasiens, in: Forschungen in Pisidien, 1992, 61-141; J. Nollé, Side im Altertum. Geschichte und Zeugnisse. Bd. I, Bonn 1993; Bd. II, Bonn 2001. J. Nollé, Die Abwehr der wilden Schweine. Schwarzwildjagden im antiken Lykien, 2001.
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.