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Die Untersuchungen zur "Archäologie der Oasenstadt Tayma: Kontinuität und Wandel der Lebensformen im ariden Nordwesten der Arabischen Halbinsel vom Neolithikum bis zur Islamisierung" sind ein Gemeinschaftsprojekt der Saudi Commission for Tourism and Antiquities, Riad, und des Deutschen Archäologischen Instituts und werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Langzeitprojekt gefördert. Seit 2004 finden regelmäßig Ausgrabungskampagnen statt.
Die Oase Tayma liegt im Nordwesten der Arabischen Halbinsel an einem Abschnitt der berühmten so genannten Weihrauchstraße. Nördlich der Siedlung erstreckt sich heute eine Salztonpfanne (sabkha), in der sich einst ein bis zu 19 km2 großer See
befunden hatte. Deutlich sichtbar sind heute noch die Überreste der Befestigungsmauern, die ein Gebiet von 9,5 km2 umfassen.
Tayma (27°37'30" N, 38°32'30" E, ca. 830 m ü. N.N., gelegen ca. 265 km südöstlich der modernen Provinzhauptstadt Tabuk) befindet sich in einem flachen Becken, das von mehreren Hügelketten umgeben ist, wie dem Jabal Ghunaym. Nördlich davon erstreckt sich eine Salzpfanne (sebkha), in der sich vor etwa zehntausend Jahren ein See befand. Die charakteristischen Umweltbedingungen einer Oase werden durch den Bir Haddaj, einen Brunnen von ca. 18 m Durchmesser, im Stadtzentrum und die ausgedehnten Palmengärten veranschaulicht. Die schnell wachsende moderne Stadt bedeckt etwa ein Drittel der antiken Siedelfläche. Deutlich sichtbar sind heute noch die Überreste der Befestigungsmauern.
Neue Perspektiven
Neueste archäologische und umweltgeschichtliche Untersuchungen in Tayma weisen auf eine Besiedlung durch Sesshafte ab dem 4. Jt. v. Chr. Reste einer Silexindustrie zur Perlenherstellung gehen auf diesen Zeitraum zurück. Auf einen urbanen Anspruch deuten die großen Lehmziegelmauern der äußeren Befestigung hin, die naturwissenschaftlichen Datierungen zufolge (OSL, C14) frühestens ab dem Ende des 3. Jt. v. Chr. errichtet worden sein dürften. Während für die späte Frühbronzezeit / frühe Mittelbronzezeit Metallwaffen als archäologische Indikatoren dienen (ausgegraben durch eine saudi-arabische Expedition, 2003), ist ab der frühen Eisenzeit eine vermutlich durchgehende Besiedlung nachweisbar. Zu dieser Zeit bestanden offenbar intensive Kontakte nach Ägypten und in die Levante. Diese neuen Ergebnisse haben die Perspektive auf Tayma als einen Ort vornehmlich des 1. Jt. v. Chr. grundsätzlich verändert.
Handel und Politik
Vor allem die inschriftliche Überlieferung aus Tayma und Umgebung ist durch früh-nordwestarabische taymanitische (thamudische) und aramäische Texte gekennzeichnet, die sich im 1. Jt. v. Chr. konzentrieren. Gleichwohl prägten bislang externe Quellen das historische Bild von Tayma. Assyrische Texte des 9. Jh. v. Chr. erwähnen arabische Stämme, der Name Tayma tritt nach der Nennung in einem Text aus dem Gebiet des Mittleren Euphrat im Zusammenhang mit einer Handelskarawane erst mit der Tributpflicht an Tiglatpileser III. in den assyrischen Quellen in Erscheinung. In der weiteren, auch biblischen Überlieferung steht Tayma als Handelsplatz im Vordergrund. Trotz neuer keilschriftlicher Textfunde in der Oase und den bereits bekannten Zeugnissen der Achämenidenzeit ist die Art und Weise der Anbindung Taymas an die jeweiligen übergeordneten politischen Einheiten in der neubabylonischen und achämenidischen Zeit nur in groben Zügen bekannt.
Regionalgeschichte
Auf regionaler Ebene war während der letzten Jahrhunderte des 1. Jt. v. Chr. das Verhältnis zur benachbarten Oase Dedan (heute Khuraybah) durch Konkurrenz geprägt. Könige der lihyanischen Dynastie von Dedan hinterlegten schließlich Inschriften und errichteten Statuen in einem Tempel von Tayma. Gleichzeitig ging die Siedlungsgröße der Oase zurück - ein Zeichen für die Machtverschiebung in der Region. Tayma gelangt unter nabatäischen, dann römisch-byzantinischen Einfluss. Obschon Imru' al-Qays berichtet, der Regensturm lasse "weder Palmenbaum noch Haus in Tayma stehen, es sei denn, es war aus Stein gebaut", spielt Tayma als Ausgangspunkt für die Islamisierung der Levante eine bedeutende Rolle. Zuvor war hier eine bekannte jüdische Gemeinde angesiedelt. Noch im 11. Jh. (so nach al-Bakri) gilt Tayma als wohlhabender Ort mit einer großen Stadtmauer.
Die Ziele des Projekts sind mit dem Forschungsplan des Deutschen Archäologischen Instituts abgestimmt. Die Dokumentation und Analyse archäologischer, epigrafischer und umweltlicher Daten dient zur Rekonstruktion der antiken Lebensverhältnisse in der Oase, der Besiedlungsabfolge in Raum und Zeit sowie der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen. Dabei gilt den kulturellen Kontakten der Oase mit benachbarten Regionen ein besonderes Interesse. Die ausgegrabenen Baureste werden im Rahmen eines nachhaltigen Konzepts zu Kulturerhalt und touristischer Erschließung konservatorisch gesichert.
Das Projekt hat folgende Hauptziele:
Seit dem 19. Jh. wurde Nordwest-Arabien und auch Tayma verstärkt von Forschungsreisenden besucht (Ch. Doughty, A. Jaussen und R. Savignac). Der Aufenthalt von Ch. Huber und J. Euting führte schließlich zur Auffindung der berühmten Tayma-Stele (1883), die heute im Musée du Louvre ausgestellt ist. Im 20. Jh. wurden zunächst Untersuchungen in der Umgebung des Ortes durchgeführt (P.J. Parr), bevor ab den 1970er Jahren der saudi-arabische Antikendienst mit systematischen Ausgrabungen in Tayma begann. Seit 2004 ist das deutsch-saudische Kooperationsprojekt in Tayma tätig.
Forschungen des 19.-20. Jh.
Im Jahre 1877 lieferte C. Doughty die erste detaillierte Beschreibung von Tayma, einschließlich Architektur, Keramik und einer Kartenskizze. Die Forschungen von Ch. Huber 1883 (später mit J. Euting) resultierten in der Aufstellung der Tayma-Stele im Musée du Louvre. Deutlich später setzen die archäologischen und umweltlichen Beobachtungen von H.St J. Philby in Tayma ein (1951). Die Veröffentlichung des NW-Arabien Surveys von Winnett und Reed (1970), einer Begehung verschiedener
Fundorte der Region, erbrachte nicht nur reichhaltige Textquellen (hauptsächlich ins 6. Jh. v. Chr. datiert), sondern auch Informationen über eine charakteristische bemalte Keramik. Wenig später führte P.J. Parr Ausgrabungen an einem Beobachtungsturm nahe Tayma durch.
Von den 1970er Jahren bis heute
Mit der landesweiten Erforschung und Erfassung archäologischer Fundstätten durch das Department of Antiquities des Königreichs seit Mitte der 70er Jahre, die auch zur Gründung der Zeitschrift ATLAL führte, sind auch die weiteren Forschungen in Tayma verknüpft. 1979 begannen G. Bawden, Ch. Edens und R. Miller umfangreiche Untersuchungen in Tayma (Qasr al-Hamra, Qasr al-Radm) und veröffentlichten einen Übersichtsplan. Das Department of Antiquities führte die Ausgrabungen in Tayma fort: in Friedhöfen, Bewässerungssystemen und islamischen Bauresten. Die Auffindung taymanitischer Inschriften mit der Nennung des babylonischen Königs Nabonid außerhalb der Siedlung erregte in jüngerer Zeit große Aufmerksamkeit (Müller und Said 2002). Seit 2004 ist Tayma das deutsch-saudi-arabische Kooperationsprojekt tätig, das die Ruine und ihre antike Umwelt archäologisch untersucht.
Seit 2004 finden jährlich ein bis zwei Forschungsaufenthalte in Tayma statt. Im Mittelpunkt stehen dabei stratigrafische Ausgrabungen von Siedlungsbefunden sowie umweltgeschichtliche Untersuchungen am Fundort und in der Region sowie konservatorische Maßnahmen zur Bauwerks- und Objekterhaltung.
Den archäologischen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Langzeitprojekt geförderten Untersuchungen stehen folgende Forschungsprojekte zur Seite:
Zur Umsetzung der Projektziele integriert das archäologische Forschungsprojekt in Tayma unterschiedliche Fachrichtungen aus Geistes- und Naturwissenschaften. Im Zentrum stehen stratigrafische Ausgrabungen, die großflächig durchgeführt werden. Dokumentation und Archivierung der Befunde und Objekte erfolgen weitgehend digital. Chemisch-physikalische Methoden werden zur Datierung und Materialanalyse herangezogen. Für hydrologische, geo- und bioarchäologische Forschungen finden fachspezifische Untersuchungs- und Analysemethoden Anwendung.
Am Projekt beteiligte Fachdisziplinen
Das archäologische Forschungsprojekt integriert unterschiedliche Disziplinen, di
e den Geschichtswissenschaften (Semitische Philologie und Assyriologie, Bau- und Architekturgeschichte) und den Geowissenschaften angehören (Archäozoologie und -botanik, Anthropologie, Hydrologie, Geologie und Geophysik, Mineralogie / Petrografie). Dazu kommt das Sachgebiet der Restaurierung und Konservierung. Diese fachübergreifende Zusammenarbeit wird intensiviert, ausgebaut und fortgesetzt; dies gilt auch für die Vernetzung zwischen Abteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts und Partneruniversitäten im In- und Ausland.
Angewandte Arbeitsmethoden
Sechs Besiedlungsperioden vom Neolithikum bis zur Moderne wurden ermittelt. Obwohl überwiegend als Ort des 1. Jt. v. Chr. bekannt, ist nun nachgewiesen, dass bereits vor dem Ende des 2. Jt. v. Chr. der größte Teil der Stadtmauern errichtet worden war. Bereits zu dieser Zeit sind Kontakte Taymas mit Ägypten und der Levante im Befund deutlich sichtbar. In der späten Eisenzeit wird der zentrale Bereich des Fundorts flächig reorganisiert. Hier befinden sich bis zur Spätantike öffentliche Bauten und Wohngebiete, bevor es in islamischer Zeit zur erneuten Verlagerung des Siedlungsgebiets kommt.
Stratigrafischer Überblick
Sechs Besiedlungsperioden vom Neolithikum bis zur Moderne wurden ermittelt und an folgenden Fundstellen durch Ausgrabungen festgestellt:
Früheste Reste (Neolithikum / Chalkolithikum / Frühe Bronzezeit: Besiedlungsperiode 6)
In Compound B wurden an der Oberfläche einige neolithische Pfeilspitzen gefunden. Ausgedehnte Abfallhalden einer Steingeräteindustrie sowie Karneolperlen wurden am östlichen Rand der sabkha identifiziert. Sie sind in das Chalkolithikum oder die Frühe Bronzezeit zu datieren. Hinweise auf die Verarbeitungsstätte liegen bislang nicht vor, doch ist nicht auszuschließen, dass sie in der Nähe lag. Die Verwendung von sabkha-Lehm für die Ziegel der äußeren Stadtmauer führte zur Verlagerung großer Mengen dieser Artefakte in das innere Stadtgebiet.
Mittlere und Spät e Bronzezeit
(Besiedlungsperiode 5)
Der Fund ei ner Fensteraxt und eines Rippendolches in Sana'iye durch den saudischen Ausgräber M. al-Hajjari (2003) lieferte erstmals Anzeichen für das Vorhandensein von Artefakten in Tayma, die mi t Syri en, der Levante und Ägypten in Zusammenhang stehen. Allerdings wurden sie in sekundärem Kontext gefunden. Naturwissenschaftliche Daten (OSL) aus Sanddünen an der äußeren Stadtmauer deuten auf e ine Errichtung ab dem Ende des 3.Jt. v. Chr., während ein 14C-Datum aus der Lehmziegelmauer auf den Zeitraum nach dem 18. Jh. v. Chr. (calBC) weist, mithin eine Errichtung der Stadtmauer noch während oder nach der Mittleren Bronzezeit wahrscheinlich macht (die Mauern von Tayma wurden zwischen 2006 und 2008 in einem Teilprojekt der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und dem Architekturreferat des DAI untersucht, das von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert wurde). Die nunmehr in allen Bereichen der antiken Siedlung im sekundären Kontext nachgewiesene Qurayyah Painted Ware, eine bemalte Keramik der Spätbronzezeit mit Verbreitung in Nordwestarabien, der südlichen Levante und dem Sinai, deutet auf eine Besiedlung dieser Periode in Tayma. Reste davon wurden möglicherweise an der äußeren Stadtmauer entdeckt (Areal Q). Ein Turm am Nordwestarm der äußeren Stadtmauer wurde möglicherweise während der Spätbronzezeit errichtet und genutzt.
Frühe Eisenzeit (Besiedlungsperiode 4)
An der südwestlichen Peripherie der Siedlung befindet sich ein vermutlich öffentliches Gebäude (Tempel?), das von einer ca. 35 x 38 m fassenden massiven Umschließung von der Umgebung abgegrenzt und auf dem Felsboden errichtet worden war (Areal O). Seine Funde weisen enge Kontakte nach Ägypten und in die Levante und nach Syrien: Ägy
ptische Götterfiguren und Skarabäen aus Fayence, Fayencegefäße mit Darstellung von Lotospflanzen, Maskenanhänger aus Fritte, Schilfkörbe, Holzgefäße, Einlagenfriese aus Knochen und Holz, 'Tokens' aus Elfenbein (Spielsteine?). Die hier gefundene charakteristische bichrome Keramik besteht aus Schalen mit Vogeldekor und geometrischen Mustern sowie Hunderte unbemalter kleiner Becher, die möglicherweise im Zusammenhang mit rituellen Mahlzeiten stehen. Das Gebäude verfügte vermutlich über eine eigene Wasserversorgung mit einer eigenen Zisterne. Die Anlage ging in einem Feuer zugrunde. 14C-Daten saisonaler Pflanzen geben einen Zeitraum vom 12.-9. Jh. v. Chr. für die Nutzung an. Gleichzeitige (14C) Baureste wurden am Rande der äußeren Stadtmauer in Areal A entdeckt, wo ein schmales Gebäude auf den angewehten Sanddünen errichtet worden war. Die auch dort nachgewiesene bemalte und unbemalte Keramik wurde des Weiteren im südlichen Bereich der ummauerten Siedlung (Areal H, Areal Q) sowie sehr sporadisch im Zentralbereich (Areal E) gefunden, stets in sekundärer Deponierung.
Mittlere und Späte Eisenzeit (Besiedlungsperiode 3/1)
Hinweise auf die Mittlere Eisenzeit in Tayma liegen bislang in Form von Keramik vor, die am besten in einer Sequenz in Areal Q nachgewiesen wurde. Es handelt sich um Schalen und Flaschen mit formalen Affinitäten nach Syro-Mesopotamien und die Levante. Ansonsten sind Scherben dieser Zeit verschiedentlich in sekundärer Deponierung an anderen Stellen der Ruine belegt.
Zeitgleich hie
rzu dürften die Friedhöfe von Tal'a und Sana'iye sein, die durch eine weitere bemalte Keramikart charakterisiert sind (Sana'iye-Keramik). Nachgewiesen wurden Mehrfachbestattungen in runden oder rechteckigen, auf Fels errichteten und clusterartig zusammengefügten Grabbauten. 14C-Daten aus Tal'a deuten auf eine maximale Belegung zwischen 9. und 5. Jh. v. Chr. In der Siedlung wurde die Keramik bislang nur in Füllschichten oder in tiefer liegenden Ablagerungen beobachtet, möglicherweise Anzeichen dafür, dass Baureste dieser Periode möglicherweise flächig beseitigt wurden, bevor es zur Reorganisation des zentralen Siedlungsbereiches kam.
Eine Stele mit abgerundetem Bogenfeld, die außerhalb des Tempels in Areal E (siehe unten) im Schutt gefunden wurde, zeigt die Darstellung eines stehenden Königs und dreier astraler Göttersymbole, welche sie zusa
mmen mit dem fragmentarisch erhaltenen Keilschrifttext als Werk des babylonischen Königs Nabonid (556-539 v. Chr.) identifiziert. Dieser lebte für zehn Jahre in Tayma. Ein scheibenförmiges Objekt, vermutlich die Stelenbasis, nennt dabei den Namen des Herrschers erstmals in Keilschrift explizit in Tayma. Das Vorhandensein solcher Monumentalinschriften im Siedlungszentrum deutet auch auf Siedlungsreste dieser Zeit, die jedoch bislang nicht erfasst wurden.
Reste davon könnten sich im nordöstlichen Bereich des Siedlungszentrums befinden (unterhalb und östlich des Tempels E-b1; siehe unten), wo massive Mauern bzw. eine weitläufige Anlage mit großformatigen Steinblöcken auf Fels gegründet worden waren. Prominentestes Objekt der Achämenidenzeit in Tayma ist die so genannte Tayma-Stele, die vermutlich aus dem frühen 4. Jh. v. Chr. stammt. Ein Großteil der bisherigen bildlichen Darstellungen aus Tayma wird in diesen Zeitraum datiert (5./4. Jh. v. Chr.).
Lihyanische Dynastie, Nabatäer und Spätantike (Besiedlungsper
iode 3/2)
Vermutlich ab dem 4. Jh. v. Chr. zeigt sich die Präsenz der lihyanischen Dynastie von Dedan in Tayma. Es sind vor allem Königsinschriften in aramäischer Schrift und Statuenfragmente, die an verschiedenen Stellen der Ruine davon zeugen, dass Tayma für mehrere Generationen von den lihyanischen Königen kontrolliert worden sein könnte. Diesem Zeitraum ist die Neuerrichtung eines Tempelgebäudes am Nordostrand des Siedlungszentrum zuzuweisen (Areal E, Gebäude E-b1; Bauschicht E:3). Der Bau war an der Südwestfront über eine monumentale Treppenanlage zugänglich, von der aus eine Säulenhalle zu erreichen war. Dem Tempel vorgelagert waren mehrere monumentale Becken. Der Innenraum war mit früher farbig bemaltem Putz dekoriert und mit einem Steinplattenfußboden ausgestattet. Ein unterirdischer Tunnel verband die Anlage mit einem Brunnen. Inschriften und Statuenfragmente lihyanischer Herrscher wurden im spätantiken Bauzustand des Bauwerks (E:3a) als Baumaterialien wiederverwendet. Zwei Pfeiler mit Inschriften aus dem 30. und 40. Regierungsjahr des TLMY, König von Lihyan, lassen sich um Inschriften aus dem 4. und 20. Jahr desselben Herrschers ergänzen. Wahrscheinlich handelt es sich um den ersten T
LMY der lihyanischen Königsliste, der 44 Jahre regierte (Farès-Drapeau 2005). Eine weitere Inschrift bezeugt, dass ein Gouverneur von Tayma unter dem König LWDN mit Arbeiten an der Stadtmauer beauftragt war. Der Fundort dieser Inschrift an der inneren Stadtmauer deutet damit außerdem auf das früheste Errichtungsdatum dieser Anlage hin, welche die Größe des Siedlungszentrums erheblich reduzierte. Außerhalb dieser Mauer, über dem früheisenzeitlichen Gebäudekomplex in Areal O, befand sich in dieser Zeit (4.-3. Jh. v. Chr.; 14C) ein Friedhof mit Einzel- oder Mehrfachbestattungen, die in den Fels geschachtet waren. Zu dieser Zeit erstrecke sich südlich des Tempels ein Wohngebiet (Areal F), dessen Belegung sich über die nabatäische Zeit bis in die Spätantike des 4. Jh. in mehreren Bauschichten nachweisen ließ, deren Gebäudegrundrisse vor allem zwischen Bauschicht F:3 und F:2 erheblichen Veränderungen ausgesetzt sind. Aus der nabatäischen Zeit sind einige Gefäßinschriften bekannt, sowie eine Königsinschrift Aretas IV. aus dem Tempel. Ein Hörnerkapitell, ein Gefäßaufsatz und ein Triglyphenelement zeigen Übereinstimmungen zur Grabarchitektur in Mada'in Salih. Vermutlich während der späten nabatäischen Zeit wurde der inneren Stadtmaue
r ein 12 m weiter und ca. 6 m tiefer Graben vorgelegt, der auf einer Länge von 500 m nachgewiesen wurde. Der Aushub wurde für den Aufbau eines neuen Bauzustands der inneren Mauer verwendet, die nun als Doppelschalenbauwerk errichtet wurde.
In der Spätantike wurde der gesamte nördliche Bereich des Siedlungszentrums von einer weiteren Umschließungsmauer eingegrenzt, die einen ausgedehnten, bis zu 2 ha großen Baukomplex nach Südwesten hin abgrenzt, der ebenfalls in diese Zeitstufe datiert werden kann (14C).
Baureste der Islamischen Zeit (Besiedlungsperiode 2)
Zwischen äußerer und innerer Mauer ragt markant eine rechteckige Umschließung mit Eckräumen hervor (ca. 2.500 qm Ausdehnung), die vermutlich der frühislamischen Zeit angehört. Zu dieser Zeit befanden sich auf der Innenseite der Mauer, nicht aber auf der Kuppe von Qraya mehrere Gehöfte, die ab dem 8. Jh. n. Chr. (14C) errichtet wurden. Jenseits des Wadis, das die Siedlung durchquert, wurden Überreste öffentlicher Bebauung entdeckt (Areal Z), die aus dem 9.-10. Jh. (14C) stammen und verlassen wurden.
Konservierung und Restaurierung
Neben der Ausdehnung der modernen Besiedlung tragen die umweltlichen Verhältnisse erheblic h z u Erosion und Zer stör
ung der antiken Überreste bei. Für die Erhaltung von Bauresten aus resistenten Materialien (Sandstein- bzw. Lehmziegelmauerwerk) wurden arch äologische und bauforscherische Kenntnisse zur Entwicklung von Lösungss trategien angewandt. Ein Team von Restauratoren hat in Kooperation mit Archäologen seit 2007 ein Konservierungs- und Restaurierun gskonzept für jene Bauten in Tayma era rbeitet, die aus Sandsteinen errichtet sind. Für die Konservierung von Mauerwerk wurde im Rahmen einer Testreihe ein spezieller modifizierter Lehm entwickelt, der frei von chemischen Zusatzstoffen ist und in Tayma vor Ort hergestellt werden kann. Die durchgeführten Erhaltungsmaßnahmen werden im Sinne eines nachhaltigen Konzepts zum Erhalt von Kulturgut regelmäßig beobachtet.
Antike Umwelt
In der sebkha wurden mittels Kernbohrungen mehrere Schnittlinien (Transekte) angelegt, anhand derer die Ablagerungssequenz rekonstruiert werden konnte. Signifikant für die Besiedlung der Oase dürfte di
e Existenz eines Sees in Tayma sein, der bereits im 9. Jt. v. Chr. bestand (14C) und vermutlich ab dem 5. Jt. v. Chr. austrocknete, eine Folge der Klimaänderungen im Späten Holozän. Aus den Bohrkernen geborgene Pollenreste deuten auf die Anwesenheit von Kulturpflanzen und Kulturfolgern hin. Diese werden ab 2011 in einem archäo- und rezentbotanischen Projekt der FU Berlin und des Referats Naturwissenschaften an der Zentrale des DAI untersucht, das von der Fritz Thyssen Stifung gefördert wird. Untersuchungen zur Hydrologie und Siedlungswasserwirtschaft der FH Lübeck (gefördert durch die DFG) zeigten, dass der Wasserhaushalt der Oase Tayma überwiegend durch Grundwasser gespeist wurde, das durch Brunnen bzw. durch einen Quellteich erschlossen wurde. Innerhalb der antiken ummauerten Siedlung wurde ein landwirtschaftliches Bewässerungssystem festgestellt, das ein feingliedriges System von Kanälen umfasst.
Die archäologischen Untersuchungen in Tayma basieren auf einem Kooperationsvertrag zwischen der Saudi Commission for Tourism and Antiquities (SCTA), Riad (vertreten durch ihren Vizepräsidenten Prof. Dr. Ali al-Ghabban), und dem Deutschen Archäologischen Institut, Orient-Abteilung (Prof. Dr. Ricardo Eichmann). Ihr Beginn ist der Initiative und der ständigen Unterstützung von Herrn Prof. Dr. Said F. al-Said, King Saud University, Riad, zu verdanken.
Die archäologischen Untersuchungen vor Ort werden gemeinsam von der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin (Direktor Prof. Dr. Ricardo Eichmann, Grabungsleiter Dr. Arnulf Hausleiter [DFG], Dokumentation Herr Dr. Andrea Intilia [DFG], GIS und Digitale Datenverarbeitung Dr. Sebastiano Lora [DFG]) durchgeführt; spezielle Forschungsaufgaben werden in mehreren Teilprojekten wissenschaftlich untersucht. Das Museum für Archäologie und Ethnografie in Tayma als Teil der Antikenverwaltung bildet die infrastrukturelle Ausgangsbasis vor Ort (Direktor: Mohammed bin Hamed al-Najem).
Wissenschaftliche Zusammenarbeit
Wissenschaftliche Dienstleistungen
Teilnehmer/innen
Majid al-Anizy (2004-2, 2005-1, 2006, 2007-2, 2008), Norman Basler (2008), Abdallah Basonbul (2004-2, 2005-1, 2006-1), Erol Bayirli (2005-1), André Beuger (2004-2, 2005-1, 2006-2), Alessia Borlin (2010-1, 2011-1), Jan Bosch (2006-2, 2007-1, 2008-1), Christian Bost (2005-2, 2006-1), Jörg Breitenfeldt (2008-2, 2009-1, 2010-2), Helmut Brückner (2006-2, 2007-1), Andreas Bussas (2008-1), Martin Christiansen (2009-1), Oliver Conradt (2007-1), Mirco Cusin (2004-1, 2005-1, 2006-2007, 2009-1, 2010-1), Khalil / Abdulaziz al-Dayel (2005, 2007-2, 2008), Florian Deinert (2007-1), Paolo Del Vesco (2009-1), Albert Distelrath (2008-2), Sebastian Eckert (2011-1), Ricardo Eichmann (seit 2004), Wilhelm Ehrt (2010-2), Max Engel (2006-2, 2007-1, 2008-1, 2010-1), Khaled Eskoubi (2008, 2009, 2010, 2011-1), Thomas Ewender (2006-1), Denny Fauter (2007-1), Michael Fielauf (2008-2, 2009-1, 2010-1, 2011-1), Armin Frei (2006-1), Mirko Giannetta (2006-1, 2007-1), Stefan Giese (2004-1), Andreas Ginau (2008-1), Thomas Götzelt (2004-2 bis 2008-1), Manuel von Grafenstein (2011-1), Matthias Grottker (2005-1, 2007-1, 2008-1, 2009-1, 2011-1), Detlef Grubert (2004-1), Johannes Hackl (2004-1, 2005-1), Max Haibt (2011-1), Mubarak al-Hajji (2009-1, 2010, 2011-1), Rene Hahn (2008-1), Matthias Hamann (2005-1, 2007-1), Holger Hanisch-Gräfe (2006-1, 2007-1, 2008-1), Arnulf Hausleiter (2004-2010-1, 2011-1), Benjamin Heemeier (2007-1, 2009-1), Markus Heller (2008-1), Carsten Henselmann (2008-2), Jeza al-Herbi (2005, 2006-1, 2009-1, 2010-1), Michael Hochmuth (2006-1), Christian Hübner (2004-1), Andrea Intilia (seit 2005), Heinz Jantzen (2006-1, 2007-1, 2008-1), Benjamin Junge (2009-1), Thomas Kabs (2009-1), Ulrich Kapp (2008-1), Patrick Keilholz (2007-1, 2008-1), Daniel Keller (2006-2), Nicole Klasen (2009-1, 2010-1), Arno Kose (2006, 2007-1, 2008-1), Johannes Kramer (2008, 2009-1, 2011-1), Jan Krumnow (2005, 2006, 2007-1, 2008, 2009-1, 2010-1, 2011-1), Harald Kürschner (2009-1, 2010-1), Guido Licciardi (2005-2), Gereon Lindlar (2007-2, 2008, 2009-1, 2010), Sebastiano Lora (2006-1, 2007, 2008-1, 2009-1, 2010, 2011-1), Marta Luciani (2011-1), Michael Macdonald (2010-1, 2011-1), Laura Machel (2011-1), Samy Mahjoub (2009-1, 2010-1), Claudio Mazzoli (2006-1, 2007-1), Frank Mindt (2009-1), Max Möhle (2006, 2007-1), Franz Moll (2005, 2006-1), Maher al-Moosa (2004-2, 2005, 2006-2), Nina Müller (2010-1), Faisal al-Mughailly (2006-2), Abdel Mohsen Munif (2010-2, 2011-1), Mohammed al-Najem (seit 2004), Reinder Neef (2005-1, 2006-1, 2008-1, 2009-1, 2010-1), Andreas Nette (2007-1), Jan Osten (2011-1), Khaled al-Othaibi (2010-1, 2011-1), Arno Patzelt (2007-1, 2008-1, 2009-1), Emmanuele Petiti (2008-1, 2009-1, 2010-1, 2011-1), Alexander Pfützner (2008), Christoph Purschwitz (2005-1, 2006-1, 2007-1, 2009-1, 2011-1), Thomas Pusinelli (2007-1), Naif al-Qanur (2004-2, 2005, 2006), Azzam Rajab (2009, 2010, 2011-1), Denise Resch (2010-1, 2011-1), Andrea Ricci (2005-1), Said F. al-Said (2004-2), Alberto Savioli (2004), Hanspeter Schaudig (2005-1), Matthias Scheck (2009-1), Olivier Scheeck (2006-1), Peter Schneider (2005-1, 2006, 2007-1, 2008), Philipp Schwinghammer (2004-1, 2005-1, 2006-1), Jennifer Scollin (2010-1, 2011-1), Sirri Seren (2005-1), Marian Stickel (2005-1), Gunnar Sperveslage (2005-2, 2006-1, 2007-1, 2008-1, 2009-1), Lars Staneck (2010-2), Philipp Tollkühn (2009-1, 2010-1, 2011-1), Francelin Tourtet (2008-1, 2009-1, 2010-1), Anselm Ullmann (2006-1), Peter Voß (2011-1), Friedrich Weigel (2008-1, 2009-1, 2011-1), Kai Wellbrock (2008-1, 2009-1, 2011-1), Jasmin Wilhelm (2011-1), Hagen Wirsing (seit 2007), Florian Ziegler (2005-2, 2006-1).
Mitarbeiter/inn/en in Berlin
Benjamin Andreas (2007), André Beuger (2005-7), Claudia Beuger (2006), Alessia Borlin (2010), Florian Deinert (seit 2007), Michèle Dinies (2009), Thomas Ewender (2006), Michael Fielauf (2009, 2011), Thomas Götzelt (2004-2008), Max Haibt (seit 2010), Holger Hanisch-Gräfe (seit 2006), Arnulf Hausleiter (seit 2004), Markus Heller (2007-9), Wolfgang Hirth (2008-9), Jan Hubert (2011), Andrea Intilia (seit 2007), Heinz Jantzen (2008), Thomas Kabs (2009), Christin Keller (2009), Helga Kosak (seit 2008), Anna Kress (2007), Jan Krumnow (seit 2005), Sebastiano Lora (seit 2009), Nina Müller (seit 2010), Melanie Münzner (2008-09), Christoph Purschwitz (2007-11), Denise Resch (seit 2010), Jana Rogasch (2005-09), Dörte Rokitta-Krumnow (seit 2010), Gunnar Sperveslage (2008-2010), Philipp Tollkühn (seit 2008), Francelin Tourtet (seit 2008), Friedrich Weigel (2011), Hagen Wirsing (seit 2007), Susanna Wittmann (2005, 2010), Alina Zur (2011).
Danksagung
Allen Kolleg/inn/en und Institutionen in Saudi-Arabien, Deutschland und anderen Ländern, die das Projekt auf vielfältige Weise unterstützen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Der wachsenden Besucherzahl in Tayma danken wir für ihr Interesse an der Arbeit des Kooperationsprojekts.
Prinz Sultan bin Salman, Präsident der Saudi Commission for Tourism and Antiquities, besuchte die Ausgrabung und das Museum von Tayma im Frühjahr 2008, ein Besuch von Prinzessin Adelah bint Abdullah und Ministerin Nora al-Fayz fand im Frühjahr 2011 statt. Der Emir von Tabuk, Prinz Fahd bin Sultan bin Abdulaziz, besuchte im Frühjahr 2006 Tayma. Der Muhafadh von Tayma und der Vorsteher der Stadtverwaltung zeigten freundliches Interesse am Fortgang der archäologischen Arbeiten. Die Deutsche Botschaft in Riad und das Generalkonsulat in Jeddah leisten stets freundliche Unterstützung in Verwaltung, Logistik und Öffentlichkeitsarbeit.

Saudi Commission for Tourism and Antiquities
Antiquities and Museums Sector
P.O. Box 66680 Riyadh 11586 Saudi-Arabia
Tel: +966-1-8808855
Fax: +966-1-8808844
Das Langzeitprojekt wird finanziert mit einer Sachbeihilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Bonn, (DFG) sowie aus Mitteln der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts. Logistische und technische Unterstützung leistet das Museum für Archäologie und Ethnografie in Tayma sowie die Antikenverwaltung in Tabuk.
Das Teilprojekt Wasserbau der Fachhochschule Lübeck wird gefördert mit einer Sachbeihilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Bonn, (DFG).
Die Ausbildungsmaßnahmen für örtliche Fachkräfte im Bereich der nachhaltigen Bauwerkserhaltung werden seit 2010 aus Mitteln der Official Development Assistance (ODA) finanziert.
Die umweltgeschichtlichen Untersuchungen zu Vegetation, Landnutzung und Klimageschichte werden seit 2011 von der Fritz-Thyssen-Stiftung gefördert.
Das Stadtmauerprojekt der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) und des Architekturreferats der Zentrale des DAI wurde gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung und wird unterstützt von der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts.
Die naturwissenschaftlichen Untersuchungen der Keramik werden unterstützt von der Università degli studi di Padova.
Allgemein
al-Ansary, A., Abu al-Hasan, H. 2002: Tayma. Crossroads of Civilizations. Riyadh.
al-Ansary, A.R., Abu al-Hassan, H. 2004: Die alten Kulturen von al-'Ula und Mada'in Salih. Bedeutende Städte an der Weihrauchstraße, Bd. 1, Riyadh.
Eichmann, R., Hausleiter, A., Götzelt, T. 2006: Einstmals an der Weihrauchstraße, Forschung - Das Magazin der Deutschen Forschungsgemeinschaft 4/2006, 3-9.
Forschungsgeschichte / Historischer und archäologischer Überblick
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Euting, J. 1896/1914: Tagebuch einer Reise in Inner-Arabien. Leiden.
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Bisherige Untersuchungen in Tayma
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Bawden, G., Edens, C., Miller, R. 1980: Preliminary archaeological investigations at Tayma. ATLAL 4: 69-106.
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Vorberichte über die Ausgrabungen in Tayma vor 2004 und Berichte über den archäologischen Survey in NW Arabien sind in der Zeitschrift ATLAL publiziert.
Projektpublikationen und Vorberichte
Deputy Ministry of Antiquities and Museums 2007: Mashru' al-ba'tha al-athariyya al-sa'udiyya al-almaniyya al-mushtaraka li-l-tanqib 'an athar Tayma', Riad.
Eichmann, R. 2008: Tayma - Oasis and trade center on the frankincense caravan route. In: A.R. Al-Ansary, K.I. Muaikel, A.M. Alsharekh (eds.), The City in the Arab World in light of archaeological discoveries: Evolution and development, Riad: 17-26.
Eichmann, R. 2008: Archaeological evidence of the pre-Islamic period (4th to 6th cent. AD) at Tayma. In: C. Robin, J. Schiettecatte eds., L'Arabie à la veille de l'Islam, Paris, 55-69.
Eichmann, R., Hausleiter, A., al-Najem, M., al-Said, S. 2006: Tayma - Spring 2004. ATLAL 19: 91-116 (arab. Fassung 191-216).
Eichmann, R., Hausleiter, A., al-Najem, M., al-Said, S. 2010: Tayma - Autumn 2004 and Spring 2005. ATLAL 20, 101-147 (arab. Fassung 73-102).
Eichmann, R., Hausleiter, A., al-Najem, M., al-Said, S. Im Druck: Tayma - Autumn 2005 and 2006 (spring and autumn), ATLAL.
Eichmann, R., Hausleiter, A., al-Najem, M., al-Said, S. Im Druck:Tayma - 2007, ATLAL.
Eichmann, R., Schaudig, H., Hausleiter, A. 2006: Archaeology and Epigraphy at Tayma (Saudi-Arabia), Arabian Archaeology and Epigraphy 17, 163-176.
al-Ghabban, A. 2008: L'influence de Babylone à Tayma et dans sa région à la lumière des découvertes archéologiques récentes. In: B. André-Salvini ed., Babylone. Paris: 231-232.
Hamann, M., Heemeier, B., Patzelt, A., Grottker, M. 2007: Wasserwirtschaftliche Anlagen in der historischen Oasenstadt Tayma, Saudi-Arabien. In: Proceedings of the 13th International Conference on the History of Water Management and Hydraulic Engineering in the Mediterranean Region. Petra/Amman 31 March - 9 April 2007, Schriften der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft (DWhG) e.V., Band 12, herausgegeben im Auftrag der DWhG von C. Ohlig, Siegburg: 155-175.
Hausleiter, A. 2006: Tayma, North-West Arabia. The context of archaeological research. Special Issue of Oriental Studies. Collection of papers on Ancient Civilizations of Western Asia, Asia Minor and North Africa, Peking, 160-182.
Hausleiter, A. 2008: Stèle néo-babylonienne de Tayma (Teiman). In: B. André-Salvini ed., Babylone. Paris: 187.
Hausleiter, A. 2008: Fragment der Tayma-Stele Nabonids. In: J. Marzahn, G. Schauerte eds., Babylon. Wahrheit, Berlin, 273-274; 248, Abb. 170a-c.
Hausleiter, A. 2010: L'oasis de Tayma, in: A.I. Ghabban, B. André-Salvini, F. Demange, C. Juvin, M. Cotty, Routes d'Arabie. Archéologie et histoire du Royaume d'Arabie Saoudite, Paris, 218-239 (Katalogeinträge ibid., 241-261)
Jacobs, B., Macdonald, M.C.A. 2009: Felszeichnung eines Reiters aus der Umgebung von Taymā', Zeitschrift für Orient-Archäologie 2: 364-376.
Lora, S., Petiti, E., Hausleiter, A. 2010: Burial contexts at Tayma, NW Arabia: archaeological and anthropological data. In: L. Weeks (ed.), Death and Burial in Arabia and Beyond. Multidisciplinary perspectives, London: 237-247.
Al-Said, S.F. 2009: Eine neu entdeckte Erwähnung des Königs Nabonid in den thamudischen Inschriften, Zeitschrift für Orient-Archäologie 2, 358-363.
Schneider, P.I. 2010: Die Mauern von Tayma. In: Lorentzen, J., Pirson, F., Schneider, P.I., Wulf-Rheidt, U. (eds.), Neue Forschungen zu antiken Stadtbefestigungen im östlichen Mittelmeerraum und im Vorderen Orient (Byzas 10), Istanbul: 1-25.
Tayma im Fernsehen
"Flucht aus Babylon" in der Serie Schliemanns Erben des ZDF, ausgestrahlt am 9.3.2008
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.