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AEGARON

ANCIENT EGYPTIAN ARCHITECTURE ONLINE

Ein Repositorium für standardisierte Pläne und Daten ägyptischer ArchitekturAEGARON-Project

Background

Hintergrund des Projektes ist, dass Architekturpläne von Bauten aus dieser Zeit häufig schwer zugänglich oder überhaupt nicht adäquat veröffentlicht sind. Der Anspruch an Genauigkeit sowie die Darstellungsweise von Materialien, Erhaltungszustand, Rekonstruktionen etc. in den Publikationen sind zudem höchst unterschiedlich. Dies erschwert das Verständnis und den Vergleich verschiedener Gebäude und damit wesentliche Schritte der Architekturforschung – ob sie im Rahmen der Ägyptologie, der Bauforschung oder der Kunstgeschichte stattfindet.

Objectives

In kaum einer antiken Kultur hatte das Bauen eine so hohe Bedeutung wie im Alten Ägypten. Abgesehen von Wohn- und Repräsentationsbauten, Wirtschafts- und Verwaltungsstrukturen, Festungsanlagen etc. wird die pharaonische Architektur insbesondere in der heutigen Wahrnehmung stark von ihren Sakralbauten geprägt, ohne die nach damaliger Vorstellung eine individuelle Weiterexistenz im Jenseits, ja der Fortbestand des Kosmos nicht garantiert war.

Diese Architektur war Lebenswelt und Lebenswirklichkeit, sie war gebauter Rahmen religiöser wie alltäglicher Rituale, sie war aber auch immer Spiegel von Kontinuitäten, Transformationen, Innovationen und Umbrüchen.
Durch ihre enorme Dauerhaftigkeit ist sie für uns eine reiche Quelle zu diesen Wissensbereichen, die freilich in der Breite erst erschlossen werden muss. Die Lage und Gewichtung beispielsweise von Zu- und Durchgängen in einem Gebäude muss gesichert sein, bevor man Schlussfolgerungen über jedwede Form von Handlungsabläufen in diesem Gebäude zieht. Diese Sicherheit aber ist für einen großen Teil von Bauten beim jetzigen Publikationsstand nicht gegeben.
AEgArOn legt dafür mit der Onlinepublikation eines repräsentativen Querschnitts der altägyptischen Architektur eine wichtige Grundlage, und zwar in Form intuitiv verständlicher, verlässlicher und im Detail nachvollziehbarer Pläne. Das Projekt stellt zudem der Ägyptologie und anderen Altertumswissenschaften neue Standards zur Verfügung. Die dabei entwickelte Methode hinsichtlich Darstellung, Aufschlüsselung von Metadaten, Detailgenauigkeit, Maßstäben, Scanner-Verzerrung etc. kann auch Basis weiterer, vergleichbarer Projekte mit Blick auf andere Epochen sein.

Previous Activities

Die auf dieser Seite veröffentlichten Pläne (PDF) stehen für Bildungs- und Forschungszwecke frei zur Verfügung, z.B. für Vorlesungen und wissenschaftliche Veröffentlichungen (Druck und online). Voraussetzung ist die Erwähnung von AEgArOn und eine E-Mail mit der Angabe von Ort und Zweck der Verwendung an aegaron@kairo.dainst.org.
Bitte beachten Sie, dass die derzeit veröffentlichten Pläne vorläufigen Charakter haben. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen oder Anmerkung haben und falls Sie dwg-Dateien wünschen.

Amarna: Arbeiterhaus
  0046.pdf   0047.pdf
Amarna: Grab des Paneshy
  0035.pdf   0036.pdf
  0037.pdf   0038.pdf
  0039.pdf   0040.pdf
  0041.pdf    
Amarna: Villa des Ramose
  0042.pdf   0043.pdf
  0044.pdf   0045.pdf
Buhen: Tempel des Mittleren Reiches
 00175.pdf 0175.pdf  00176.pdf 0176.pdf
 00177.pdf 0177.pdf    
Buhen: Tempel des Neuen Reiches
 00166.pdf 0166.pdf  00167.pdf 0167.pdf
 00168.pdf 0168.pdf  00169.pdf 0169.pdf
 00170.pdf 0170.pdf  00171.pdf 0171.pdf
 00172.pdf 0172.pdf  00173.pdf 0173.pdf
 00174.pdf 0174.pdf  00178.pdf 0178.pdf
 00179.pdf 0179.pdf  00180.pdf 0180.pdf
 00181.pdf 0181.pdf  00182.pdf 0182.pdf
Gisa: Sphinxtempel
  0048.pdf   0049.pdf
  0050.pdf   0051.pdf
  0052.pdf   0053.pdf
  0054.pdf   0055.pdf
Kahun: Palast
 00128.pdf 0128.pdf  00129.pdf 0129.pdf
 00130.pdf 0130.pdf   0131.pdf
  0132.pdf   0133.pdf
Uronarti: Festung
 0086.pdf 0086.pdf  0109.pdf 0109.pdf
 0110.pdf 0110.pdf  0111.pdf 0111.pdf
 0112.pdf 0112.pdf  0113.pdf 0113.pdf
 0114.pdf 0114.pdf  0115.pdf 0115.pdf
 0122.pdf 0122.pdf    
Uronarti: Kapelle
 0085.pdf 0085.pdf  0116.pdf 0116.pdf
 0117.pdf 0117.pdf    
Uronarti: Lageplan
 0084.pdf 0084.pdf    
Uronarti: Palast
 0066.pdf 0066.pdf  0067.pdf 0067.pdf
 0068.pdf 0068.pdf  0079.pdf 0079.pdf
 0080.pdf 0080.pdf  0081.pdf 0081.pdf
Uronarti: Soldatenunterkünfte
 0120.pdf 0120.pdf  0121.pdf 0121.pdf
Uronarti: Verwaltungsgebäude
 0118.pdf 0118.pdf  0119.pdf 0119.pdf
 0134.pdf 0134.pdf    

Tipp: Die Pläne sind maßstäblich und haben teils Überformat. Wenn Sie sie in kleinerem Format ausdrucken möchten, wählen Sie beim Drucken > Seiteneinstellungen > Anpassen der Seitengröße > in Druckbereich einpassen sowie Automatisch Drehen und Zentrieren.

Recent Activities

Methodology

© DAIDie wesentliche Arbeit des Projekts besteht darin, publizierte und teils unpublizierte Pläne einer repräsentativen Auswahl von Gebäuden zu sammeln, kritisch zu bewerten, ggf. vor Ort auf wichtige Details zu überprüfen und neu zu zeichnen. Diese Zeichnungen werden online zum Herunterladen frei zur Verfügung gestellt.

Das Repositorium wird sich dabei durch zwei Besonderheiten auszeichnen: Zum einen werden die Pläne in einer Darstellungssprache abgefasst, um einen Standard für die Ägyptologie zu entwickeln und anzubieten. Dieser Darstellungsstandard hinsichtlich Farben, Strichstärke und Linientypen etc. ermöglicht Aussagen zu Gebäudeaufbau, Materialien, Erhaltungszustand bzw. Rekonstruktionsgrad und Bauzeit. Dies erhöht nicht nur generell die Informationsdichte der Zeichnungen, sondern erleichtert auch ein unmittelbares optisches Verständnis der Gebäude.
Die zweite Besonderheit besteht darin, den Zeichnungen Metadaten an die Seite zu stellen, die in Form eines 'kritischen Apparats' die Autorenschaft, Entstehungsgeschichte und Verlässlichkeit der Informationen nachweisen. Dies steht der bisher häufig verfolgten Praxis entgegen, Pläne ohne Herkunftsverweis durchzuzeichnen, wodurch der Eindruck falscher Aktualität entsteht und überdies die Autorenschaft missachtet wird. Der Nachweis von Informationen ist auch von Bedeutung, weil häufig die Verwendung mehrerer Vorlagen zur Erstellung einer neuen Zeichnung erforderlich ist, um zu einem optimalen Ergebnis zu kommen. Schlussendlich ist es wünschenswert, dem Nutzer des Planes Informationen an die Hand zu geben, die ihm die Datendichte und deren Verlässlichkeit unmissverständlich vor Augen führt. Nur so können Forschungsdesiderata adäquat aufgezeigt werden.
© DAIDie Auswahl der präsentierten Bauten soll einen ausgewogenen Überblick über die ägyptische Architektur geben, die unterschiedlichste Bautypen und Monumente berücksichtigt. Hütten, Häuser, Paläste, kleine ebenso wie monumentale Gräber, Provinz- und überregional bedeutende Tempel, Magazine, Werkstätten etc. werden gleichermaßen repräsentiert sein. Dabei werden auch die engen zeitlichen Grenzen der so genannten 'klassischen' ägyptischen Epoche überschritten.

Cooperation / Cooperation partners

University of California, Los Angeles (UCLA), Department of Near Eastern Languages and Cultures, UCLA Encyclopedia of Egyptology, Prof. Dr. Willeke Wendrich, Los Angeles, CA 90095-1511, E-Mail: wendrich@humnet.ucla.edu, Tel.: +1-310-206-1496

Bibliography

<p>•  Ulrike Fauerbach, Willeke Wendrich, Salma Khamis, Martin Sählhof, Bethany Simpson, Angela Susak, AEgArOn - Ancient Egyptian Architecture Online, in: Marinos Ioannides, Dieter Fellner, Andreas Georgopoulos und Diofantos G. Hadjimitsis (Hg.), Digital Heritage. Third International Conference, EuroMed 2010, Lemessos, Cyprus, November 8-13, 2010. Proceedings, Lecture Notes in Computer Science 6436, 2010, S. 463-472

<br>• Ulrike Fauerbach, Salma Khamis, Martin Sählhof, AEgArOn – Ancient Egyptian Architecture Online, in: Katja Heine – Klaus Rheidt – Frank Henze – Alexandra Riedel (Hg.), Erfassen, Modellieren, Visualisieren. Von Handaufmass bis high tech III. 3D in der historischen Bauforschung. Interdisziplinäres Kolloquium vom 24.–27. Februar 2010, veranstaltet von den Lehrstühlen Baugeschichte und Vermessungskunde der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Mainz 2011, S. 262–268

<br>• Ulrike Fauerbach, Martin Sählhof, Kaiserkult am Katarakt – Der Augustustempel auf Philae, in: Bericht über die 46. Tagung für Ausgrabungswissenschaft und Bauforschung vom 12. bis 16. Mai 2010 in Konstanz, in Druck</p>

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