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Raum und Macht. Raumvorstellungen, Geographie und Politik in der griechisch-römischen Antike
Die antiken Raumvorstellungen waren von zwei prinzipiell differenten Perspektiven geprägt, wie in den letzten Jahren durch bahnbrechende Arbeiten (P. Janni, A. Podossinov, F. Prontera) deutlich gemacht, von H.-J. Gehrke weiter entwickelt und teilweise neu fundiert wurde: Eine traditionelle - eindimensionale, an Linien und Markierungen ausgerichtete und insofern "hodologische" - Sicht stand neben einer zweidimensionalen, die Erde als ganze in den Blick nehmenden und insofern geometrischen Perspektive. Erstere dominierte die praktische Bewegung im Raum, letztere war eine Errungenschaft intellektueller Eliten und zunächst nur von theoretischer Bedeutung innerhalb einer als Wissenschaft verstandenen Geographie.
Besonderen wissenschaftlichen Ertrag verspricht nunmehr die Frage, wie sich das Verhältnis zwischen diesen gestaltet und sich insbesondere der geographische ('wissenschaftliche') Blickwinkel im politischen Bereich ausgewirkt hat.
In Verbindung mit verschiedenen Spezialisten aus dem In- und Ausland (u. a. P. Arnaud, Nizza; P. Funke, Münster; F. Prontera, Perugia) werden bestimmte Themenfelder ins Auge gefasst, die innovative Forschungen ermöglichen und originelle Ergebnisse versprechen. Dabei geht es insbesondere um das angesprochene Wechselverhältnis zwischen - theoretisch fundierten - Raumkonzepten und - praktisch, vor allem politisch relevanten - Verhaltensweisen und Organisationsformen.
Das Projekt ist verbunden mit dem Editionsprojekt zu den antiken Geographen (FGrHist V) und eingebunden in das Forschungscluster 3 des DAI (Politische Räume) sowie in das Berliner Exzellenzcluster TOPOI
Eine Serie von drei Forschungskonferenzen in der Villa Vigoni wird durch Drittmittel finanziert. Die erste wird vom 5.-9.10. 2008 stattfinden.
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.