Go to: Content area More information Main navigation Overview Metanavigation Footer
AA 2008/1 und Jahresbericht 2007
AA 2007/2
AA 2007/1 und Jahresbericht 2006
AA 2006/2
AA 2006/1
AA 2005/2
AA 2005/1
AA 2004/2
AA 2004/1
AA 2003/2
AA 2003/1
AA 2002/2
AA 2002/1
Alexander Rubel
Eine Besitzermarke aus Moesia Inferior und die römische Militärpräsenz in Ibida >>
Volkmar von Graeve
Milet 2003–2005. Vorbericht über die Grabungsarbeiten, die Denkmälerrestaurierung und Ruinenpflege sowie die naturwissenschaftlichen Begleituntersuchungen – Einleitung und Übersicht >>
Harald Stümpel – Ercan Erkul
Geophysikalische Prospektion in Milet 2003–2005 >>
Ioannis A. Panteleon – Reinhard Senff
Die Grabung im Aphroditeheiligtum auf dem Zeytintepe bei Milet in den Jahren 2003–2005. Unter Mitarbeit von Kerstin Beier, Torsten Dressler und Daniel Nösler >>
Frank Wascheck
Fikellura-Amphoren und -Amphoriskoi von Milet. Ein Gefäßlager am Kalabaktepe? >>
Felix Pirson
Pergamon – Bericht über die Arbeiten in der Kampagne 2007. Mit Beiträgen von Martin Bachmann, Ralf von den Hoff, Ulrich Mania, Wolfgang Radt und Martin Zimmermann >>
Simone Wolf – Pawel Wolf – Hans-Ulrich Onasch – Catharine Hof – Ulrike Nowotnick
Meroë und Hamadab – Zwei Städte im Mittleren Niltal in den Jahrhunderten um die Zeitenwende. Bericht über die Arbeiten zwischen 1999 und 2007 >>
Archäologische Gesellschaft zu Berlin e. V. 2007
Archäologische Gesellschaft zu Berlin e. V. 2008
Alexander Rubel, Eine Besitzermarke aus Moesia Inferior und die römische Militärpräsenz in Ibida
Die römische Siedlung Ibida (heute Slava Rusá in der rumänischen Dobrudscha) ist immer noch kaum bekannt, obwohl sie mit 24 ha Fläche die größte antike Festung der Dobrudscha ist. Die erst seit 2001 erfolgenden systematischen Ausgrabungen zeigen allerdings immer deutlicher, dass die an einer wichtigen Wegekreuzung gelegene Stadt bereits während der Kaiserzeit und nicht erst in der Spätantike, wie die massiven Mauern aus der Zeit Iustinians vermuten lassen, recht bedeutend war. Ein neues Argument für diese These liefert die hier publizierte Besitzermarke, welche die zumindest zeitweilige Stationierung einer römischen Militäreinheit nahelegt.
Schlagworte: Rumänien • Dobrudscha • Ibida • Besitzermarke ▲
Volkmar von Graeve, Milet 2003–2005. Vorbericht über die Grabungsarbeiten, die Denkmälerrestaurierung und Ruinenpflege sowie die naturwissenschaftlichen Begleituntersuchungen – Einleitung und Übersicht
Der Beitrag gibt einen Überblick über die Aktivitäten der Miletgrabung in den Jahren 2003–2005 und fungiert daher als Einleitung zu den in diesem sowie dem nächsten Band des Archäologischen Anzeigers folgenden Artikeln. Wie in den vergangenen Jahren umfassten die Arbeitsbereiche in Milet sowohl Grabungen als auch Denkmälerrestaurierung und Ruinenpflege sowie naturwissenschaftliche Untersuchungen. Den Schwerpunkt bildeten die Grabungen im archaischen Heiligtum der Aphrodite auf dem heutigen Zeytintepe: Über sie wird ein eigener Vorbericht in diesem Band vorgelegt; außerdem sind einige kleinere Materialpublikationen aus den Grabungen hervorgegangen, die im nächsten Halbband der Zeitschrift veröffentlicht werden. Ausführlicher wird in der Einleitung auf die Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion im Rahmen der interdisziplinären Programme der Miletgrabung eingegangen und versucht, sie in das Gesamtbild der Forschungen über die Stadt einzuordnen. Darüber hinaus werden die Arbeiten zur touristischen Erschließung des Ruinengeländes, über die kein eigener Bericht vorliegt, kurz zusammengefasst. Den Abschluss der Einleitung bildet ein Bericht von B. F. Weber über die Restaurierungsarbeiten im Theater von Milet.
Schlagworte: Milet • archaisch • geophysikalische Prospektion • Aphroditeheiligtum • Theater • Ruinenpflege ▲
Harald Stümpel – Ercan Erkul, Geophysikalische Prospektion in Milet 2003–2005
Der Schwerpunkt unserer geomagnetischen Messungen in Milet lag im Bereich eines vermuteten Hafengebiets östlich vom Humeitepe, im Bereich der Heiligen Straße sowie im Gebiet zwischen Kalabaktepe und der späthellenistischen Stadtmauer. Für die Arbeiten wurde ein DGPS gesteuerter Multisensor-Wagen mit acht Differenz-Fluxgate-Sensoren eingesetzt. Die Magnetik-Sensoren besaßen einen horizontalen Abstand von 500 mm. Im Osthafen liefert die Magnetik klare Hinweise auf Hafenbauwerke mit Landungsplätzen. Westlich der Heiligen Straße finden wir eine ausgedehnte Nekropole mit einem eigenen Wegesystem. Besondere Bedeutung gewinnt der Nachweis der kontinuierlichen Fortsetzung des archaischen Straßensystems über die späthellenistische Stadtmauer hinaus bis zum Kalabaktepe hin. Nördlich des Kalabaktepe finden wir eine bisher unbekannte frühchristliche Friedhofskirche. Geoelektrische Messungen können die Ergebnisse wesentlich vertiefen und erlauben so eine gezielte Ausgrabung mit optimierten Schnittflächen.
Schlagworte: Milet • Survey • Geophysik • Geomagnetik • Geoelektrik ▲
Ioannis A. Panteleon – Reinhard Senff, Die Grabung im Aphroditeheiligtum auf dem Zeytintepe bei Milet in den Jahren 2003–2005
In den Jahren 2003–2005 waren die Arbeiten im Aphroditeheiligtum auf dem Zeytintepe auf einen ca. 50 m breiten und 80 m langen Abhang fokussiert, der sich nach Westen an die Hügelkuppe anschließt. In der Kampagne 2003 wurde erkannt, dass hier in spätarchaischer Zeit eine Terrassierung über einem Kalkstein-Steinbruch errichtet worden war. Das Material aus dem Steinbruch diente als Werkstoff bei einer Umgestaltung des Heiligtums. Schließlich errichtete man über dem Steinbruch eine Terrasse, wobei sehr große Mengen an Weihegaben in den Boden gelangten. Diese lagen meist ohne besonderen Zusammenhang in den Füllschichten, allerdings waren auch mehrere mehrteilige Ensembles von Weihegaben sorgfältig arrangiert in der Verfüllung niedergelegt worden. Die Bestattung eines menschlichen Körpers in der Verfüllung der Terrasse, die in der Kampagne 2005 freigelegt wurde, ist ein ungewöhnlicher Befund in einem Heiligtum.
Schlagworte: Milet • Zeytintepe • Heiligtum • Aphrodite • Oikus ▲
Frank Wascheck, Fikellura-Amphoren und -Amphoriskoi von Milet. Ein Gefäßlager am Kalabaktepe?
Die Ausgrabungen in Milet haben in den letzten 20 Jahren eine beispiellose Vielzahl von zumeist fragmentierten Fikellura-Amphoren und -Amphoriskoi entdeckt. Die mit Abstand größte Fundkonzentration lag im Bereich zweier archaischer Hofhäuser am Südwesttor des Kalabaktepe, wo Aufschüttungen zur Wiederbesiedlung des Areals nach der persischen Eroberung Milets etwa 180 Fikellura-Amphoren und -Amphoriskoi verschiedener Werkstätten primär aus der Zeit nach 530 v. Chr. enthielten. Diese große Menge an sekundär verwendeten Gefäßen wird als Hinweis auf ein nahe gelegenes Warenlager gedeutet, in dem Vasen aus unterschiedlichen lokalen Töpferwerkstätten untergebracht waren.
Schlagworte: Milet • archaisch • Amphoren • Fikellura-Vasen • Töpferwerkstätten ▲
Felix Pirson, Pergamon – Bericht über die Arbeiten in der Kampagne 2007
Die Arbeiten der Pergamongrabung im Jahr 2007 konzentrierten sich auf die Erforschung der hellenistischen Residenzstadt und ihres Umlandes im Rahmen des neuen Forschungsprogramms. Daneben fanden zahlreiche Projekte zur Bearbeitung und Vorlage einzelner Materialgattungen und älterer Grabungsbefunde statt. Im Zuge der Konservierungsarbeiten an der Roten Halle konnten das Lapidarium in das neue Depot umgelagert, die Besucherplattform im südlichen Rundturm eingerichtet und die große Öffnung an dessen Westfront konsolidiert werden. Die Untersuchungen am Ostabhang des Burgbergs haben die neue Rekonstruktion eines fächerförmigen Straßenrasters weiter verdichtet. Ein erster Vorschlag zur Rekonstruktion der Insulae hat Parzellengrößen von ca. 35 m × 45 m erbracht. Bei bauvorbereitenden Untersuchungen wurde am Südostabhang unmittelbar vor der hellenistischen Stadtbefestigung eine bisher unbekannte Nekropole mit Grabbauten der römischen Kaiserzeit entdeckt. Diesem Fund verdanken wir wichtige neue Einblicke in die Organisation der Nekropolen, der Sepulkralarchitektur und der Bestattungsriten im antiken Pergamon. Die Untersuchungen im Umland konzentrierten sich wiederum auf die Poleis Atarneus und Elaia. In Atarneus hat sich das Bild der Besiedlungsgeschichte so vertieft, daß wir nun zeigen können, wie eine blühende Polis klassischer und frühhellenistischer Zeit unter dem Einfluß des aufstrebenden Pergamons in die Bedeutungslosigkeit versank. Elaia, der Haupthafen der Metropole, wurde hingegen großflächig ausgebaut und stark befestigt. Aus der Entdeckung weiterer Hafenanlagen im Flachwasserbereich vor der Küste könnte sich in Zukunft ein ganz neues Bild Pergamons als hellenistische Seemacht ergeben.
Schlagworte: Pergamon • Elaia • Atarneus • Nekropole • Straßensystem • Stadtmauern • Gymnasien • Häfen • Rote Halle ▲
Simone Wolf – Pawel Wolf – Hans-Ulrich Onasch – Catharine Hof – Ulrike Nowotnick, Meroë und Hamadab – Zwei Städte im Mittleren Niltal in den Jahrhunderten um die Zeitenwende. Bericht über die Arbeiten zwischen 1999 und 2007
Außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt liegen die beiden Städte Meroë und Hamadab, nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Mittleren Niltal zwischen dem 5. und 6. Katarakt – der eine Ort ist Residenzstadt des afrikanischen Reiches von Kusch, der andere stellt eine größere meroitische Siedlung im Umland von Meroë dar, es ist etwa die Zeit zwischen dem 3. Jh. v. Chr. und dem 4. Jh. n. Chr. In Meroë konzentrieren sich die Untersuchungen auf einen außergewöhnlichen Gebäudekomplex, die sog. Royal Baths, deren Architektur und prachtvolle Ausstattung im meroitischen Raum bislang ohne Parallele sind. Die Anlage gibt Einblicke in den Lebensstil der privilegierten Bevölkerungsschichten von Meroë im Umfeld des Königshauses, der geprägt wird von fremden Einflüssen aus dem mediterranen Kulturraum bei gleichzeitig auffallend deutlicher Betonung der indigenen afrikanischen Traditionen. Untersucht wird, welche Baugeschichte die Royal Baths hatten, wie sie technisch funktionierten, wozu sie genutzt wurden und welche Rolle sie im Kontext der Stadt Meroë spielten. Komplementär dazu lässt sich in Hamadab großflächig die Struktur einer meroitischen Stadt mit ihrer materiellen Hinterlassenschaft erfassen und somit eine Vorstellung von Planung, Entstehung, Entwicklung und Untergang gewinnen, von Funktionsbereichen, infrastrukturellen Systemen und soziokulturellen Verhältnissen. Dies wird zu einem besseren Verständnis des Alltagslebens und der materiellen Kultur in einer meroitischen Stadt um die Zeitenwende führen. Mit dem hier vorliegenden Bericht werden sowohl die verschiedenen ortsspezifischen Arbeitsmethoden als auch richtungsweisende Ergebnisse der Feldarbeiten in Meroë und Hamadab in einem Überblick vom Beginn der Projekte bis 2007 erstmals außerhalb der sudanarchäologischen Fachliteratur vorgestellt und in einen größeren Zusammenhang eingeordnet. Darüber hinaus wird als Ausblick beschrieben, welche Fortschritte künftig durch eine vergleichende bzw. gegeneinander abgrenzende Erforschung beider Städte hinsichtlich siedlungsarchäologischer und kulturhistorischer Aspekte im Kernland des Reiches von Kusch zu erwarten sind.
Schlagworte: Kusch • Meroë • Hamadab • Siedlungsarchäologie • Stadtgeschichte • Kulturtransfer ▲
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.