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Antike Demographie
Demographische Faktoren sind für unser Verständnis der Alten Geschichte von grundlegender
Bedeutung. Dank der Rezeption von Konzepten und Methoden der Forschung zur
Bevölkerungsgeschichte der jüngeren Vergangenheit hat sich unsere Kenntnis der
demographischen Grundlagen der griechisch-römischen Welt in den letzten zwanzig Jahren
dramatisch erweitert. Dadurch ist erstmals eine epochenübergreifende vergleichende Perspektive
möglich. Der Kurs zieht eine Bilanz dieser Fortschritte und der verbleibenden Probleme und
Defizite. Vier Themen stehen dabei im Mittelpunkt: die demographische Aussagekraft der
epigraphischen, papyrologischen, literarischen und archäologischen Quellen und die
methodischen Probleme ihrer Auswertung; die demographischen Strukturen antiker
Gesellschaften, von der Reproduktion und Familienbildung bis zur Sterblichkeit und ihren
Ursachen, mit besonderer Beachtung geographischer und zeitlicher Unterschiede; die Relevanz
dieser Erkenntnisse für moderne Interpretationen antiker Gesellschaften; und die Eigenheiten des
demographischen Charakters der griechisch-römischen Antike im Vergleich zu späteren
historischen Epochen und Weltregionen.
Eingeladen sind Assistenten, Doktoranden etc. der Alten Geschichte und ihrer Nebenfächer. Die
Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt (bei mehreren Interessenten einer Institution wird daher um
eine Liste mit intern abgesprochener Reihenfolge gebeten). Zu den Reise- und Aufenthaltskosten
wird ein Zuschuß gewährt. Anmeldeschluß ist Freitag, der 20. Juni 2008.
Quartierwünsche bitten wir unbedingt bereits bei der Anmeldung mitzuteilen. Die angenommenen
Bewerberinnen und Bewerber erhalten noch im Juni Bescheid. Weitere Informationen folgen
gegen Ende der Vorlesungszeit.
2008-10-22 - 2008-10-24
Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik, München, Bibliothek
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.