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Donnerstag, 8. Oktober bis Samstag, 10. Oktober 2009
Die antike Technik war lange Zeit ein von der Alten Geschichte und der Archäologie weitgehend vernachlässigtes Forschungsgebiet, und auch in der allgemeinen Technikgeschichte dominierten Arbeiten zu den nachantiken Epochen. 1984 erschienen dann zwei Bücher, die für die antike Technikgeschichte eine eminente Bedeutung besaßen: K. D. White legte mit Greek and Roman Technology die erste umfassende, modernen wissenschaftlichen Standards entsprechende Darstellung antiker Technik vor und wies darin auf die zahlreichen technischen Neuerungen in Griechenland und Rom hin. Ö. Wikander zeigte in Exploitation of water-power or technical stagnation? am Beispiel der Wassermühle, dass neue Techniken in der Antike wirtschaftlich genutzt wurden und eine weite Verbreitung fanden. Seit den Arbeiten von White und Wikander wurde eine große Zahl von Untersuchungen zur antiken Technik publiziert, die unser Wissen erheblich erweitert und die ältere These einer technischen Stagnation in der Antike widerlegt haben. Der gegenwärtige Kenntnisstand wurde zusammengefasst in J. P. Oleson (Hg.), The Oxford Handbook of Engineering and Technology in the Classical World, Oxford 2008. Dieses Handbuch unterstreicht die eminente Bedeutung technikhistorischer Forschung für die modernen Altertumswissenschaften. Der Kurs hat das Ziel, am Beispiel ausgewählter Quellen in die Fragestellung und Methodik der antiken Technikgeschichte einzuführen und gleichzeitig wichtige Ergebnisse der neueren Forschung zu vermitteln.
Eingeladen sind Assistenten, Doktoranden etc. der Alten Geschichte und ihrer Nebenfächer. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt (bei mehreren Interessenten einer Institution wird daher um eine Liste mit intern abgesprochener Reihenfolge gebeten). Zu den Reise- und Aufenthaltskosten wird ein Zuschuß gewährt.
Verlängerter Anmeldeschluß ist Montag, der 6. Juli 2009.
Quartierwünsche bitten wir unbedingt bereits bei der Anmeldung mitzuteilen. Die angenommenen Bewerberinnen und Bewerber erhalten noch im Juli Bescheid.
2009-10-07 - 2009-10-09
Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik München, Bibliothek
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.