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<i>Besuchen Sie den DAI-Stand in Halle 5.0 D949</i>
Auch in diesem Jahr präsentiert sich das Deutsche Archäologische Institut wieder mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse. In thematischer Anlehnung an das Gastland China und geprägt von der Gründung einer neuen Außenstelle in Peking steht auch der Messeauftritt des DAI im Zeichen von China. Neben den aktuellen Neuerscheinungen der weltweit agierenden Abteilungen und Zweigstellen wird die neue Buchreihe "Archäologie in China" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der DAI-Stand bietet Besuchern aber auch umfangreiche Informationen über das Institut, die Eurasien-Abteilung, an welche die Außenstelle Peking angegliedert sein wird, sowie den aktuellen Forschungsprojekten in China in deutscher, englischer und chinesischer Sprache.
Zudem kommen auf einer vom Institut initiierten Podiumsdiskussion zum Thema "Archäologische Museen als Identitätsstifter" hochrangige chinesische Fachkollegen zu Wort.
Podiumsdiskussion am Freitag, den 16. Oktober 12.00 - 13.00 Uhr im Internationalen Zentrum Halle 5.0
Repräsentative Fundplatzmuseen werden in China wie in Deutschland zunehmend zu Orten anschaulicher Vermittlung und nachhaltigen Erlebens lokal-kultureller Identität. Das Jinsha-Museum im Herzen der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Sichuan mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit ist dafür ein herausragendes Beispiel. Vor allem Goldmasken und Skulpturen sowie Spuren von Elefantenkulten, die direkt mit den Bewohnern des Chengdu-Tales vor 3000 Jahren in Verbindung gebracht werden, ziehen enorme Besucherströme an.
Noch bekannter als Jinsha ist das nahe gelegene Fundplatz Sanxingdui, wo Mitte der 80er Jahre international Aufsehen erregende, riesige Bronzemasken und eine überlebensgroße Bronzeskulptur entdeckt wurden. Sie gehörten offensichtlich zu einer reichen Tempelausstattung, die man aus unbekannten Gründen in zwei Gruben mit einer großen Menge Elefantenstoßzähnen rituell bestattet hatte. Das Museum Sanxingdui gehört inzwischen zu den größten Fundplatzmuseen Chinas.
Im medialen Auftritt beider Museen wird vor allem die Andersartigkeit im Vergleich zur zeitgenössischen nördlich benachbarten chinesischen Zivilisation betont. Und die Bewohner Sichuans identifizieren sich heute stark mit diesen Frühzeitkulturen, gerade weil sie Jahrhunderte später von der chinesischen Kulturtradition assimiliert worden sind.
Im Vergleich dazu spielt in Deutschland das Museum der Varus-Schlacht in Kalkriese, wo in diesem Jahr der 2000ste Jahrestag des Sieges der Germanen über die Römer begangen wird, eine ähnlich identitätsstiftende Rolle. Das multimediale Besucherzentrum Nebra führt den Besucher 3600 Jahre zurück in die Vergangenheit und ist einer von vier Standorten der neuen touristischen Route "Himmelswege", die archäologisch bedeutende Orte im südlichen Sachsen-Anhalt miteinander verbindet.
Die Instrumentalisierung historischer Ereignisse und lokal-spezifischer Entwicklungen zur Ausbildung von Ortsverbundenheit und Geschichtsbewusstsein stehen im Zentrum der Expertendiskussion.
Es diskutieren:
Herr Prof. Zhu Zhangyl, Direktor des Jinsha-Museums Chengdu
Herr Prof. Huo Wei, Direktor des Instituts für Tibetstudien der Sichuan-Universität Chengdu
Frau Heidrun Derks, Museum und Park Kalkriese
Herr Dr. Harald Meller, Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, Sachsen-Anhalt
Moderation: Frau PD Dr. Mayke Wagner, Leiterin der Außenstelle Peking des DAI
Download:
| Infoflyer des DAI | |
| Infoflyer des Internationalen Zentrums |
2009-10-13 - 2009-10-17
Frankfurter Buchmesse, Internationales Zentrum Halle 5.0 D 949
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.