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The 'Big Digs' Go Digital

Opportunities And Challenges For Large-Scale, Multigenerational Excavation Projects In The Digital Age

Der Begriff "Big Digs” bezeichnet großflächige Ausgrabungen im Mittelmeerraum, deren Forschungsgeschichte sich über einen Zeitraum von mehreren Wissenschaftlergenerationen erstreckt. Diese langfristigen Projekte haben ihren Ursprung in ersten Feldforschungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Großgrabungen dieser Art wurden sowohl von der American School of Classical Studies at Athens (ASCSA) als auch vom Deutschen Archäologischen Institut initiiert. Die ASCSA betreibt in diesem Zusammenhang Feldforschungen im antiken Korinth (seit 1896) und auf der Agora in Athen (seit 1931). Das DAI führt mit den Projekten der Abteilung Athen Großgrabungen in Olympia (seit 1875), auf dem Kerameikos (seit 1913) und in Kalapodi (seit 1973) durch.

Von Anfang an zeichneten sich diese Ausgrabungen durch die Produktion großer Datenmengen aus, weshalb sehr bald neue Verfahren zur Sicherung und Organisation der gewonnenen Informationen notwendig wurden. Notizbücher, Karteikästen, Fotografien, Gesamtpläne und Zeichnungen wurden erstellt, im Lauf der Jahre mit Daten gefüllt und weiterentwickelt. Im Fortgang der wissenschaftlichen Arbeit wurden hunderttausende Fundobjekte untersucht und tausende Seiten gedruckter Dokumente archiviert. Mit Beginn der 1980er Jahre wurde die analoge Dokumentation dann mehr und mehr durch digitale Speichermethoden ersetzt. Zum heutigen Zeitpunkt haben die modernen Technologien die auf den Großgrabungen eingesetzten analogen Methoden fast vollständig ersetzt.

Die digitalen Speicher eröffnen der Archäologie neue Wege der Informationsverarbeitung. Tatsächlich ermöglichen sie neue Arten der Dateninterpretation und die Generierung regionaler Perspektiven. Allerdings werden die "Big Digs" durch die anhaltend schnelle Weiterentwicklung und die Kurzlebigkeit der Speicherformen elektronischer Informationen auch vor bislang unbekannte Herausforderungen gestellt. Diese zeigen sich vor allem in Fragen der Gewährleistung informationstechnischer Infrastrukturen. Da diese Schwierigkeiten kaum allein von einzelnen Institutionen wie dem DAI oder der ASCSA bewältigt werden können, ergibt sich zwangsläufig die Frage nach kollaborativen Lösungen für die gemeinsamen Probleme. Etablierte erfolgreiche Kooperationen können darüberhinaus auch in Zukunft einen stabilen Rahmen für die weitere Forschung bilden, die dann kompatible Datensätze zur Grundlage hat und Perspektiven für die Verbindung bislang isolierter Feldforschungsprojekte erzeugen kann.

Als einen ersten Schritt zur Evaluierung zukünftiger Zusammenarbeit haben DAI und ASCSA den Antrag auf Unterstützung zweier Workshops in Athen und den USA zur Erforschung vorhandener Schnittmengen auf den Weg gebracht. Die Unterstützung durch das DFG/NEH Bilateral Digital Humanities Program wurde im April 2009 zugesichert. Eine erste Tagung wird im November 2009 in Athen stattfinden. Die zweite Tagung ist für Januar 2010 in Nord-Amerika vorgesehen.

Nähere Informationen zu den Workshops und den weiteren Hintergründen des Projekts entnehmen Sie bitte der Webseite des Projekts (www.bigdigs.org).

Sponsoren

Eventperiod

2009-11-04 - 2009-11-07

Eventlocation

DAI - Abteilung Athen, 1 Fidiou Street, Athen / ASCSA, 54 Souidias Street, Athen

Images

Ausgrabung in Kalapodi 2008
Ausgrabung in Kalapodi 2008

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  • 03/02/2012 - 03/02/2012

    Vortrag: Prof. Dr. Silvia Orlandi, Rom

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  • 03/02/2012 - 05/02/2012

    'Irregular’ burials in prehistory: norm, ritual, punishment …?

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  • 03/02/2012 - 05/02/2012

    'Irregular’ burials in prehistory: norm, ritual, punishment …?

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  • 03/02/2012 - 05/02/2012

    'Irregular’ burials in prehistory: norm, ritual, punishment …?

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  • 08/02/2012 - 11/02/2012

    Internationales Kolloquium: Die Architektur des Weges

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  • 08/02/2012 - 11/02/2012

    Internationales Kolloquium: Die Architektur des Weges

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  • 09/02/2012 - 10/02/2012

    Die Eurasische Steppe in sarmatischer Zeit

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  • 08/02/2012 - 11/02/2012

    Internationales Kolloquium: Die Architektur des Weges

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  • 09/02/2012 - 10/02/2012

    Die Eurasische Steppe in sarmatischer Zeit

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  • 08/02/2012 - 11/02/2012

    Internationales Kolloquium: Die Architektur des Weges

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Contact

The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.  

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