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Report: Archiv zum antiken Sudan von Friedrich W. Hinkel an das DAI übertragen

Unterzeichnung des Übergabevertrags am 25. November 2009

Der 2007 verstorbene Architekt und Bauforscher Dr. Friedrich W. Hinkel hinterließ ein umfangreiches Archiv zur Archäologie und Baugeschichte des antiken Sudan. Am 25. November 2009 wurde dieses in feierlichem Rahmen an das DAI übertragen: Die Erbinnen von Friedrich Hinkel, Anneliese Hinkel und Barbara Herrmann, sowie der Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke, unterzeichneten den Übergabevertrag.

In seiner mehr als vierzigjährigen Tätigkeit für die antiken Kulturen des Sudan, über längere Zeiten im Auftrag der Sudanesischen Altertümerverwaltung, hat Friedrich Hinkel in einzigartiger Weise Materialien über archäologische Plätze und Architektur-Denkmäler des kulturgeschichtlich reichen nordost-afrikanischen Landes zusammengetragen. Darüber hinaus leistete er grundlegende Forschungen zur meroitischen Architektur und übernahm bedeutende denkmalpflegerische Aufgaben, zuletzt an den Pyramiden von Meroë. Aus seinen Arbeiten im Sudan erwachsen ist die von ihm herausgegebene Reihe »The Archaeological Map of the Sudan«, deren erster Band 1977 im Akademie-Verlag Berlin erschienen ist. Seither wurden drei Katalog-Bände und vier Supplement-Bände der Reihe, zuletzt im Eigenverlag von Friedrich Hinkel veröffentlicht, weitere Bände sind in Vorbereitung.

Mit der Übertragung des Archivs von Friedrich Hinkel an das DAI hat das Institut die Aufgabe übernommen, für dessen wissenschaftliche Erschließung und Publikation Sorge zu tragen sowie die Reihe »The Archaeological Map of the Sudan« zukünftig unter seiner Ägide herauszugeben.

Im Anschluß an die Unterzeichnung des Vertrags fand in der Zentrale des DAI in Berlin eine kleine Feierstunde statt. In diesem Rahmen überreichte der Präsident Frau Hinkel stellvertretend für ihren Mann eine Ehrenmedaille der National Corporation for Antiquities and Museums of Sudan. Sie wurde im März 2009 aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums der Rettung nubischer Altertümer vor der Flutung des Nasser-Stausees auf einer Tagung der UNESCO durch den Direktor des sudanesischen Antikendienstes Hassan Hussein Idris postum an Friedrich Hinkel verliehen. Dieser hatte 1962-1964 vier Tempel sowie zahlreiche Felsinschriften in Nubien abbauen, nach Khartoum transportieren und im Garten des dortigen Nationalmuseums wieder aufbauen lassen.

Eventdate

2009-11-30

Eventlocation

Zentrale, Berlin

Images

Anneliese Hinkel, Ehefrau von Friedrich Hinkel, ihre Tochter Barbara Herrmann und Hans-Joachim Gehrke während der Feierstunde aus Anlaß der Übertragung des >Hinkel-Archivs< an das DAI (v. r.); Foto S. Wolf
Anneliese Hinkel, Ehefrau von Friedrich Hinkel, ihre Tochter Barbara Herrmann und Hans-Joachim Gehrke während der Feierstunde aus Anlaß der Übertragung des >Hinkel-Archivs< an das DAI (v. r.); Foto S. WolfAnneliese Hinkel, Ehefrau von Friedrich Hinkel, ihre Tochter Barbara Herrmann und Hans-Joachim Gehrke während der Feierstunde aus Anlaß der Übertragung des >Hinkel-Archivs< an das DAI (v. r.); Foto S. Wolf

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The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.  

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