Go to: Content area More information Main navigation Overview Metanavigation Footer
Mo. 23.11. 9-18 Uhr, Di. 24.11. 9-13 Uhr
Im Rahmen von wissenschaftlichen Forschungsprojekten am Deutschen Archäologischen Institut und innerhalb des Excellenzclusters TOPOI werden in großem Umfang digitale Daten zur antiken Welt erzeugt und verwaltet. Entsprechend der Vielzahl der beteiligten Fachdisziplinen wie verschiedenen Archäologien (z. B. Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte, Ägyptologie, Vorderasiatische Archäologie, Frühchristliche Archäologie), historischen Disziplinen (Alte Geschichte, Numismatik, Epigraphik) und Sprachwissenschaften (z. B. klassische Philologien für Latein und Griechisch, Hebräisch, Assyrologie) ist die inhaltliche und formale Struktur der Daten sehr heterogen. Hinzu kommen in zunehmendem Maße auch raumbezogene Disziplinen (Geologie, Kartographie, Vermessungkunde, Fernerkundung), bestimmte Naturwissenschaften (Anthropologie, Zoologie, Palaeobotantik, Geophysik, Biologie) und die Architekturforschung. Um die verschiedenartigen Daten, die bislang größtenteils in abgeschlossenen, separaten und individuellen Systemen projektbezogen verwaltet werden, langfristig besser miteinander vernetzen und zusammenführen zu können, wurde vor einiger Zeit am DAI und in TOPOI das CIDOC-CRM als gemeinsames verbindliches Referenzmodell ausgewählt. In Kooperation mit dem Forschungsarchiv für Antike Plastik in Köln wurde in einem Pilotprojekt ein Prototyp für einen Semantic-Web-Browser realisiert und erste Erfahrungen gesammelt. Im Rahmen eines Workshops wurde nun diskutiert, was die Umsetzung des CIDOC-CRM für Wissenschaftler und Forschungsinstitute in technischer, inhaltlicher, finanzieller und personeller Hinsicht bedeutet.
Der Workshop vermittelte einerseits altertumskundlichen Wissenschaftlern, was das CIDOC-CRM ist und welche Potentiale darin liegen. Während die meisten in geisteswissenschaftlichen Bereichen tätigen Informatiker mit dem Referenzmodell inzwischen hinlänglich vertraut sind, ist es bei den eigentlichen Endnutzern - den Fachwissenschaftlern - noch weitgehend unbekannt. Daher sollten Anwender und Entwickler gemeinsam über zukünftige neue Forschungsszenarien nachdenken, die eine solche vernetzte Infrastruktur ermöglicht. Andererseits fand ein Austausch über praktische Erfahrungen bei der Umsetzung und dem Einsatz von Systemen mit CIDOC-CRM statt. Anhand individueller Berichte wurde diskutiert, ob sich der hohe technische und personelle Aufwand der Adaption von CIDOC-CRM in Wissenschaftsorganisationen wie dem DAI oder TOPOI tatsächlich auszahlt. Wichtig war hierbei, nicht nur die Machbarkeit von CIDOC-CRM-Lösungen anhand von prototypischen Entwicklungen aufzuzeigen, sondern auch den realen Umgang von laufenden und genutzten Anwendungen darzustellen. Da das CIDOC-CRM gerne als 'Wundermittel' gegen die Zersplitterung digitaler Datenbestände zitiert wird, konnte interessierten Personenkreisen eine realistische Perspektive vermittelt werden, auf welche Weise heterogene Informationsressourcen mittel- und langfristig sinnvoll im Dienst der Wissenschaft genutzt werden können. Ebenso konnte bei den meisten Teilnehmern ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass das CIDOC-CRM nicht alle datenbanktechnischen Missstände von alleine löst, sondern dass z. B. immer noch die Probleme der uneinheitlichen Glossare (Thesauri) oder der Mehrsprachigkeit bestehen bleiben.
Vor diesem Hintergrund wurden in insgesamt 12 Beiträgen von CIDOC-Experten aus Deutschland, England, Österreich und der Schweiz folgenden Leitfragen thematisiert und diskutiert:
Felix Schäfer, Archäologisches Institut der Universität, Köln
Robert Kummer, Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung, Köln
Undine Lieberwirth, Excellenzcluster TOPOI, Berlin
Rainer Komp, Deutsches Archäologisches Institut, Berlin
| Programm | |
| Abstracts | |
| Konzept des Workshops |
Präsentationen
| I. CIDOC-CRM APPLIED IN THE CONTEXT OF MUSEUMS | |
| 1. Einführung: CIDOC-CRM aus der Museums-Perspektive, Siegfried Krause / Karl-Heinz Lampe | |
| 2. CRM in der Praxis: Das Harvestingformat museumdat, Regine Stein | |
| 3. Using CRM and SKOS as a basis for the datamodelling of different collections and for the presentation of archaeological objects in PICA, Axel Vitzthum / Frank Dührkohp | |
| I. CIDOC-CRM APPLIED IN THE CONTEXT OF MUSEUMS | |
| 4. CIDOC CRM and text data - The World of Thuc., Agnes Thomas / Reinhard Förtsch | |
| 5. From Questions to Answers - Travelling from Perseus to Arachne and Anywhere, Robert Kummer | |
| 6. Prototype of a CIDOC-CRM implementation in a relational database with GIS interface, Gerald Hiebel | |
| III. IMPLEMENTING THE CIDOC-CRM | |
| 7. CIDOC-CRM for sharing, CIDOC-CRM for use, Graham Klyne | |
| 8. CIDOC-CRM in Practice - Experciences, Problems, and Possible Solutions, Bernhard Haslhofer / Philipp Nussbaumer | |
| 9. The CRM-English Heritage extensions of CIDOC CRM, Keith May | |
| 10. Breaking down barriers to interoperability, Douglas Tudhope / Ceri Binding | |
| 10_TudhopeBinding_STAR (PPT, 1.91 MB) | |
| IV. ALTERNATIVES TO CIDOC-CRM | |
| 11. The data exchange format ADeX of the Archaeological Heritage Management in Germany - Intentions and first thoughts about the mapping with CIDOC-CRM, Axel Posluschny | |
| 12. Archaeology, Formality and the CIDOC-CRM, Leif Isaksen | |
![]() |
![]() |
![]() |
2009-11-23 - 2009-11-24
Deutsches Archäologisches Institut, Podbielskialle 69-71, 14195 Berlin-Dahlem
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.