Metanavigation

Ausstellung: Waldgirmes - Bilder einer Ausgrabung

17. März 2010 - 14. April 2010 in Frankfurt / Main

Im August 2009 gelang Forschern der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Kooperation mit der Hessischen Landesarchäologie in der Gemeinde Lahnau-Waldgirmes, Lahn-Dill-Kreis, ein ganz besonderer Fund: der Pferdekopf eines lebensgroßen Reiterstandbildes aus vergoldeter Bronze. Er zählt zu den besten Bronzestatuen, die bisher auf dem Gebiet des ehemaligen Römischen Reiches gefunden wurden.

Zutage kam der Kopf bei der Untersuchung eines 11m tiefen Brunnens in einer römischen Stadtanlage aus der Zeit des Kaisers Augustus. Die seit 1993 laufenden Ausgrabungen haben dort erstmals die Spuren einer planmäßigen zivilen römischen Stadtgründung im rechtsrheinischen Germanien zutage gefördert. Von diesem Ort aus, dessen antiken Namen wir nicht kennen, sollte die weitere Entwicklung der germanischen Gebiete nach römischem Vorbild vorangetrieben werden. Gegründet kurz vor der Zeitenwende endete die Siedlung wohl mit dem Rückzug der Römer 16 n. Chr., als sie Germanien rechts des Rheins aufgegeben hatten.

Der Kopf des vorwärts drängenden Hengstes ist mit einem reich verzierten Zaumzeug geschmückt, dessen Medaillons Bilder der Siegesgöttin Victoria und des Kriegsgottes Mars zeigen. Die Darstellungen passen damit gut zur Situation neu eroberter Gebiete. Der Fund von Waldgirmes besitzt aufgrund seiner hohen künstlerischen Qualität eine weit über die Region und Hessen hinausgehende Bedeutung.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte des römischen Waldgirmes und enthüllt mit freundlicher Unterstützung der 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse die Hintergründe zu diesem außerordentlichen Fundstück, welchem aufgrund seiner hohen künstlerischen Qualität eine weit über die Region hinausgehende Bedeutung zuzumessen ist.

Derzeit wird der Pferdekopf in den Restaurierungswerkstätten der Hessischen Landesarchäologie im Schloss Biebrich/Wiesbaden aufwendig restauriert und kann deshalb erst ab 2011 der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Erstmals in dieser Ausstellung zu sehende großformatige Detailfotos zeigen aber die volle Schönheit des Fundes.

Note

Öffnungszeiten: Mo-Mi, Fr 9 bis 16 Uhr, Do 9 bis 18 Uhr; Eintritt frei

Eventperiod

2010-03-17 - 2010-04-13

Eventlocation

Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Str. 49 in 60311 Frankfurt am Main

Images

Calendar

<  
M T W T F S S
 
 
1
 
2
 
3
  • 03/02/2012 - 03/02/2012

    Vortrag: Prof. Dr. Silvia Orlandi, Rom

    more information

  • 03/02/2012 - 05/02/2012

    'Irregular’ burials in prehistory: norm, ritual, punishment …?

    more information

 
4
  • 03/02/2012 - 05/02/2012

    'Irregular’ burials in prehistory: norm, ritual, punishment …?

    more information

 
5
  • 03/02/2012 - 05/02/2012

    'Irregular’ burials in prehistory: norm, ritual, punishment …?

    more information

 
6
 
7
 
8
  • 08/02/2012 - 11/02/2012

    Internationales Kolloquium: Die Architektur des Weges

    more information

 
9
  • 08/02/2012 - 11/02/2012

    Internationales Kolloquium: Die Architektur des Weges

    more information

  • 09/02/2012 - 10/02/2012

    Die Eurasische Steppe in sarmatischer Zeit

    more information

 
10
  • 08/02/2012 - 11/02/2012

    Internationales Kolloquium: Die Architektur des Weges

    more information

  • 09/02/2012 - 10/02/2012

    Die Eurasische Steppe in sarmatischer Zeit

    more information

 
11
  • 08/02/2012 - 11/02/2012

    Internationales Kolloquium: Die Architektur des Weges

    more information

 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
 
 
 
 

Contact

The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.  

contact form