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<p>in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München</p> <p><u>Transformationen des städtischen Raums: Rom in der Spätantike und im Frühmittelalter</u></p>
Leitung: Prof. Dr. Franz Alto Bauer, Dr. Alexandra Busch, Dr. Philipp von Rummel
Thema des im kommenden Jahr zum ersten Mal an der Abteilung Rom des Deutschen
Archäologischen Instituts angebotenen Studienkurses ist die Stadt Rom in der Spätantike
und im Frühmittelalter. Dabei sollen in verschiedenen Bereichen Aspekte der
Transformation der Stadt im Zeitraum zwischen ca. 300 und 800 n. Chr. untersucht und
zugleich auf der Grundlage ausgewählter Monumente und Befunde hinterfragt werden,
wie sich historische Wandlungen im Stadtbild niederschlagen: welche Veränderungen
ereignen sich im politischen Raum, d. h. in welchen Bereichen der Stadt wird Macht
ausgeübt, wo werden Entscheidungen kommuniziert, und wie wurde dies im Stadtbild
anschaulich? Durch den Fortzug des Kaisers entstand ein Machtvakuum, das teilweise
von Angehörigen der Senatsaristokratie und der Kirche ausgefüllt wurde. Wie
präsentieren sich diese Entscheidungsinstanzen im Stadtbild? In diesem Zusammenhang
ist auch die Rolle des Militärs in Rom zu berücksichtigen, das ein entscheidendes
Instrument zur Ausübung und Sicherung der Herrschaft war und dessen Präsenz in der
Stadt sich nach dem Ende des weströmischen Kaisertums grundlegend wandelt. Den
baulichen Veränderungen, etwa dem Ausbau der städtischen Befestigung, soll in diesem
Zusammenhang ebenso nachgegangen werden wie der Frage, ob und inwieweit sich die
unruhiger werdenden Zeiten in der materiellen Kultur der Hauptstadt niederschlugen.
Ergänzend zu den Veränderungen im öffentliche Raum soll auch der Wandel, der sich
im eher 'privaten' Raum, in den Wohnbereichen der Aristokratie, aber auch der wenig
begüterten Einwohner Roms vollzieht, betrachtet werden. Ein weiterer Schwerpunkt
wird auf dem religiösen Bereich in der Spätantike und im Frühmittelaltern liegen: Ist das
spätantike Rom tatsächlich von einem Antagonismus zwischen Heidentum und
Christentum geprägt? Wie artikuliert sich die wachsende Christianisierung im Stadtbild?
Auch der Bereich der Wirtschaft und des Handels soll exemplarisch untersucht werden,
v. a. die Frage der Verknüpfung von ökonomischen und politischen Veränderungs-
prozessen anhand des Zusammenspiels von überregionalem Austausch und lokaler
Produktion. Schließlich werden auch die Nekropolen der Stadt im Lichte der sich
verändernden Bestattungsform- und -plätzen thematisiert.
Der Studienkurs wird zu etwa gleichen Teilen im Hörsaal und als gemeinsame
Besichtigung erfolgen. Jeder Teilnehmer wird gebeten, ein ca. 30minütiges Referat zu
einer eher übergreifenden Fragestellung zu halten sowie im Rahmen der gemeinsamen
Besichtigungen ein(en) Monument / Befund vorzustellen.
Die Bewerbung auf Teilnehme an dem Studienkurs steht Promovenden und
Promovierten aller altertumswissenschaftlichen Fächer offen. Die Teilnehmerzahl ist auf
15 begrenzt. Reise- und Übernachtungskosten sind durch die Teilnehmer selbst zu
tragen. Das DAI übernimmt die Kosten für Fahrten innerhalb der Stadt sowie die
Eintritte.
Bewerbungen mit Lebenslauf, Kopien der Universitätsexamina, kurzem
Motivationsschreiben und ebenso kurzer Empfehlung eines Hochschuldozenten richten
Sie - gerne auch per email - bitte bis spätestens Montag, den 11. Januar 2010, an:
Dr. Alexandra Busch
Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Rom
Via Curtatone 4D
00185 Roma
busch@rom.dainst.org
Eine Benachrichtigung (mit vorläufigem Programm und Liste der Referatsthemen)
erfolgt bis spätestens Montag, den 18. Januar 2010.
2010-05-02 - 2010-05-07
Deutsches Archäologisches Institut Rom
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.