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Supplement zum Corpus der Inschriften von Pergamon
Pergamon (Bergama/Türkei)
1890 erschienen die beiden Bände von Max Fränkels „Inschriften von Pergamon“ (Altertümer von Pergamon VIII 1-2), 1969 die Inschriften des pergamenischen Asklepieions von Christian Habicht (Altertümer von Pergamon VIII 3). Die zahlreichen Inschriftenfunde aus den von der Abteilung Athen des DAI durchgeführten Grabungskampagnen der Jahre 1896-1913 sind dagegen bis heute nur in vorläufigen Publikationen greifbar.
Pergamon kommt wegen seiner herausragenden Rolle als hellenistische Residenzstadt und römische Metropole besondere Bedeutung für die altertumswissenschaftliche Forschung zu. Für die Erschließung seiner politischen, institutionellen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen wie religiösen Geschichte bildet die inschriftliche Hinterlassenschaft die primäre Quellengattung. Die Inschriftenfunde der Grabungen der Berliner Museen des 19. Jahrhunderts hat Max Fränkel 1890 in den „Inschriften von Pergamon“ (Altertümer von Pergamon VIII 1-2) zusammengefasst vorgelegt, die der Grabungen des DAI in dem ausserhalb der antiken Stadt gelegenen Asklepieion wurden 1969 von Christian Habicht veröffentlicht (Altertümer von Pergamon VIII 3). Die große Anzahl der bei den Grabungskampagnen der Abteilung Athen des DAI in den Jahren 1896-1913 zu Tage gekommenen Inschriften ist dagegen bis heute nur in folgenden vorläufigen Publikationen zugänglich:
A. Conze, AM 24, 1899, 161-200
H. v. Prott - W. Kolbe, AM 27, 1902, 44-151
B. Schröder - H. Schrader - W. Kolbe, AM 29, 1904, 152-187
H. Hepding - W. Kolbe, AM 32, 1907, 241-377
P. Jacobsthal, AM 33, 1908, 375-418
H. Hepding, AM 35, 1910, 401-493
A. Ippel, AM 37, 1912, 277-303
Einige weitere Inschriften aus Pergamon sind veröffentlicht in:
G. Earinos, Museion kai bibliotheke ... Smyrna II 1, 1876, 18f.
Th. Wiegand, AbhBerlin 1928, 3
M. P. Nilsson, Eranos 54, 1956, 167-172
Ch. Habicht, IstMitt 9/10, 1959/60, 109-127
L. Robert, RPh 41, 1967, 65-68
E. Pfuhl - H. Möbius, Die ostgriechischen Grabreliefs I, 1977
E. Pfuhl - H. Möbius, Die ostgriechischen Grabreliefs II, 1979
W. Radt, AA 1986, 425
M. Wörrle, in: Altertümer von Pergamon XV 1, 1986, 157-160
H. Müller, Chiron 17, 1987, 193-233
H. Müller, Chiron 19, 1989, 499-553
W. Radt, in: Festschrift für J. Inan, 1989, 199-205
W. Radt, AA 1991, 423
H. Müller, Chiron 21, 1991, 393-424
V. Kästner, IstMitt 44, 1994, 125-134
M. Wörrle, Chiron 30, 2000, 543-576
H. Müller, in: R. Haensch (Hrsg.), Selbstdarstellung und Kommunikation. Die Veröffentlichung staatlicher Urkunden auf Stein und Bronze in der Römischen Welt, 2009, 367-406
In Bearbeitung ist ein Supplement zu den „Inschriften von Pergamon“, das diese Publikationen zusammenführt. Es wird in Form von Dateien im pdf-Format sukzessive der wissenschaftlichen Öffentlichkeit bereitgestellt.
In Bearbeitung ist ein Supplement zu den „Inschriften von Pergamon“, das diese verstreuten Publikationen nach einheitlichen Maßstäben zusammenfasst. Es wird in Form von Dateien im pdf-Format sukzessive der wissenschaftlichen Öffentlichkeit bereitgestellt.
Die Lesungen der Texte werden anhand von Abklatschen, Photographien sowie, soweit noch möglich, Autopsie überprüft und, mit Lemmata und kritischen Apparaten versehen, auf dem neuesten Stand der Forschung präsentiert.
Dazu werden die Texte der vorliegenden Editionen anhand von Abklatschen, die der AEK vom Archiv der Arbeitsstelle „Inscriptiones Graecae“ der BBAW leihweise überlassen wurden, von Dubletten von Photographien aus den Beständen der Pergamongrabung des DAI Istanbul sowie den Originalen überprüft, soweit diese vor Ort im Museum von Bergama, den Magazinen der Pergamongrabung oder dem Ausgrabungsgelände noch zugänglich sind. Sie werden mit Lemmata versehen, die Auskunft über Fundumstände und Form der Monumente geben, sowie mit Literaturangaben und kritischen Apparaten zur Textgestaltung, und so auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung präsentiert.
Die Vorlage im Internet ist nach den folgenden Sachgruppen gegliedert:
Die Binnengliederung folgt der Nummerierung der Originalpublikationen.
Zusätzlich sind die bearbeiteten Texte einschließlich der Ehrendekrete unter Verzicht auf Lemmata und kritische Apparate auch über die Datenbank der griechischen Inschriften des Packard Humanities Institute (http://epigraphy.packhum.org/inscriptions/ →Regions →Asia Minor →Mysia [Kaikos], Pergamon →MDAI(A)) unter ihrem ursprünglichen Erscheinungsort abrufbar.
DAI Abteilung Istanbul
Museum Bergama
Packard Humanities Institute, Los Altos CA
Cornell University, Ithaca NY
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.