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Die Grobkeramik von Milet IV

Die Grobkeramik der Phase Milet IV (entspricht MM III bis SM I A/SM II), die im bronzezeitlichen milesischen Heiligtum wenig südlich des späteren Tempels der Athena gefunden wurde, weist zweierlei Besonderheiten auf: Zum einen gehören ihre Formen größtenteils dem kretisch-minoischen Formenspektrum an, zum zweiten ist die Keramik nahezu ausschließlich aus dem lokalen glimmerhaltigen milesischen Ton gefertigt. Unter den Formen, die eindeutig auf rituelles Geschehen weisen, sind konische Rhyta, wie sie vielfach aus kretischen Heiligtümern belegt sind. Des weiteren kommen sog. fireboxes vor, die möglicherweise zur Herstellung bestimmter, für den Kult relevanter Essenzen dienten und im ägäischen Raum zahlreich zutage gekommen sind. Ebenfalls aus kretischen Heiligtümern sind die Unmengen konischer Näpfe und dreibeiniger Kochtöpfe bekannt, die es für Milet sehr wahrscheinlich machen, daß die Teilnehmer am Ritual Kreter waren. Indizien für Votive fanden sich indessen unter der Grobkeramik dieser Phase nicht.

Contact: I. Kaiser, Abteilung Athen

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