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Türkei, Latmosregion

Erfassung der Siedlungsreste in Herakleia

Latmos: Arbeiten auf dem Territorium von Herakleia, mit einem weitverzweigten Netz antiker Pflasterstraßen, Siedlungen und Heiligtümer

Externe Homepage des Projekts: http://latmos-felsbilder.de/

Location

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Germany
37° 29' 25.872" N, 27° 33' 8.982" E

Knapp 1400 m hohes Gebirge, türkisch Besparmak, an der türkischen Westküste ca. 150 km südlich von Izmir, am Ost- und Nordufer des Bafa-Sees, des ehemaligen latmikos kolpos. In der Antike Nordwestecke der Landschaft Karien und Territorium der an seinem Südhang gelegenen hellenistischen Stadt Herakleia am Latmos bzw. der mit dem Gebirge gleichnamigen Vorgängersiedlung. Der Latmos war einer der heiligen Berge Kleinasiens, seit prähistorischer Zeit Kult des Wetter- und Regengottes auf seinem Gipfel. Erforschung der Siedlungsgeschichte dieses Raumes seitens des Deutschen Archäologischen Instituts seit 1985.

Objectives

Ziel der Feldforschungen ist die Erfassung aller oberirdisch sichtbaren und unterirdisch zugänglichen Siedlungsreste in Herakleia am Latmos und dem zugehörigen Territorium von prähistorischer bis in osmanische Zeit.

Recent Activities

© DAISeit 1991 liegt der Schwerpunkt der Arbeiten auf dem Territorium von Herakleia, der Latmia, wo ein weitverzweigtes Netz antiker Pflasterstraßen, mehrere antike Siedlungen, 'lelegische' Ringwälle, antike Gehöfte und Heiligtümer, ferner zahlreiche, von Th. Wiegand nicht vermerkte byzantinische Ruinenplätze - Klöster, Befestigungen, Siedlungen, Kirchen und ausgemalte Höhlen - sowie osmanische Wüstungen entdeckt wurden, deren Untersuchung im einzelnen noch aussteht bzw. noch nicht abgeschlossen ist. Ein neues Arbeitsgebiet tat sich 1994 mit der Entdeckung der ersten beiden prähistorischen Felsbilder auf, deren Zahl sich in der Zwischenzeit auf 25 erhöht hat. Es ist geplant, die Erforschung der Prähistorie des Latmos als ein eigenständiges Projekt weiterzuführen.

Results

Mit der Erforschung des Latmos hatte bereits Th. Wiegand als Leiter der Milet-Grabung im Jahre 1905 begonnen. Die ersten abgeschlossenen Teilprojekte betrafen die byzantinischen Denkmäler dieses Gebietes und die Stadtmauern von Herakleia. Die durch den Ersten Weltkrieg unterbrochenen Arbeiten wurden erst 1974 in Form einer Begehung wiederaufgenommen. In den Jahren 1974 bis 1979 richtete sich das Interesse zunächst auf die Stadt Herakleia am Latmos, die Vorgängersiedlung Latmos, die Marmorbrüche von Herakleia und Milet und die bereits bekannten byzantinischen Denkmäler der Region. Daran schlossen sich nach einer mehrjährigen Unterbrechung seit 1985 Detailuntersuchungen der Wohnbebauung der alten Stadt Latmos und der weitläufigen Nekropole beider Städte an. Seit 1991 wurden die Arbeiten auf das Territorium von Herakleia, die Latmia ausgedehnt.

Cooperation / Cooperation partners

Die Feldforschungen in Herakleia am Latmos und dem Umland werden mit Genehmigung der türkischen Antikendirektion durchgeführt. Von 1976 bis 1979 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft, seit 1985 das Deutsche Archäologische Institut die Unternehmung finanziert, an der Wissenschaftler der verschiedensten Fachrichtungen (Archäologie, Bauforschung, Epigraphik, Byzantinistik, Geographie, Geologie und Wasserbau) beteiligt sind.

Bibliography

Th. Wiegand, Der Latmos, Milet III 1 (1913); F. Krischen, Die Befestigungen von Herakleia am Latmos, Milet III 2 (1922); A. Peschlow-Bindokat, Der Latmos. Eine unbekannte Gebirgslandschaft an der türkischen Westküste (1996): Zusammenfassung der bis 1996 erzielten Ergebnisse mit weiteren Literaturangaben.

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