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Aqaba, Tell al-Magass

Tall al- Magass, Hujayrat al-Ghuzlan und Wadi Yitim (ASEYM-Projekt, Aqaba-Region): Ausgrabungen und Surveys in chalkolithischen und frühbronzezeitlichen Ruinen

Location

Location

Jordan
29° 33' 58.7124" N, 35° 2' 2.7816" E

Abb.1 Blick auf Tell al-Magass in Richtung Westen. © DAIDie moderne Stadt Aqaba liegt an der nördlichen Küste des Roten Meeres, unmittelbar am Scheitelpunkt des nach ihr benannten Golfs - zu Füßen hoch aufragender Berge, an der Nahtstelle zwischen Meer und Wüste.
Tell al-Magass ist etwa fünf Kilometer nördlich der Küste des Roten Meeres bei Aqaba in Jordanien gelegen.

Background

Die Region Aqaba kann auf eine lange zurückreichende Besiedlungsgeschichte blicken - die Tells Hujayrat al-Ghuzlan und al-Magass stellen die ältesten bekannten Siedlungen der Region und datieren in das vierte Jahrtausend v. Chr., an den Übergang von späten Chalkolithikum zur frühen Bronzezeit.

Im Rahmen des ASEYM-Projektes (Archaeological Survey and Excavation in the Yitim and Magass Area) wurden der durch den Straßenbau in den 1960er Jahren in Mitleidenschaft gezogenen, 1934 erstmals durch den deutschen Reisenden Fritz Frank dokumentierten, Ruinenhügel archäologisch untersucht. In insgesamt drei Kampagnen, 1985, 1990 und 1998 (ab 1998 im Kooperationsprojekt zwischen dem Department of Archaeology der University of Jordan und der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts) fanden Arbeiten hier statt.

Objectives

Erklärte Ziele des ASEYM-Projekts sind die Erforschung und Dokumentation der archäologischen Stätten der Region, namentlich der Tells al-Magass und Hujayrat al-Ghuzlan sowie deren Umgebung.

Current research

Abb.2 Erhaltene Steinarchitektur in Tell al-Magass. © DAIDie Ausgrabungen der mit Sand und Geröll verfüllten Ruinen des Tell al-Magass erbrachten den Nachweis von aus Lehmziegeln und Steinen errichteten Mauern und mächtiger Ascheschichten.

Letztere können möglicherweiser mit einer Reihe von Erdbeben in Verbindung gebracht werden, deren Folge in Form von Zerstörungsmustern in der nahegelegenen zeitgleichen Siedlung von Tell Hujayrat al-Ghuzlan beobachtet wurden. Ähnlich wie dort finden sich auch hier neben Keramikscherben und Feuersteingeräten auch Artefakte, die von einer frühen auf Kupfer basierenden Metallverarbeitungsindustrie zeugen.

Stratigraphisch lassen sich drei Phasen voneinander scheiden, von denen die erste durch die bereits erwähnten Ascheschichten und Erdbebenschäden charakterisiert ist, die zweite jene Okkupationsphase kennzeichnet, die diesen destruktiven Ereignissen vorausging. Phase 3 schließlich wir durch zahlreiche Gruben bestimmt, die offenbar als Vorratsspeicher genutzt wurden.

Ansprechpartner

Prof. Dr. phil. Klaus Schmidt

Prähistorische Archäologie
Telefon: 03018-7711-110
Telefax: 03018-7711-189
Email: urfa@orient.dainst.de
weitere E-Mail Adresse: orient@dainst.de Verweis: curriculum vitae, Veröffentlichungen

Externe Ansprechpartner

Prof. Dr. Lutfi Khalil
University of Jordan
Department of Archaeology
P.O.B. 13066
Amman 11942
Jordan
E-Mail: lakhalil@ju.edu.jo

Bibliography

H. Brückner, R. Eichmann, L. Herling, H. Kallweit, S. Kerner , L. Khalil, R. Miqdadi, Chalcolithic and Early Bronze Age Sites near 'Aqaba, Jordan, in: R. Eichmann (Hrsg.), Ausgrabungen und Surveys im Vorderen Orient I, OA 5 (2002) 217-339.
L. Khalil, R. Eichmann in Collaboration with H. Brückner, J. Görsdorf, A. Hoffmann, L. Herling, H. Kallweit, S. Kerner, R. Miqdadi and R. Neef 1999, Archaeological Survey and Excavation at Wadi al-Yutum and Tall Al-Magass Area `Aqaba (ASEYM): A Preliminary Report on the First Season 1998. Annual of the Department of Antiquities of Jordan 43, 501 - 520.
L. Khalil, K. Schmidt (eds.), Prehistoric Aqaba I, OrA 23, Berlin 2009.

Aqaba, Tell al-Magass in Zenon 

Contact

The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.  

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