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Rom, Engelsburg

Rom, Hadriansmausoleum

Bauaufnahme und architekturgeschichtliches Studium des größten Grabmals der römischen Welt

Location

Location

Italy
41° 54' 13.6692" N, 12° 27' 58.0644" E

Das Mausoleum wurde auf der rechten Tiberseite extra muros errichtet und war über den Pons Aelius mit dem Marsfeld verbunden.

History

© DAIWohl in den zwanziger Jahren des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts ließ Kaiser Hadrian am rechten Tiberufer mit dem Bau eines monumentalen Tumulusgrabes für sich und seine Nachfolger beginnen, das 139, also ein Jahr nach seinem Tod, von seinem Nachfolger Antoninus Pius vollendet wurde. Sowohl die Bauform als auch der Standort mit seinem Bezug zum Marsfeld orientieren sich an dem anderthalb Jahrhunderte älteren Vorbild des Augustusmausoleums. Nachdem bis zu Caracalla hin die kaiserliche Familie hier ihre letzte Ruhe gefunden hatte, wurde der Grabbau schon am Ende des dritten Jahrhunderts in die aurelianische Stadtbefestigung einbezogen. Die strategisch wichtige Lage als befestigter Brückenkopf auf der rechten Tiberseite am Übergang vom Vatikan zum Stadtgebiet sicherte dem Bau auch in den folgenden Jahrhunderten seine Bedeutung. Seine heutige Erscheinung prägen besonders die Baumaßnahmen vom späten Mittelalter bis in die Barockzeit, die ihn zur praktisch uneinnehmbaren und prächtig ausgestatteten Festung der Päpste machten, die nunmehr genannt wurde. Wie kaum ein anderes Monument spiegelt er fast zweitausend Jahre römischer Geschichte. Wesentliche Teile des hadrianischen Baus blieben bis heute erhalten - freilich nicht die das ursprüngliche Aussehen bestimmende Marmorverkleidung -, so daß sich äußere Form und innere Struktur des Mausoleums immer noch ablesen lassen. Über einem quadratischen Sockel von gut zehn Metern Höhe erhob sich ein etwa gleich hoher, die Erdschüttung des Grabhügels einfassender Zylinder. Der Tumulus wurde schließlich vom oberen Ende eines Turmes überragt, welcher den Sockel einer Quadriga bildete. Im Inneren führte ein Gang von dem auf der Südseite in der Achse der zugehörigen Tiberbrücke gelegenen Eingang zunächst in ein annähernd quadratisches Vestibül. Von dort gelangte man über eine Kreisrampe auf das Niveau der zentralen Grabkammer, die durch einen Gang erschlossen war.

Objectives

Ziel der Arbeit ist neben der Dokumentation und graphischen Rekonstruktion vor allem die Frage nach der Bauplanung, deren Entwurf und Konstruktion sich angesichts der verschiedenartigen Materialien und Bautechniken sehr komplex darstellt.

Previous Activities

Auf Einladung des Denkmalpflegeamtes Rom begann das Institut 1998 mit einer Untersuchung des Monuments.

Recent Activities

Nach einer ersten geodätischen Vermessungskampagne wird der Bau nun mit den Methoden der Bauforschung untersucht.

Methodology

Sind die groben Züge des Mausoleums auch klar, so fehlt bisher doch eine detaillierte Aufnahme des Befundes.

Cooperation / Cooperation partners

Soprintendenza Autonoma per i Beni Archeologici di Roma; Museo Nazionale di Castel Sant'Angelo; Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft sowie Lehrstuhl für Baugeschichte der Technischen Universität München; Graduiertenkolleg der Universität Bamberg.

Ansprechpartner

Tobias Lange

Contact

The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.  

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