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Sabäische Sakralarchitektur: Gestalt, Ausstattung und Kultpraktiken

Im Rahmen der Clusterforschung untersucht die Außenstelle Sanaa sabäische Heiligtümer intra muros in Bezug auf Kultpraktiken und innerstädtische Kommunikation. Ein Ziel des Projektes ist es, den Bereich des Sakralen, der im Sabäischen politische, gesellschaftliche und religiöse Aspekte vereint, innerhalb der beiden wichtigsten sabäischen Stadtanlagen Marib, der Hauptstadt des Reiches von Saba, und Sirwah zu erforschen. Erstmals für den südarabischen Raum wird dabei analysiert, in welchem Ausmaß die soziale Ordnung der sabäischen Gesellschaft mit ihren religiösen Vorstellungen die Gestaltung des sakralen Raums prägte. Wechselwirkungen zwischen den sich wandelnden Lebensbedingungen und der Religion vom Beginn der sabäischen Zeit am Anfang des 1. Jt. v. Chr. bis zum Untergang des Reiches im 6. nachchristlichen Jahrhundert werden dabei berücksichtigt. Von besonderer Bedeutung ist der Übergang vom Polytheismus zum Monotheismus im 4. Jh. n. Chr. und hier speziell die Auswirkungen auf die Sakralarchitektur sowie den Kult als Spiegel der sich ändernden sabäischen Gesellschaft.

Darüber hinaus erfolgt eine systematische Untersuchung der Kultpraktiken, Rituale und Votive anhand archäologischer Funde und Befunde und zwar in Abhängigkeit zur architektonischen Gestalt der Heiligtümer. Das epigraphische Quellenmaterial, das - sofern vorhanden - ergänzend zum archäologischen Kontext Hinweise auf den Kult geben kann, wird dabei gezielt analysiert. Eine systematische Materialsichtung behandelt darüber hinaus das bisher vernachlässigte Thema der religiösen Ikonographie der sabäischen Kultur.

Contact: I. Gerlach - Orientabteilung, Außenstelle Sanaa

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