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Wasserbewirtschaftung, Hydrotechnik und Wasserarchitektur der Kleinstadt Minturnae

Wasserwirtschaft in einer mittelitalischen Stadt von der Gründung bis in die Spätantike - Wasserkultur im Kontext öffentlicher und privater Architektur - Standardisierung in Wasserbewirtschaftung und Hydrotechnik in römischer Zeit - frühe Aquädukte außerhalb der urbs

Location

Location

Germany
41° 14' 27.6" N, 13° 46' 1.2" E

Minturnae (Italien, Südlatium)

Das Projekt, das in enger Zusammenarbeit zwischen der Hochschule München (Prof. Dr.-Ing. Hansgeorg Bankel) und der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts sowie der Soprintendenza per i Beni Archeologici del Lazio durchgeführt wird, behandelt in zweijähriger Laufzeit (Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft) alle Aspekte des Themas: Wasserversorgung während der Voraquäduktphase und danach; die Konsequenzen der Errichtung der Fernleitung; Wassernutzung für praktische und für dekorative Zwecke im öffentlichen wie im privaten Bereich; Wasserbewirtschaftung und Hydrotechnik; Wasserarchitektur in ihrem topographischen Kontext und als Bedeutungsträger in einer römischen Stadt (Wasserkultur); Vergleich mit ähnlichen Situationen; Untersuchung zu den frühen Aquädukten außerhalb der urbs.Aquäduktabschnitt  in Stadtnähe (Orthophoto)

 

Aquädukt und castellum aquae an der Porta Gemina

 

Städtische Thermen

Background

Das Thema ist nicht einmal in Ansätzen untersucht, obgleich die bisher bekannten, d.h. ausgegrabenen bzw. immer sichtbaren Monumente (Aquädukt, castellum aquae, öffentliche Thermen, Nymphäen, Laufbrunnen, Latrinen, Abwassersystem etc.) umfassende Aussagen gestatten.

Objectives

 Ziel ist es, den Wasserkreislauf und seine diversen Funktionen im historischen Kontext zu veranschaulichen, um auf diese Weise das Element Wasser in seiner entscheidenden Gewichtung für die Entwicklung einer römischen Stadt aufzuzeigen. Dies geschieht sinnvollerweise in interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Methodology

Klassische Archäologie (Berichterstatter, Abt. Rom), Architekturgeschichte (Prof. Dr.-Ing. Hansgeorg Bankel, HS München, Lehrstuhl für Baugeschichte), Geschichte der antiken Wasserwirtschaft; Speleologie (Sotterranei di Roma - Centro Ricerche Speleo-Archeologiche, Roma; für alle unterirdischen Örtlichkeiten: Wasserfassung, Zuleitungskanäle, 'Zisternen', Brunnen, Abwassersystem etc.); Materialanalysen (Sinter [Prof. Dr. Rainer Drewello, Universität Bamberg]; Mörtel; Blei); Geophysik (Prof. Dr. Michael Heinzelmann, Universität zu Köln)

Current research

Das Projekt benutzt den Gesamtgrundriß der römischen Stadt Minturnae ( Hansgeorg Bankel, 2008-2011). In einer ersten Feldkampagne (September 2010) wurden die wichtigsten wasserwirtschaftlichen Bauten in Grundriß, Schnitten und Ansichten erfaßt. Der Aquäduktsurvey ergab wichtige Resultate hinsichtlich der Wasserversorgung und -verteilung der Stadt seit der augusteischen Epoche, desgleichen die Untersuchung des castellum aquae (Porta Gemina). Die Aufarbeitung dieser Kampagne, die Erfassung der wasserwirtschaftlichen und hydrotechnischen Befunde in Katalogform sowie Archivrecherchen (diverse Archive in Rom; Neapel) zur Verifizierung älterer Untersuchungen stehen derzeit im Vordergrund der Projektarbeit.

Cooperation / Cooperation partners

Dott.ssa Giovanna Rita Bellini, Direttrice del Comprensorio Archeologico di Minturnae, Soprintendenza per i Beni Archeologici del Lazio

Bibliography

H. Manderscheid, Dalla sorgente al Liris: la gestione idrica e l’architettura dell’acqua a Minturnae. in: G. Ghini (Hrsg.), Lazio e Sabina, 8. Atti del Convegno Ottavo Incontro di Studi sul Lazio e la Sabina, Roma 2011 (Roma 2012) (im Druck).

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