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„Digital Atlas of Economic Plants in Archaeology“ erschienen

Ein Kooperationswerk des Deutschen Archäologischen Instituts und des Groningen Institute of Archaeology

Der Digitale Pflanzenatlas ist ein seit 2006 laufendes internationales Projekt, das einen Beitrag zur Identifikation von Samen, Früchten, unterirdischen Pflanzenteilen, Stängelfragmenten, Blättern, Blüten, Knospen und Harzen leistet. Die Pflanzenteile werden mit Farbfotos illustriert, die mit Maßstab und wissenschaftlichen Namen versehen sind. Daneben werden die einheimischen Namen der Pflanzen in mehreren Sprachen aufgelistet.

Beispielseite Pflanzenatlas

Als dritter Band des digitalen Pflanzenatlasses liegt nun der  „Digital Atlas of economic Plants in Archaeology“ vor. Er beschäftigt sich mit Pflanzenfunden, die auf archäologischen Ausgrabungen zutage kamen. Das Nachschlagewerk liefert also Archäologen ein Mittel zur Hand, archäologisch ergrabene Pflanzenreste zu bestimmen. Es kann sich um verschiedenste Nutzpflanzenteile handeln, die beispielsweise als Nahrung, Gewürz, Genussmittel, Medikament, Giftstoff, Opfergabe, Farbstoff, Gerbstoff, Baumaterial oder zur Bodenbefestigung verwendet wurden.

Die in diesem Buch abgebildeten Pflanzenreste stammen hauptsächlich aus Grabungen in der so genannten Alten Welt (Europa, Westasien und Nordafrika), die das Deutsche Archäologische Institut (DAI, Berlin) und das Groningen Instituut voor Archeologie (GIA, Groningen, Niederlande) durchgeführt haben oder aus Grabungen, an denen diese Institute jeweils teilgenommen haben.

Pflanzenmaterial ist in der Regel schnell vergänglich, kann aber an archäologischen Fundorten erhalten bleiben. Viele Pflanzenreste bleiben in verkohlter erhalten. Unter äußerst trockenen Klimabedingungen, wie in Ägypten, bleibt Pflanzenmaterial gegebenenfalls auch in völlig vertrockneter Form bewahrt.

Mögliche Verschiedenheit in Samen- und Fruchtformen wird anhand von vergleichenden Abbildungen aus anderen Grabungen veranschaulicht. Zur Erleichterung der Bestimmung und Wiedererkennung sind auch Fotos heutiger Pflanzen mit einbezogen.

Der Erwerb des Buches berechtigt zum Zugang zu gesicherten Websites des Projekts. Dort werden zusätzliche Daten (Fotos, digitale Messdaten etc.) der archäologisch gefundenen, man sagt auch „subfossilen“ Samen und Früchte zur Verfügung gestellt. Die zum Buch gehörende Website wird allerdings erst am Ende des Jahres 2012 in vollem Umfang  funktionstüchtig sein.

Über Anmeldung in eine Mailingliste können sich Interessierte über weitere Veröffentlichungen dieser Atlantenreihe und über rabattierte Exemplare auf dem Laufenden halten.

Digitaler PflanzenatlasR. Neef, R.T.J. Cappers & R.M. Bekker
Digitaler Atlas der Nutzpflanzen in der Archäologie
Groningen 2012
773 Fotos subfossiler Pflanzenteile, 1137 Fotos jüngerer Pflanzen und  Pflanzenteile
auf 760 Seiten 
ISBN 9789491431029

 

 

 

Link zur öffentlichen Webseite mit Beispielkapitel aus dem Digitalen Atlas der Nutzpflanzen in der Archäologie:
http://www.pflanzenatlas.eu/aa.php

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