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Die Mitglieder der Zentraldirektion (ZD) des Deutschen Archäologischen Instituts kamen am 11./12. Januar 2013 zu einer außerordentlichen Sitzung im Wiegand-Haus der Berliner Zentrale zusammen. Schwerpunkt der Sitzung waren die Wahlen zur Neubesetzung der Leitungen an den Abteilungen Athen und Rom. Das DAI hat damit zwei herausragende Wissenschaftler gewinnen können.
PROF. DR. KATJA SPORN
Katja Sporn studierte Klassische Archäologie, Philosophie und Alte Geschichte an den Universitäten Heidelberg, Athen und London und wurde 1998 mit der Arbeit über „Heiligtümer und Kulte Kretas in klassischer und hellenistischer Zeit“ in Heidelberg promoviert. Sie wurde mit dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Institutes ausgezeichnet. Nach einer Zeit als Referentin an der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts, als Hochschulassistentin in Köln und Kuratorin der Archäologischen Sammlung in Freiburg habilitierte sie sich im Wintersemester 2008/2009 in Freiburg mit einer Schrift „Das Bild am Grab - Grabrepräsentation und gesellschaftliche Werte in außerattischen Grabreliefs des 5. und 4. Jhs. v. Chr.“ 2010 wurde sie als Professorin für Klassische Archäologie am Fachbereich Altertumswissenschaften der Paris-Lodron-Universität in Salzburg berufen und übernahm in dessen Folge die Leitung der Grabung Kolonna auf Aegina.
Ihr besonderes Forschungsinteresse gilt Fragen griechischer Heiligtümer und Nekropolen. Sie ist in zahlreiche Kooperationsprojekte mit griechischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eingebunden, von denen hier nur die Publikation des Fundmaterials aus dem Heiligtum der Aphrodite und des Hermes in Kato Symi Viannou auf Kreta und das Demeter-Heiligtum in Axos genannt seien.
PROF. DR. ORTWIN DALLY
Ortwin Dally absolvierte von 1988 bis 1996 sein Hochschulstudium an den Universitäten Bonn, Basel und Heidelberg mit der Fächerkombination Klassische Archäologie, Lateinische und Griechische Philologie. Nach seiner Promotion 1996 (Akkulturationsprozesse in Nordapulien vom 6. bis zum 2. Jh. v. Chr.) war er zunächst als wissenschaftlicher Angestellter an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und dem Archäologischen Institut der Universität Heidelberg und ab 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität Berlin tätig. 2002/2003 hielt er sich zu Forschungszwecken am Center for Hellenic Studies der Harvard University auf. Zu Beginn 2004 legte er seine Habilitationsschrift „Rückblick und Gegenwart. Vergleichende Untersuchungen zur Visualisierung von Vergangenheitsvorstellung in der Antike“ beim Fachbereich für Geschichts- und Kulturwissenschaften der FU Berlin vor. Seit 2004 bekleidet er das Amt des Generalsekretärs des Deutschen Archäologischen Instituts und leitet die Wissenschaftliche Abteilung der Zentrale in Berlin, wo ein Schwerpunkt seiner Arbeit auf dem Einsatz der IT in der Archäologie und den Altertumswissenschaften lag. 2008 wurde er zum Honorarprofessor am Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität Berlin bestellt, 2011 nahm er eine Gastprofessur am Collège de France und dem Institut national d’histoire de l’art in Paris wahr. Größere Feldforschungsprojekte hat er seit 2004 in dem frühgriechischen Handelsstützpunkt von Taganrog (Dondelta) und seinem Umland durchgeführt; darüber hinaus war er u.a. an der Erforschung der Faustinathermen von Milet beteiligt.
Sein besonderes Forschungsinteresse gilt den Beziehungen zwischen Griechen, Römern und Einheimischen in Unteritalien, Sizilien und Südrussland und damit verbunden der Diskussion um Kulturkontakte. Weitere Schwerpunkte liegen im Bereich der griechischen und römischen Architektur, regional spezifischer Keramik, der Geschichte der Archäologie, ferner der Spätantike.
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