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Deutschland, Manching

Manching - Keltisches Oppidum, Bayern

Seit 1956 untersucht die Römisch-Germanische Kommission das keltische Oppidum von Manching bei Ingolstadt.

Lage

Die Siedlung liegt - anders als die meisten anderen Oppida - in einer Ebene, und zwar verkehrsgünstig an der Mündung der Paar in die Donau unweit Ingolstadt.

Abteilungen:
Römisch-Germanische Kommission (RGK) Frankfurt a.M.

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

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Ziele

Angestrebt wird die möglichst umfassende Kenntnis der Entstehung und des Niedergangs des am besten erforschten keltischen Oppidums Deutschlands. Entscheidend sind die Rekonstruktion des täglichen Lebens (Gebrauchsgegenstände, Architektur), der städtischen Infrastruktur, der Religionsäußerungen sowie unterschiedlicher Organisationseinheiten (z. B. Handwerk) und damit in Verbindung die Faktoren, die zu einer Urbanisierung geführt haben und Manching zu einem wichtigen Bestandteil der Oppidazivilisation werden ließen. 

Bisherige Arbeiten

    
   

Die Ende des 4. Jhs. gegründete Siedlung entwickelte sich rasch zu einem Zentralort mit einem großzügigen Straßennetz, mehreren Heiligtümern und anderen öffentlichen Einrichtungen. Zu diesem Bild gehört auch die Anwesenheit der bewaffneten Elite, die Ansiedlung spezialisierter Handwerker, die Münzprägung vor Ort sowie reichliches Importgut. Am Ende des 2. Jhs. v. Chr. zeichnet sich eine Unruhephase ab, in deren Folge das Siedlungsareal, das auch landwirtschaftlich genutztes Gelände einschloß, mit einer Stadtmauer geschützt wurde (seitdem Oppidum). Mit einem Niedergang der Siedlung ist um die Mitte des 1. Jhs. v. Chr. zu rechnen. 

Aktuelle Arbeiten

Zuletzt fanden im Jahr 2003 Ausgrabungen im Bereich der Stadtmauer statt. 

Kooperationen

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Archäologische Staatssammlung München, Stadt Ingolstadt, Marktgemeinde Manching. 

Ansprechpartner

Dr. phil. Susanne Sievers

Telefon: 069-975818-27
Telefax: 069-975818-40
Email: sievers@rgk.dainst.de

Literatur

Die Ausgrabungen in Manching Bd. 1-16, daneben zahlreiche Aufsätze in der Zeitschrift Germania.
Zuletzt: S. Sievers, Manching - Die Keltenstadt. Führer zu archäologischen Denkmälern in Bayern. Oberbayern 3. Theiss Verlag Stuttgart 2003.  

 


 
 

Aktualisiert: 20.03.2008

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