Ziele
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Rızq-Moschee, Eingangswand der Gebetshalle
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Flußabwärts ist bei Cizre der Neubau eines großen Tigris-Staudamms geplant, und die dann aufgestauten Wasser drohen die Unterstadt von Hasankeyf mit ihrer großen Fülle historischer Bauten versinken zu lassen. Von den vier großen Moscheen dieser Unterstadt liegt die 1409 erbaute Rızq-Moschee am Weg von der Ober- zur Unterstadt auf einem steilen Felsblock unmittelbar am Tigrisufer am exponiertesten. Die Handelsreisenden und Besucher der Stadt konnten diesen dominierenden Bau mit seinem hohen, schlanken Minarett schon von weitem wahrnehmen, und auch heute noch prägt er trotz seines ruinösen Zustands ganz wesentlich das Bild des modernen Ortes. Aber diese herausgehobene Position der Moschee hatte verhängnisvolle Folgen: Einerseits ist das Felsmassiv, auf dem sie steht, durch zahlreich eingegrabene Höhlen geschwächt, und andererseits haben es die reißenden Frühlingshochwasser des Tigris untergraben, so daß große Partien des Felsens abgestürzt sind und wichtige Teile des Moscheekomplexes mit sich gerissen haben. Vernachlässigung hat ihr übriges getan. Eine umfassende bauhistorische Untersuchung dieses aus Gebetshalle, Arkadenhof, Eingangsbau und Minarett bestehenden Monuments als Grundlage für eine Wiedergewinnng der ursprünglichen Gestalt und für eine Analyse der Anlage im Hinblick auf offensichtliche Einflüsse sowohl aus dem syrischen, als auch dem iranischen Raum sind das Ziel des mit Prof. Oluş Arık, Universität Çanakkale, vereinbarten Kooperationsprojektes. Exemplarisch können damit entscheidende Charakteristika der islamisch-mittelalterlichen Architektur Südostanatoliens und ihre Quellen näher erforscht werden. Zugleich soll ein Projekt zur möglichen Translozierung des Bauwerks erarbeitet werden.
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