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Mitteilung über die Sitzung der Zentraldirektion 2003

Die Mitglieder der Direktion, der Fachausschüsse und der Zentraldirektion des Deutschen Archäologischen Instituts tagten in der Zeit vom 19. - 23.5.2003 im Wiegandhaus in Berlin-Dahlem, dem Dienstsitz des Präsidenten des DAI. Die 35 Wissenschaftler der Zentraldirektion, darunter Professoren deutscher Universitäten und Museumsdirektoren, besprachen in intensiven Gesprächen, teils auch in Arbeitsgremien, wissenschaftliche Fragen und trafen für die weitere Arbeit des Instituts notwendige Entscheidungen, stets unter Berücksichtigung der anhaltend sehr engen Haushaltslage. Sie entschieden über die Durchführung und Fortsetzung neuer und laufender Projekte und über die Verlängerung der laufenden Forschungsstipendien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
In diesem Jahr verleiht die Zentraldirektion auch wieder die traditionellen Reisestipendien an den wissenschaftlichen Nachwuchs der Altertumswissenschaften. Den Stipendiaten wird eine einjährige Reise, vorwiegend in die für die Archäologie wichtigen Länder des Mittelmeerraums, des Orients und der Arabischen Halbinsel, ermöglicht.

Seit dem 31.01.2003 bekleidet der ehemalige Leiter der Eurasien-Abteilung, Professor Dr. Dr. h.c. Hermann Parzinger, das Amt des Präsidenten des DAI. Als seinen Nachfolger in der Eurasien-Abteilung wählten die Mitglieder der Zentraldirektion HD Dr. Svend Hansen. Svend Hansen wurde am 6. März 1962 in Darmstadt geboren und studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie, Philosophie und Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Für seine Dissertationsschrift "Studien zu den Metalldeponierungen während der älteren Urnenfeldzeit zwischen Rhônetal und Karpatenbecken" (1991) erhielt er den Eduard-Anthes-Preis für Archäologie. Während seiner Assistentenzeit 1995-2001 an der Ruhr-Universität Bochum habilitierte er sich mit der Arbeit "Untersuchungen zur anthropomorphen Plastik der Jungstein- und Kupferzeit in Südosteuropa" (2000). Seit 2001 ist Hansen Hochschuldozent am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Ruhr-Universität Bochum.
Svend Hansen leitete Grabungen im In- und Ausland, so die Grabung zur bronzezeitlichen Nekropole in Biebesheim, Hessen und zur kupferzeitlichen Tell-Siedlung Pietrele in Rumänien. Seit 1996 ist er Herausgeber der Zeitschrift "Das Altertum" und wirkt seit 2001 als Redaktionsbeirat der Zeitschrift "Archäologische Informationen".
In zahlreichen Publikationen, darunter 7 Monographien, legte Hansen die Ergebnisse seiner Forschungen zur Bronzezeit, zum Neolithikum und Chalkolithikum und zur Eisenzeit im Mittelmeerraum vor. Seine Schriften befassen sich darüberhinaus mit der Theorie und den Methoden archäologischer Forschung. Sein jüngstes Werk dazu: Archäologie zwischen Himmel und Hölle. Bausteine für eine theoretisch reflektierte Religionsarchäologie. In: M. Heinz/M.K.H. Eggert/U. Veit (Hrsg.), Zwischen Erklären und Verstehen. Beiträge zu den erkenntnistheoretischen Grundlagen archäologischer Erkenntnis, befindet sich gerade im Druck.

Nähere Informationen und umfassendes Schriftenverzeichnis unter:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ufg/Personal/HD_Dr__Svend_Hansen/hd_dr__svend_hansen.html


Hier finden Sie die Pressemitteilung "Mitteilung über die Sitzung der Zentraldirektion 2003" des DAI als pdf-Datei zum Herunterladen.

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updated: 03/30/04

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