Geschichte
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Wohl in den zwanziger Jahren des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts ließ Kaiser Hadrian am rechten Tiberufer mit dem Bau eines monumentalen Tumulusgrabes für sich und seine Nachfolger beginnen, das 139, also ein Jahr nach seinem Tod, von seinem Nachfolger Antoninus Pius vollendet wurde. Sowohl die Bauform als auch der Standort mit seinem Bezug zum Marsfeld orientieren sich an dem anderthalb Jahrhunderte älteren Vorbild des Augustusmausoleums. Nachdem bis zu Caracalla hin die kaiserliche Familie hier ihre letzte Ruhe gefunden hatte, wurde der Grabbau schon am Ende des dritten Jahrhunderts in die aurelianische Stadtbefestigung einbezogen. Die strategisch wichtige Lage als befestigter Brückenkopf auf der rechten Tiberseite am Übergang vom Vatikan zum Stadtgebiet sicherte dem Bau auch in den folgenden Jahrhunderten seine Bedeutung. Seine heutige Erscheinung prägen besonders die Baumaßnahmen vom späten Mittelalter bis in die Barockzeit, die ihn zur praktisch uneinnehmbaren und prächtig ausgestatteten Festung der Päpste machten, die nunmehr genannt wurde. Wie kaum ein anderes Monument spiegelt er fast zweitausend Jahre römischer Geschichte.
Wesentliche Teile des hadrianischen Baus blieben bis heute erhalten - freilich nicht die das ursprüngliche Aussehen bestimmende Marmorverkleidung -, so daß sich äußere Form und innere Struktur des Mausoleums immer noch ablesen lassen. Über einem quadratischen Sockel von gut zehn Metern Höhe erhob sich ein etwa gleich hoher, die Erdschüttung des Grabhügels einfassender Zylinder. Der Tumulus wurde schließlich vom oberen Ende eines Turmes überragt, welcher den Sockel einer Quadriga bildete. Im Inneren führte ein Gang von dem auf der Südseite in der Achse der zugehörigen Tiberbrücke gelegenen Eingang zunächst in ein annähernd quadratisches Vestibül. Von dort gelangte man über eine Kreisrampe auf das Niveau der zentralen Grabkammer, die durch einen Gang erschlossen war.
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