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Antikenrezeption

Antikenrezeption in den Dreißiger Jahren des 20. Jh. in Italien

Anhand ausgesuchter antiker Bauten und topographischer Situationen, die unter dem Faschismus eine Neunutzung oder Neubestimmung erhalten haben, wird versucht, den Anteil, den die Klassische Archäologie bei deren Herrichtung zu neuen, meist propagandistischen Zwecken gespielt hat, herauszuarbeiten.

Abteilungen:
Abteilung Rom

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

 

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Ziele

Ausgegangen wird von Untersuchungen zur Neunutzung einzelner antiker Bauten der italienischen Hauptstadt während des Faschismus. Diese Ingebrauchnahme durch das Regime kann sich auf gesamte Gebäude (z. B. Trajansthermen auf dem Colle Oppio) wie auf Teile deren Ausstattung beziehen (Krypta in der Torre de' Conti), kann antike Sarkophagtypen betreffen (Sarkophag des Malers Aristide Sartorio) oder das der Propaganda dienende Istituto di Studi romani zur Bereitstellung von Themen und Geschichtsbildern für Mosaikendekor beauftragen (Ausstattung des Bahnhofs Roma - Ostiense). In Einzelstudien werden nach und nach signifikante Beispiele epochenbedingter Aufarbeitung, die den Ansprüchen des Regimes auf monumentale Repräsentation entsprechen, vorgelegt. Punktuell dehnen sich die Forschungen auch auf Gebäude ausserhalb Roms aus, die in Form und Ausstattungbesonders signifikant sind und in denen brauchbare Teile antiker Architektur, Plastik oder Mosaikenausstattung zweckorientiert wiederverwendet oder neu nachgeschaffen wurden (Parteihaus in Littoria; Parteihaus in Signa; Palazzo del Governatorato in Ostia Lido). 

Bisherige Arbeiten

Die Untersuchung kann als innovativ gelten. Forschungen in Archiven, Emerotheken und Photoarchiven sind notwendig. Erste Ergebnisse wurden veröffentlicht:

Die nördliche Exedra des Templum Pacis und ihre Nutzung während des Faschismus, in: Bulletin Antieke Beschaving 76, 2001, S. 193 - 208.

Rom 1940: Die Fußbodenmosaiken im Bahnhof Ostiense. Eine Montage aktualisierter Geschichte, in: PEGASUS. Berliner Beiträge zum Nachleben der Antike Heft 6, 2004, S. 149 - 174.

Il sarcofago dimenticato di Giulio Aristide Sartorio. "Antonius Muñoz me fecit", in: Bollettino d' Arte n. 124 - Aprile - Giugno 2003, S. 91 - 102.

Littoria und sein Parteigebäude. Ein Beispiel faschistischen Machtanspruchs, in: Macht der Architektur - Architektur der Macht. Bauforscherkolloquium in Berlin vom 30. Oktober bis 2. November 2002 veranstaltet vom Architektur - Referat des DAI, hg. von Ernst-Ludwig Schwandner und Klaus Rheidt. Diskussionen zur Archäologischen Bauforschung Band 8, 2004, S. 321 - 324.

Rezension von: Calogero Bellanca: Antonio Munoz. La politica di tutela dei monumenti di Roma durante il Governatorato (Bullettino della Commissione archeologica comunale di Roma, Supplementi 10, 2003), in: Journal für Kunstgeschichte 9, 2005, Heft 1, S. 82 - 90.

"I giardini" del Colle Oppio. Tra Antichità e Romanità negli Anni Trenta, in: Bollettino d' Arte (im Druck)

Imperialismo e arte nella Stazione Ostiense a Roma. L'uso delle immagini come strumento politico nel periodo fascista, in: Revista de Historiografía, N. 5, III (2/2006), S. 152-165.

I giardini del colle oppio. Tra antichità e romanità negli anni Trenta, in: Bollettino d'Arte N. 135-136, Gennaio -Giugno 2006, S. 117-130.

Erholungspark versus Kulissengarten. Traditionelle Begrünung und politische Nutzung des Colle Oppio in Rom in der Zeit des Faschismus, in: Die Gartenkunst, 19. Jahrgang, Heft 1/2007, S. 143-162.
 

Ansprechpartner

Dr.  Sylvia Diebner

Klassische Archäologie
Telefon: + 39-06-48881470
Telefax: + 39-06-4884973
Email: diebner@rom.dainst.org
weitere E-Mail Adresse: fotothek@rom.dainst.org


 
 

Aktualisiert: 03.08.2008

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