Ergebnisse
| |
|
|
| |
Frühbronzezeitliche Bestattung in linker Hocklage |
|
Auf der Hügeloberfläche befindet sich ein byzantinisches Gräberfeld des 10./11. Jahrhunderts so dass evtl. vorhandene ältere Siedlungsreste völlig zerstört worden sind.
Im mittleren Hangbereich hat die Erosion die Kulturschicht auf nur wenige Zentimeter reduziert, während sich die Sedimentakkumulation und Kulturschichten im unteren Hangbereich stellenweise auf eine Mächtigkeit von bis zu 2,5 m addieren.
Die Arbeiten der Kampagne 2004 konzentrierten sich auf den unteren Hangabschnitt wo insgesamt drei 5 x 5 m große, durch jeweils 1 m breite Profilstege voneinander getrennte Flächen geöffnet wurden. 0,8 m unter der Oberfläche kam eine quer zum Hang verlaufende Mauer aus Bruchsteinen zum Vorschein, die über zwei Grabungsflächen verfolgt werden konnte und z. T. noch bis zu sieben Steinlagen hoch erhalten war. Zwei O-W orientierte Steinkistengräber eines erwachsenen Individuums und eines Kindes in linker bzw. rechter Hocklage lagen nördlich der Mauer bzw. wurden durch diese gestört. Beim Schädel befand sich jeweils ein Gefäß. Mauer und Bestattungen können nach der gefundenen Keramik der Frühbronzezeit zugeordnet werden.
In der darunter liegenden Schicht, die sich auch durch eine hellere Färbung deutlich abzeichnete, kam ausschließlich spätneolithisch/frühchalkolithisches Fundmaterial zum Vorschein, das sich mit Keramik aus dem südwestanatolischen Seengebiet (Hacılar) gut vergleichen lässt. Ein Stempel aus Ton mit konzentrischen Kreisen auf der Stempelfläche findet in Form und Verzierung Entsprechungen in Zentralanatolien, Griechenland und dem Südbalkan und belegt die Kulturverbindungen in dieser Zeit. Als Rohmaterial für die geschlagene Steinindustrie wurde Obsidian von der Kykladeninsel Melos verwendet, der damit in Westanatolien für diese frühe Zeit erstmals zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte und die intensiven Beziehungen zum ägäischen Raum dokumentiert.
|