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Simitthus

M. Mackensen, Militärlager oder Marmorwerkstätten. Neue Untersuchungen im Ostbereich des Arbeits- und Steinbruchlagers von Simitthus/Chemtou, mit Beiträgen von Hans Roland Baldus, Simitthus 3 (Mainz 2005)

Im vorliegenden Band der Reihe Simitthus/Chemtou steht die Wiederaufnahme der Erforschung und die Interpretation des kaiserzeitlichen Arbeits- und Steinbruchlagers im Nordosten der antiken tunesischen Stadt im Mittelpunkt.
Von 1968-1980 wurde im Zentralbereich ein um 170 n. Chr. errichtetes sechsschiffiges Gebäude untersucht; dieses diente erst als gefängnisartige Unterkunft (ergastulum), ab severischer Zeit richtete man hier Marmorwerkstätten (fabrica) ein. Neue stratigraphische Untersuchungen ergaben eine Erbauung des mit einer Einfassungsmauer umgrenzten und bebauten Ostbereichs nach 230/240. Eine militärische Nutzung ließ sich aufgrund der Zeitstellung und detaillierter Vergleiche mit Kastellen des limes Tripolitanus nicht verifizieren. Vielmehr weist die Organisation der Gebäude auf marmorverarbeitende Werkstätten (officinae marmorum) mit Speicherräumen und einem kleinen Heiligtum hin. Bis ins späte 3. Jh. produzierten hier spezialisierte Handwerker Marmorgefäße und -statuetten. Die Untersuchung des reichen Münzbestands der älteren Ausgrabungen ergab differenzierte Datierungen für die Periodisierung der fabrica im Zentralbereich.



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M. Khanoussi et al., Der Tempelberg und das römische Lager, Simitthus 2 (Mainz 1994)

In diesem Band werden die Ergebnisse der Untersuchungen der Heiligtümer auf der West- und Ostseite und des im römischen Bereich singulären Arbeits- und Organisationslagers der kaiserlichen Steinbrüche am Nordrand des Tempelbergs vorgelegt. Den dritten großen Abschnitt dieses Werkes nimmt die Keramik ein. Ein umfangreicher Tafelteil veranschaulicht die Ergebnisse.

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Reliefschale aus marmor numidicum. Thronender Baal zwischen Sol und Luna. Köln, Römisch-Germanisches Museum


 

 
 

Aktualisiert: 15.09.2008

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