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Bulgarien: Ovčarovo-gorata

Ovčarovo-gorata: Grabungsaufarbeitung

Aufarbeitung der Altgrabungen der frühneolithischen Siedlung von Ovčarovo-gorata

Lage

    
  Lage von Ovčarovo-gorata in Südosteuropa  

Das Becken am Unterlauf der Donau ist der südwestlichste Ausläufer des eurasischen Steppengürtels. Auf natürliche Weise scheidet der Fluß die rumänische Walachei vom nordbulgarischen Donautiefland. Gegen das Ufer des Schwarzen Meeres kann als eigenständige Landschaft das Lößplateau der Dobrudzha abgegrenzt werden, die in ihrem südlichen Abschnitt zum bulgarischen und in ihrem nördlichen zum rumänischen Staatsgebiet gehört. Der östliche Abschnitt des nordbulgarischen Donautieflandes bildet mit dem Karstmassiv des Ludogorije einen Übergang zwischen dem hügeligen Vorgebirgsland des Balkans und der weiten Ebene der Dobrudzha - ein Gebiet, das wegen seiner naturräumlichen Vorzüge schon frühzeitig von Ackerbau und Viehzucht betreibenden Gruppen besiedelt worden ist. Entwässert wird das Land nach Osten zum Schwarzen Meer hin durch die Goljama Kamčija, an deren Oberlauf sich eine große prähistorische Siedlungskammer entwickeln konnte. Durch die archäologische Forschungstätigkeit sind vor allem die äneolithischen Siedlungshügel bekannt geworden, darunter etwa die Plätze Poljanica, Tărgovishte, Kodzhadermen (in der Stadt Shumen) und der Siedlungshügel von Ovčarovo. Unweit der kupferzeitlichen Tellsiedlung, etwa auf halber Strecke zwischen den Dörfern Ruec und dem namengebenden Ovčarovo, befindet sich auch die frühneolitische Siedlung von Ovčarovo-gorata. Die Siedlung liegt in einem kleinen Seitental des Kamčija-Tales auf 290 m Höhe, etwa 100 km in Luftlinie sowohl vom Schwarzen Meer als auch von der Donau entfernt.

Abteilungen:
Eurasien-Abteilung

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Ziele

    
  Originalzeichnung eines Grabungsbefundes  

Das Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, die Dokumentation der in den Jahren 1974-79 durchgeführten Grabungen auszuwerten und die Fundmaterialien zu bearbeiten. Am Ende des Forschungsvorhabens steht die Publikation der Grabungsergebnisse, womit erstmalig ein umfassendes frühneolithisches Fundinventar für den Raum zwischen Südlichen Karpaten und Balkankette vorgelegt wird. Zusätzlich zur archäologischen Auswertung sollen 14C-Analysen am Tierknochenmaterial, archäometrische Untersuchungen an ausgewählten Keramikproben und die Erforschungen des Siedlungsumfeldes unabhängige Erkenntnisse über die zeitliche Stellung der Fundstelle, ihre Funktion und schließlich ihre Einbindung in die Landschaft beisteuern. 

Forschungsgeschichte

    
   
    
   
    
  Funde aus Ovčarovo-gorata  

Die Veröffentlichung der Stratigraphie des Siedlungshügels von Karanovo in Thrakien durch Georgiev (1961) machte die internationale Fachöffentlichkeit zum ersten Mal mit einer frühen Entwicklungsstufe des balkanischen Neolithikums bekannt, die fortan nach diesem Fundort in die Stufen Karanovo I und II gegliedert wird. Für die Gebiete nördlich der Balkankette war die frühneolithische Entwicklung dagegen lange Zeit nicht in gleichem Maße bekannt und wurde weitgehend in Abhängigkeit vom Süden gesehen (vgl. Vajsova 1966, 8ff).

Ganz gezielt wurde darum von 1974 bis 1979 vom Historischen Museum Tărgoviste unter der Leitung von Frau Ilka Angelova die frühneolithische Siedlung von Ovčarovo-gorata freigelegt. Wesentliches Ziel der Grabung war die Gewinnung einer von Thrakien unabhängigen stratigraphischen Sequenz. Obwohl bei der Ausgrabung eine umfängliche Grabungsdokumentation angelegt wurde, ist die Auswertung der Ergebnisse in den Anfängen abgebrochen worden. Umfassend publiziert wurden lediglich das Tierknochenmaterial durch G. Nobis (1986) und ein Großteil der Feuersteingeräte von Angelova und N. Bin (1988). Von archäologischer Seite veröffentlichte Angelova (1992) schließlich einen kurzen Vorbericht mit stark schematisierten Befundplänen der Siedlung und wenigen Funden. Dabei konnte sie an dem Fundplatz vier unterschiedliche Bauhorizonte herausstellen, deren ältester sich stark von den drei jüngeren unterscheidet und beispielsweise von Todorova und Vajsov (1993, Fig. 13) lediglich als Substruktion des darüberliegenden Horizontes angesehen wird.

Der Fundplatz wurde trotz seiner unzulänglichen Publikation zum Eponym für das Frühneolithikum Nordostbulgariens, das nach einem weiteren Fundplatz bei Veliko Tărnovo seither als Ovčarovo-Samovodene-Gruppe (in der bulg. Forschung allgemein Ovčarovo-Samovodene-Kultur) bezeichnet wird. Die Siedlung von Samovodene war bis zu ihrer jüngsten Veröffentlichung durch den Ausgräber P. Stanev (2002a; 2002b) ebenfalls nur in Vorberichten oder aus allgemeinen Zeitschriftartikeln zum Neolithikum Nordbulgariens bekannt geworden (Stanev 1976; 1977; 1981; 1982; 1985; 1988; 1989; Elenski 2002). Im Unterschied zu Ovčarovo-gorata, wo die Siedlung weitgehend vollständig freigelegt werden konnte, erfaßte die Grabung Samovodene die frühneolithische Besiedlung lediglich in zwei Sondagen (Stanev 2002a, Abb. 25; 2002b, Abb. 1).

Die Siedlung von Ovčarovo-gorata stellt damit die bislang einzige auf größerer Fläche gegrabene Fundstelle des gesamten unteren Donautieflandes dar, da auch der wichtigste Platz vom rumänischen Ufer, die Siedlung bei Cîcea (Nica 1976), nur in Teilen freigelegt worden ist. Entsprechend ihrer Bedeutung wird die Siedlung von Ovčarovo-gorata in wichtigen Arbeiten zum Neolithikum der Region genannt (vgl. Parzinger 1993, 105; Todorova, Vajsov 1993, 148ff; Lichardus-Itten et al. 2002, 91), wenngleich alle Autoren das Material entweder aus dem Vorbericht (Angelova 1992) oder durch Besichtigung der Fundmaterialien im Museum von Tărgoviste kennen.

In den letzten Jahren sind zahlreiche weitere frühneolithische Siedlungen in der Gegend von Hotnica und Dzuljunica (beide Kr. V. Tărnovo) sowie auf den Hügeln um die Stadt Veliko Tărnovo selbst (Čohadziev, Elenski 2002; Elenski 2000) bekannt geworden, die nun erstmals ein Verteilungsbild des Frühneolithikums in der Region erkennen lassen. Gleichwohl ergibt sich aus den bislang veröffentlichten Vorberichten kein befriedigendes Gesamtbild von dem frühneolithischen Fundstoff im Gebiet zwischen Balkankette und Donau.  

Bisherige Arbeiten

    
   

Zu Beginn des Forschungsprojektes wurden im Herbst 2005 die Grabungsunterlagen im Historischen Museum Tărgoviste gesichtet und ausgewertet. Dabei mußten die im Vorbericht publizierten Hausbefunde von Ovčarovo-gorata (Angelova 1992) einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. Insbesondere die Auswertung der Grabungstagebücher und der Vergleich der originalen Befundzeichnungen mit den veröffentlichten Plänen revidieren zum Teil erheblich das von der Ausgräberin entworfene Bild einer regelhaften Bebauung mit Pfostenhäusern. Ausgehend von dieser Beobachtung steht nun auch die Abfolge der obersten drei festgestellten Siedlungshorizonte in Frage. Vielmehr scheint es sich lediglich um sukzessive Erneuerungen innerhalb einer fortlaufenden Besiedlung zu handeln. Gut dokumentiert zeigt sich dagegen der unterste Besiedlungshorizont, der eine sehr komplexe Struktur aus zahlreichen Gruben aufweist. Augenscheinlich handelt es sich hierbei tatsächlich um Hausreste, womit die bei Beginn der Grabungen geäußerte These einer Bebauung durch Grubenhäuser Bestätigung findet.

In den Monaten März und April 2006 konnte mit den Studenten Markus Brückner, Alexander Möser und Jens Weschenfelder in Bulgarien die Dokumentation der Grabungsfunde realisiert werden. Im Ergebnis liegt eine umfassende Datenbank zu den Keramik- und Kleinfunden vor. Die gezeichneten Funde wurden von M. Brückner elektronisch aufbereitet und für die Publikation zusammengestellt.

Von den keramischen Funden wurden 24 Proben genommen, die im Laboratorium der Firma Archea in Warschau von Dr. Malgorzata Daszkiewicz archäometrisch untersucht werden konnten. Die Analyse erfolgte in einem dreistufigen Verfahren, das sich aus Nachbränden, chemischen Analysen und Dünnschliffuntersuchungen zusammensetzt.

Eine erneute Sichtung der vorhandenen Tierknochen von Ovčarovo-gorata wurde von Prof. Dr. Norbert Benecke durchgeführt. Eine Serie von 13 neuen AMS-Datierungen an Knochengeräten, die im Radiokarbonlaboratorium Poznan realisiert wurden, stellen die Siedlung in das zweite Viertel des 6. Jahrtausends v.Chr. Fünf ältere konventionelle 14C-Daten von Holzkohlen, die im Berliner Labor ermittelt wurden, erscheinen dagegen etwas zu jung (Görsdorf/Bojadziev 1996).  

Ergebnisse

    
   
    
   
    
   

Obwohl die Auswertung der Altgrabung von Ovčarovo-gorata noch im Gange ist, zeichnen sich bereist jetzt neue Erkenntnisse zum Siedlungsgeschehen ab. Die in den untersten Lagen der Kulturschicht dokumentierten Gruben lassen sich weitgehend als Hauseinheiten interpretieren. Der hier vor Augen geführte Haustyp findet Parallelen auch in anderen frühneolithischen Siedlungen Südosteuropas und steht somit nicht mehr isoliert da. Die über dem Horizont mit Gruben postulierten Pfostenhäuser halten einer kritischen Überprüfung nicht stand. Nachgewiesen sind überwiegend Lehmplattformen und Mahlsteinplätze die in mehreren Fällen unmittelbar übereinander liegen und als wiederholt aufgetragene Erneuerungen älterer Befunde zu bewerten sind. In einigen Fällen sind auch diese Befunde mit dem Grubenhorizont zu verbinden. Bei einigen anderen ist ein Zusammenhang mit einer jüngeren Siedlungsphase möglich, von deren Bebauung aufgrund der unzureichenden Dokumentation allerdings keine umfassende Vorstellung zu gewinnen ist. Eine klare Trennung zweier verschiedener Siedlungen in Ovčarovo-gorata ist schwer möglich. Belegt ist an diesem Platz somit eine ein- bis maximal zweiphasige Besiedlung von relativ kurzer Lebensdauer.

Einen chronologischen Rahmen für die Besiedlung bietet das Fundmaterial. Zunächst offenbart sich in Ovčarovo-gorata ein für das Frühneolithikum der Region unerwartet breites Formenspektrum. Bereits von der Ausgräberin wurde ein Zusammenhang der Funde mit der Phase Karanovo II in Thrakien erkannt, womit die zeitliche Stellung der Siedlung aber nur recht grob beschrieben ist. Das Typenspektrum setzt sich mehrheitlich aus schlanken Bechern sowie verschiedenen Topf- und Schüsselformen zusammen, die enge Verbindungen zu den nordbulgarischen Fundplätzen Samovodene und Podgorica aufzeigen. Greifbar wird hier eine Stufe des entwickelten Frühneolithikums nördlich des Balkans, welche ausweislich der Formen präziser mit der Stufe Karanovo II/III in Thrakien zu parallelisieren ist. Bemerkenswert im Fundmaterial von Ovčarovo-gorata sind ferner zahlreiche Stücke, die sowohl in der Form als auch aufgrund der charakteristischen Einstichverzierung an Funde der frühen Hamangia-Kultur erinnern. Hinter dieser Kulturgruppe stehen die frühesten uns faßbaren Ackerbau und Viehzucht betreibenden Gemeinschaften der Dobrudzha welche gleichzeitig die erste Keramik in die Region bringen. Die Auswertung der Funde von Ovčarovo-gorata legt nun nahe, die Ursprünge der Hamangia-Keramik im nordöstlichen Balkan-Vorgebirgsland zu suchen. Die Neolithisierung der Dobrudzha aus den westlich angrenzenden Gebieten zu erklären ist geographisch ohnehin sinnvoll und kann nun erstmals auch am Material begründet werden. Überaus vielfältig sind die in Ovčarovo-gorata gefundenen zoomorphen und anthropomorphen Tonidole, deren Auswertung unser Wissen über das künstlerische Schaffen im Frühneolithikum Südosteuropas maßgeblich bereichern. Einzigartig in seiner Masse und Varianz ist darüber hinaus die Sammlung der Knochengeräte von Ovčarovo-gorata.  

Kooperationen

    
   

Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum der Stadt Tărgoviste und dem Bulgarischen Archäologischen Institut statt. Unterstützt wird das Projekt außerdem durch die Abteilung für Archäologie der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia. Die Kooperationspartner im einzelnen sind:

Dipl. Hist. Magdalena Zečeva,
Dipl. Hist. Ilka Angelova
(Historisches Museum, bul. "Mitropolit Andrej" 2, BG-7700 Tărgoviste)

PhD. Ivan Vajsov
(Bulgarisches Archäologisches Institut der Bulg. Akad. d. Wiss. mit Museum, ul. "Săborna" 2, BG-1000 Sofia)

Prof. Dr. Ivan Gazov
(Neue Bulgarische Universität, Abteilung Archäologie, ul. "Montevideo" 21, BG-1000 Sofia)  

Ansprechpartner

Dr. phil. Raiko Krauß

Ur- und Frühgeschichte
Telefon: 01888-7711-305
Telefax: 01888-7711-313
Email: rak@dainst.de

Literatur

Angelova 1992
И. Ангелова, Предварительные резултаты раскопок неолитического поселения Овчарово-гората. Studia Praehistorica 11-12, 1992, 41-50.

Angelova, Bin 1988
И. Ангелова, Н.В. Бин, Кремневы артефакты из неолитического поселения Овчарово-гората, Studia Praehistorica 9, 1988, 16-33.

Čohadziev/Elenski 2002
С. Чохаджиев, Н. Еленски, Нови проучвания на селищната могоила край село Хотница, Великотърновска област през 2000 г. In: Юбилеен Сборник посетен на проф. Димитър Овчаров (Veliko Tărnovo 2002) 27-38.

Elenski 2000
H. Еленски, Раннонеолитни селища по средното течение на Янтра. In: Карановски конференции за праисторията на Балканите 1. Тракия и съседните райони през неолита и халколита (Sofia 2000) 21-31.

Elenski 2002
H. Еленски, Cтратиграфският профил на неолитното селище Самоводене, Великотърновско, от археологическите проувания през 2000 година. In: Юбилеен Сборник посетен на проф. Димитър Овчаров (Veliko Tărnovo 2002) 17-25.

Georgiev 1961
G.I. Georgiev, Kulturgruppen der Jungstein- und Kupferzeit in der Ebene von Thrazien (Südbulgarien). In: L´Europe à la fin de l´âge de la pierre. Symp. Prague-Liblice-Brno 1959 (Prag 1961) 45-100.

Görsdorf/Bojadziev 1996
J. Görsdorf, J. Bojadziev, Zur absoluten Chronologie der bulgarischen Urgeschichte. Eurasia Antiqua 2, 1996, 105-173.

Krauß 2006
R. Krauß, Ovčarovo-gorata: Aufarbeitung der Altgrabung auf einer frühneolithischen Siedlung in Nordbulgarien. In: S. Hansen/M. Wagner (Hrsg.), Forschungsprojekte der Eurasien-Abteilung (Berlin 2006) 26-27.

Krauß 2007
R. Krauß, Ovčarovo-gorata, Kreis Tărgoviste (Bulgarien). In: Jahresbericht 2006 des Deutschen Archäologischen Instituts (Berlin 2007) 227-229.

Lichardus-Itten et al. 2002
M. Lichardus-Itten, J. Lichardus, V. Nikolov, Beiträge zu jungsteinzeitlichen Forschungen in Bulgarien. Saarbr. Beitr. Altertumskunde 74 (Bonn 2002).

Nica 1976
M. Nica, Cîrcea, cea mai veche aşezare neolitică de la sud de Carpaţi, SCIVA 27.4, 1976, 435-463.

Nobis (1986)
G. Nobis, Zur Fauna der frühneolithischen Siedlung Ovčarovo gorata, Bez. Târgoviste (NO-Bulgarien), Bonn. zool. Beitr. 37, 1986, 1-22.

Parzinger 1993
H. Parzinger, Studien zur Chronologie und Kulturgeschichte der Jungstein-, Kupfer- und Frühbronzezeit zwischen Karpaten und mittlerem Taurus. RGF 52 (Mainz 1993).

Stanev 1976
П. Cтанев, Hеолитни и раннохалколитни селища по средното течение на река Янтра. God. Muz. Severna Bălg. 2, 1976, 7-15.

Stanev 1977
П. Cтанев, Състояние на проучванията на праисторическите култури в централна северна България. God. Muz. Severna Bălg. 3, 1977, 5-29.

Stanev 1981
П. Cтанев, Поселищен живот през неолита по басейна на река Янтра. God. Muz. Severna Bălg. 6, 1981, 1-10.

Stanev 1982
П. Cтанев, Cтратиграфия и периодизация на неолитните обекти и култури по басейна на река Янтра. God. Muz. Severna Bălg. 8, 1982, 1-15.

Stanev 1985
П. Cтанев, Културни връзки и взаимоотношения, произход, релативна и абсолютна хронология на неолитните култури в централна северна България. God. Muz. Severna Bălg. 11, 1985, 15-29.

Stanev 1988
П. Cтанев, Археологически данни за духовния живот през неолита в басейна на река Янтра. God. Muz. Severna Bălg. 14, 1988, 5-20.

Stanev 1989
П. Cтанев, Палеоикономика и обществени структури през неолита в басейна на река Янтра. God. Muz. Severna Bălg. 15, 1989, 27-39.

Stanev 2002a
П. Станев, Самоводене. Неолитна селищна могила (V. Tarnovo 2002).

Stanev 2002b
P. Stanev, Der neolithische Siedlungshügel Samovodene: Einige Ergebnisse der bisherigen Forschungen. In: Lichardus-Itten et al. 2002, 411-436.

Todorova/Vajsov 1993
Х. Тодорова, Hовокаменната епоха в България (Sofia 1993).

Vajsova 1966
H. Vajsova, Stand der Jungsteinzeitforschung in Bulgarien. Slovenska Arch. 14, 1966, 15-48.  

 


 
 

Aktualisiert: 20.03.2008

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