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Deutsches Archäologisches Institut bündelt internationale Aktivitäten zum Schutz der Kulturgüter im Irak in Kooperation mit der UNESCO

Im Ergebnis einer Konferenz im Auftrag der UNESCO Sektion für Kultur am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) am Dienstag, den 22. November in Berlin, wurden die ersten Schritte zur Dokumentation der Schäden an den Kulturgütern im Irak vereinbart. Zum Schutz der antiken Stadt Babylon wurden auf dieser Sondersitzung Dokumentationsmaßnahmen vor Ort sowie über Satelliten- und Luftbildauswertung festgelegt und zukünftige Restaurierungsarbeiten und die Präsentation der antiken Ruine diskutiert. Das Deutsche Archäologische Institut wird die Arbeitsergebnisse bündeln und sie zur Koordination an die UNESCO weiterleiten. An der Dokumentati-on der Schäden werden sich neben Deutschland folgende Länder beteiligen: Frankreich, Großbritannien, Polen, die USA, Irak, Japan, Italien und die Niederlande.

Alle Experten werden unter der Leitung der irakischen Antikenverwaltung und der UNESCO arbeiten.

Der antike Ort in Babylon war von April 2003 bis Dezember 2004 von den Coalition Forces als Militärcamp genutzt worden. Diese Nutzung hat an der Stadt massive Schäden hinterlassen. Schwere Militärfahrzeuge waren in die antike Ruinenstadt gefahren, Teile des Ortes waren als Fluglandeplatz genutzt und dafür Tankstellen angelegt worden. Das hatte zu dramatischen Schäden durch Bodenverdichtung geführt. Teile antiker Siedlungsreste waren zudem abgegraben worden, um damit Sandsäcke zu füllen. Schon in der Regierungszeit Husseins hatte man Parkplätze, Restaurants und eine Seelandschaft für den Massentourismus angelegt und somit in die antike Bausubstanz eingegriffen. Das antike Babylon war vor fast 100 Jahren durch den deutschen Archäologen Robert Koldewey ausgegraben worden.

Die aktuelle Sondersitzung der UNESCO am DAI steht auch im Zusammenhang mit dem 50jährigen Jubiläum der DAI-Außenstelle in Bagdad, das in diesen Tagen begangen wird.

Kontakt:

Dr. Margarete van Ess, Wissenschaftliche Direktorin der Orient-Abteilung des DAI und kommissarische Leiterin der Außenstelle Bagdad, Tel: 01888-77 11-178

Berlin, 23. November 2005

Kontakt

Deutsches Archäologisches Institut
Zentrale - Pressestelle
Podbielskiallee 69-71
Tel.: + 49-(0)30-8 300 8-120
Fax: + 49-(0)1888-7711-191

Ansprechpartnerin: Tatjana Petersen
Mobil: 0160 - 93 76 81 17
EMail: presse@dainst.de
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Aktualisiert: 17.04.2008

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