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AA 2004/2

Weitere Informationen zu diesem Band finden Sie hier.


Inhaltsverzeichnis und Abstracts (Deutsch / English)


Inhalt

175 Jahre Deutsches Archäologisches Institut 1829-2004. Bericht über die Festveranstaltungen in Berlin   »»

Hans Meyer
Der Rechtsstatus des Deutschen Archäologischen Instituts. Rechtsgutachten   »»


Satzung des Deutschen Archäologischen Instituts. Neufassung gültig ab 1. Januar 2005

Geschäftsordnung des Deutschen Archäologischen Instituts

Jahresbericht 2003 des Deutschen Archäologischen Instituts

Personelle Gliederung 2003 des Deutschen Archäologischen Instituts

Archäologische Gesellschaft zu Berlin 2003

Erika Simon
Daidalos - Taitale - Daedalus. Neues zu einem wohlbekannten Mythos   »»


Stipendien des Deutschen Archäologischen Instituts


Abstracts

175 Jahre Deutsches Archäologisches Institut 1829-2004. Bericht über die Festveranstaltungen in Berlin
Der Bericht über die Jubiläumstveranstaltungen im Auswärtigen Amt und im Berliner Rathaus enthält Reden, Festvorträge und die Kurzfassungen der Beiträge zum internationalen Kongreß "Archäologie Aktuell: Moderne Forschung - Globale Partnerschaft". Abschließend erfolgt eine Einführung und ein Überblick zur Posterausstellung "Zwischen Kulturen und Kontinenten - 175 Jahre Forschungen am Deutschen Archäologischen Institut" im Lichthof des Auswärtigen Amtes in Berlin.


Erika Simon, Daidalos - Taitale - Daedalus. Neues zu einem wohlbekannten Mythos
Der mythische Künstler Daidalos, der schon in der Ilias genannt ist, erscheint in der antiken Bildkunst vor allem als Erfinder des Fliegens. Die früheste Darstellung dieser Art, kurz nach der Mitte des 7. Jhs. v. Chr., findet sich auf einer etruskischen Kanne mit Namensbeischrift. Aus dem Zusammenhang geht hervor, daß man dem Fliegenden magische Kräfte zuschrieb. Der Geflügelte mit Werkzeug auf schwarzfigurigen griechischen Vasen verschiedener Landschaften ist nicht Aristaios (so im LIMC s. v. genannt), sondern Daidalos, der von Ikaros begleitet werden kann. Im Theater treten die beiden in heiteren und tragischen Stücken auf, so in den »Kretern« des Euripides, auf die sich apulische Vasenbilder beziehen. Der Flug der beiden ist auch ein beliebtes Thema in der pompejanischen Wandmalerei, wobei Daedalus Bühnentracht trägt. Auf einer Reihe von römischen Gemmen legt Daedalus als Handwerker und Ahne des Sokrates dem Sohn die Flügel an und ermahnt ihn zum >goldenen Mittelweg<.

The mythical artisan Daidalos, who is mentioned already in the Iliad, appears in Graeco-Roman art above all as the inventor of flying. The earliest depiction of this type, dating from shortly after the middle of the 7th century BC, may be found on an Etruscan jug bearing an inscribed name. It is evident from the context that the flying figure was believed to possess magic powers. The winged man holding a tool on Greek black figure vases of various regions is not Aristaios (as named in the LIMC s. v.), but Daidalos, who may be accompanied by Ikaros. In the theatre, these two figures appear in both comic and tragic plays, such as "The Cretans" of Euripides, to which Apulian vase paintings refer. The flight of Daidalos and Ikaros is also a popular subject in Pompeian wall-painting, with Daedalus being depicted in stage costume. In a number of Roman intaglios, Daedalus the craftsman and ancestor of Socrates attaches the wings to his son and urges him to steer a golden middle course.

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Aktualisiert: 02.04.2007

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