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Samos

Samos: Hera-Heiligtum (Blütezeit 8. bis 5. Jh. v. Chr.), antike Stadt Samos mit der einst weltberühmten Wasserleitung des Eupalinos (6. Jh. v. Chr.) und römischer Thermenanlage, Funde in den Museen der Stadt Samos (seit 1987 Neubau) und von Pythagoreion.

Heraion (überregionales Heiligtum der Göttin Hera), bedeutende frühbronzezeitliche Siedlung, antike Steinbrüche.

Lage

Die Insel Samos liegt in der östlichen Ägäis unmittelbar vor der Westküste Kleinasiens.

Abteilungen:
Abteilung Athen

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

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Geschichte

    
   

Die Besiedlung der Insel konzentrierte sich auf den Südosten; von archäologischem Interesse sind dort zwei Plätze - die antike Stadt und das rund 6 km westlich davon liegende Heiligtum der Hera. Durch seinen guten Hafen hat Samos schon in der Frühzeit Bedeutung erlangt, eine Hochblüte erlebte die Insel vor allem in der archaischen Zeit. Es ist das auch die Periode, die bei allen Untersuchungen im Vordergrund steht. Von der antiken Stadt, über die sich heute der Touristenort Pythagoreion ausbreitet, haben sich herausragende Monumente erhalten - die antike Stadtmauer, der Hafen mit einer beachtlichen Mole und vor allem die Wasserleitung des Eupalinos, eine rund 3 km lange Leitung, deren Mittelstück als Tunnel von mehr als 1000 m Länge durch einen Berg geführt ist. Im Heiligtum zeugt nur noch der Rest einer aufrecht stehenden Säule vom - laut Herodot - ehemals größten Tempel in ganz Griechenland. Von den übrigen Bauten sind nur noch Fundamente erhalten. 

Aktuelle Arbeiten

Die derzeitigen Forschungen gelten der Vervollständigung unserer Kenntnis der Topographie des Heiligtums sowie der Aufarbeitung der verschiedenen Fundkomplexe. 

Ergebnisse

    
   

Das DAI ist auf der Insel engagiert seit gut 100 Jahren. Nach ersten Untersuchungen und Ausgrabungen in der Stadt, konzentrierten sich die Arbeiten auf das Heraion, wo anfänglich Ausgrabungen durch die Berliner Museen durchgeführt worden waren. Das Heiligtum hat sich als äußerst ergiebiger Grabungsplatz erwiesen: Zu erforschen sind dort Anfänge und auch erste monumentale Ausformung der ionischen Architektur sowie der ionischen Plastik. Darüber hinaus sind alle sonstigen Fundgattungen in heraussragenden Beipielen und in großer Fülle zutage gekommen. Besondere Erwähnung verdienen Funde aus Elfenbein, Schnitzereien aus Holz, die sich im sumpfigen Gelände des Heiligtums erhalten haben und vor allem der 1980 ans Licht gekommene kolossale Kuros, eine Marmorstatue von rund 4,80 m Höhe. Alle Funde sind ausgestellt im Museum von Vathy, der Hauptstadt der Insel. 

Ansprechpartner

Prof. Dr. phil. Wolf-Dietrich Niemeier

Klassische Archäologie
Telefon: + 30-210-33 07 400
Telefax: + 30-210-381 47 62
Email: sekretariat@athen.dainst.org
weitere E-Mail Adresse: allgref@athen.dainst.org

Literatur

Die bisherigen Ergebnisse sind publiziert im Archäologischen Anzeiger (laufende Berichte), in den Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung (kleinere Studien) sowie in der vom DAI herausgegebenen Samos-Reihe.  

 


 
 

Aktualisiert: 20.03.2008

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