Start   DAI   Forschung   Recherche   Kontakt   Infos   Aktuell   Jahresbericht   Presse  FAQ
 RSS   English   

Dra' Abu el-Naga / Theben-West

Dra' Abu el-Naga / Theben-West: Archäologische Untersuchung einer Residenznekropole in Oberägypten (Luxor)

Untersuchung der Nekropolen des Mittleren Reiches, der Zweiten Zwischenzeit und des frühen Neuen Reiches. Entdeckung und Dokumentation königlicher Grabanlagen der 17. und frühen 18. Dynastie.

Lage

    
   

Der Grabungsort liegt ca. 700 km südlich von Kairo, gegenüber der modernen Stadt Luxor in Oberägypten auf der Westseite des Nils. Dra' Abu el-Naga ist der moderne Name des nördlichen Bereiches der ausgedehnten Nekropole der altägyptischen Hauptstadt Theben (Waset). Er bezieht sich sowohl auf das heutige Dorf als auch auf das nördlich angrenzende Areal, das von moderner Besiedelung weitgehend verschont blieb. In diesem unbebauten Nekropolenteil liegt das Konzessionsgebiet der Unternehmung (Abb. 1 und 2)

Abteilungen:
Abteilung Kairo

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

Google Maps

 

Karte

 

druckerfreundliche Version
 

Geschichte

    
  Abb. 2: Luftaufnahme von Dra' Abu el-Naga mit den Überresten der Pyramide in der unteren Bildmitte  
    
  Abb.3: Vermessung einer Schachtanlage durch Manja Maschke  

Dra' Abu el-Naga ist eine der belegungsstärksten Nekropolen des Alten Ägypten, die vom Mittleren Reich bis in frühchristliche (= koptische) Zeit hinein - d.h. Über einen Zeitraum von rund 2500 Jahren - fast durchgehend als Bestattungsplatz genutzt wurde. Die ältesten bislang dokumentierten Gräber datieren in die ausgehende 11. Dynastie (um 2000 v. Chr.). In der 17. und frühen 18. Dynastie wurden hier zudem die Könige sowie ihre Gemahlinnen beigesetzt. Das soziale Spektrum der Privatnekropole reicht von einfachen, beigabenarmen Bestattungen bis hin zu den Gräbern hochgestellter Persönlichkeiten wie z.B. den Hohenpriestern des Gottes Amun von Karnak sowie anderer hoher Würdenträger. In der Zeit des frühen Mittleren Reiches, am Ende der Zweiten Zwischenzeit und zu Beginn des Neuen Reiches war Dra' Abu el-Naga Residenzfriedhof, da Theben/Waset zeitweilig Reichshauptstadt und Regierungssitz gewesen ist. Seine besondere Bedeutung als heiliger Bestattungsplatz - welche durch die Präsenz der Königsgräber natürlich noch gewachsen ist - beruht jedoch auch auf seiner Lage direkt gegenüber dem Tempel von Karnak: Dieser ist seit dem Mittleren Reich als Hauptkultzentrum des Amun belegt und entwickelte sich im frühen Neuen Reich zu einem der wichtigsten Heiligtümer des Landes.

Auf der Kuppe des Hügels von Dra' Abu el-Naga befinden sich die substanziellen und bis vor kurzem unerforschten Überreste des koptischen Klosters von Deir el-Bachit inklusive des dazugehörigen Friedhofs, die ebenfalls innerhalb des Konzessionsgebietes des DAIK liegen. Deir el-Bachit wurde vom 5. bis zum 8. Jahrhundert von Mönchen bewohnt und war vermutlich die größte koptische Klosteranlage auf der Westseite Thebens. Seit 2001 wird dieser Komplex in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (seit 2003 im Rahmen eines DFG-Projektes) untersucht (→ Kooperationen)

 

Ziele

    
  Abb. 4: Dra' Abu el-Naga Nord, Übersichtsplan Areal A  
    
  Abb. 5: Areal A: Überreste eines Graboberbaus aus ungebrannten Lehmziegeln  

Das 1991 begonnene Grabungsprojekt widmet sich der Erforschung der königlichen und privaten Nekropolen der Zweiten Zwischenzeit und des frühen Neuen Reiches (13. bis frühe 18. Dynastie, um 1790-1425 v. Chr.), da bis vor kurzem über Architektur und Beschaffenheit der Gräber sowie über die Bestattungspraxis dieser Zeit nur wenig bekannt war. Einen besonderen Fokus der Untersuchung bilden dabei die Königsgräber der 17. Dynastie. Bis vor Beginn der Arbeiten des DAIK beruhte die allgemeine Kenntnis dieser Bestattungen auf vereinzelten Objekten ihres Inventars ohne eindeutige Provenienz (wie z.B. zwei vergoldete Holzsärge und ein Pyramidion aus Kalkstein). Diese sind nach Beraubung der Gräber im 19. Jahrhundert in den Kunsthandel und schließlich in verschiedene europäische Sammlungen gelangt. Die Bestattungsanlagen selbst sowie ihre genaue Lage blieben undokumentiert. Ein Anliegen ist es daher, diese Gräber zu lokalisieren, ihre Architektur zu erfassen und den Kontext für die daraus stammenden Objekte wiederzugewinnen. Das übergeordnete Ziel des Forschungsprojektes ist, die Belegungs- und Entwicklungsgeschichte der Nekropole von Dra' Abu el-Naga nachzuzeichnen. Folgende Fragestellungen liegen der archäologischen Arbeit zugrunde: Zunächst einmal ist die Klärung von Form und Architektur vor allem der Zwischenzeit-Gräber ein besonderes Desiderat. Die Auswertung des Architekturbefunds sowie des geborgenen Beigaben- und Kultinventars wiederum soll Rückschlüsse auf die angewandte Kult- und Bestattungspraxis ermöglichen. Desweiteren wird untersucht, wie einzelne Anlagen bzw. Gruppen von Gräbern in die Nekropolenstruktur eingebettet waren (in Bezug auf Prozessionswege, Kultplätze, heilige Orte): Gab es Interrelationen zwischen verschiedenen Grabanlagen? Wie ist die Anordnung bestimmter Gräber bzw. die Verteilung bestimmter Grabformen motiviert? Weiteres Augenmerk liegt auf der Erfassung des sozialen Spektrums und des sozialen Verteilungsmusters der Bestattungen.

 

Forschungsgeschichte

    
  Abb. 6: Areal A: Kalksteinstele einer "Sängerin des Amun"  

Eine zusammenhängende, großflächige Untersuchung der Nekropole von Dra' Abu el-Naga existiert bislang nicht. Eine solche wird durch die Tatsache erschwert, daß weite Teile des Gebietes von enormen Schuttmassen überlagert sind, welche meist ein Resultat der langen Nutzungszeit dieses Bestattungsortes (d.h. Ausschachtungsabraum) darstellen, teilweise jedoch auch auf den im frühen 19. Jahrhundert massiv einsetzenden Grabraub (genährt durch das wachsende Interesse der europäischen Museen und Privatsammler an ägyptischen Objekten) sowie auf die verschiedenen mehr oder weniger systematischen Grabungsaktivitäten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zurückgehen. Vereinzelte Szenen aus dekorierten Gräbern des Neuen Reiches in diesem Nekropolenteil wurden bereits 1845 im Rahmen der Expedition unter der Leitung von Carl Richard Lepsius aufgenommen und publiziert. Die ersten nennenswerten und ansatzweise dokumentierten Ausgrabungen wurden in den Jahren 1822-1825 von Joseph Passalacqua durchgeführt und konzentrierten sich auf einige Schachtgräber. Ein besonderes Interesse an Dra' Abu el-Naga setzte durch den Fund dreier Königssärge der Zweiten Zwischenzeit ein, u.a. jenem des Nubcheperre Intef, welcher hier 1827 von Grabräubern aufgefunden und 1835 vom British Museum in London angekauft wurde. In den Jahren 1860-1862 machte sich Auguste Mariette auf die offenbar erfolgreiche Suche nach dem Grab dieses Königs, dessen Lage er jedoch nicht dokumentierte und von dem nur eine sehr kursorische Kurzbeschreibung existiert. Ende des 19. und im frühen 20. Jahrhundert haben diverse Unternehmungen in Dra' Abu el-Naga stattgefunden, im Rahmen derer einzelne Gräber bzw. Gräbergruppen ausgegraben wurden bzw. deren Dekoration aufgenommen wurde (z.B. Northampton/Spiegelberg/Newberry, 1898/99; H. Gauthier, 1906; Carter/Carnavon, 1908; W.M.F. Petrie, 1909). Das Interesse an Dra' Abu el-Naga hält bis in die Gegenwart an, und so sind auch in den letzten Jahren verschiedene, auf Einzelgräber fokussierte Grabungsprojekte entstanden.

 

Bisherige Arbeiten

    
  Abb. 7: Areal G: Innenraum der Grabanlage K95.1  
    
  Abb. 8: Areal G: Ein sog. "Zaubermesser" (Apotropaion) aus einer Schachtanlage der 17. Dynastie  
    
  Abb. 9: Grundrißplan der Grabanlage K93.11  
    
  Abb. 10: K93.11: Ansicht der Vorhöfe und der Fassade von Osten  
    
  Abb. 11: K93.11: Übersicht über die zwei Vorhöfe  
    
  Abb. 12: K93.11: Grabinnenraum  
    
  Abb. 13: K93.11: Relieffragment (Sandstein) aus der Kultanlage des Hohenpriesters Ramsesnacht. Das Stück zeigt den Vater Ramsesnachts, Meribastet.  

Areal A (Dra' Abu el-Naga Nord): Private Nekropole der frühen 18. Dynastie

In den Jahren 1991 bis 1994 wurden im Nordteil Dra' Abu el-Nagas umfangreiche Ausgrabungen durchgeführt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden rund 20 Schachtgrabanlagen freigelegt. Diese sind zwischen 5 und 7 m tief und weisen in der Regel zwei nach Ost und West abgehende Kammern am Schachtboden auf. Einigen dieser Schächte konnten zudem die Reste von Graboberbauten aus ungebrannten Lehmziegeln zugewiesen werden, in denen Kulthandlungen der Bestattungsrituale vollzogen wurden (Abb. 4 und 5). Graboberbauten dieser Art waren in Theben bis dato für die Zeit des frühen Neuen Reiches nur vereinzelt dokumentiert. Sie können gemäß dem eindeutigen Grabungsbefund als typischer Aufstellungsort der Stelen des Neuen Reiches gelten (Abb. 6). Einige der Schächte wurden in der 3. Zwischenzeit sowie in der Spätzeit (21. bis 26. Dynastie, um 1050-600 v. Chr.) für Nachbestattungen genutzt. Die meisten waren stark gestört: zum einen durch Plünderung, zum anderen jedoch auch durch Wassereinbruch aufgrund der in unregelmäßigen Abständen auftretenden heftigen Regenfälle. Im Westen des Areals konnten zwei nahezu ungestörte Bestattungen entdeckt werden, welche ein aufschlußreiches Beigabeninventar enthielten. Außerdem wurden in den unterirdischen Kammern höchst interessante Befunde dokumentiert, welche von besonderen Ritualhandlungen (dem sog. "Zerbrechen der Roten Töpfe") herrühren. Einige dieser Befunde sind bereits publiziert (? Literatur), die monographische Gesamtpublikation ist in Vorbereitung.

Areal G: Das Saff-Grab K95.1

Das arabische Wort saff bedeutet "Reihe" und bezieht sich auf die Pfeilerfassade, die diesen Felsgrabtyp kennzeichnet. Die 1995 entdeckte Anlage K95.1 befindet sich in der Ebene von Dra' Abu el-Naga, im südlichen Bereich des Konzessionsgebietes. Nachdem die starken Regenfälle im Winterhalbjahr 1994/1995 einen Einbruch im Korridor dieses Grabes verursacht hatten, wurden in den Jahren 1996 und 1997 archäologische Untersuchungen im Grabinnenraum (Abb. 7) sowie im Umfeld der Anlage unternommen. Das Saff-Grab selbst wurde, wie anhand des Keramikbefundes ermittelt werden konnte, in der ausgehenden 11. Dynastie (um 2000 v. Chr.) angelegt. Westlich der Pfeilerhalle wurden in der 17. und frühen 18. Dynastie zwei senkrechte, ca. 6 m tiefe Grabschächte in den Fels geschlagen, deren Inventar jedoch stark geplündert war. Aus dem südlichen dieser zwei Schächte stammt ein sehr gut erhaltenes sog. "Apotropaion", ein messerförmiges Elfenbeinobjekt, das dem Verstorbenen seine symbolische Wiedergeburt ermöglichen sollte (Abb. 8). Die Ausgrabung der Anlage K95.1 ist noch nicht vollständig abgeschlossen.

Areal E: Die Anlage K93.11

Die unterhalb der Hügelkuppe von Dra' Abu el-Naga gelegene Felsgrabanlage K93.11 (Abb. 9 und 10) wurde in den Jahren 1993 bis 2000 ausgegraben und aufgenommen. Es handelt sich um das nördliche Grab eines großen Doppelgrabkomplexes mit zwei vorgelagerten Vorhöfen (Abb. 11), welche nach Osten hin durch eine gewaltige, ca. 8 m hohe Terrassierungsmauer begrenzt werden. Die archäologische Untersuchung der südlichen Anlage, K93.12, wurde im Oktober 2006 begonnen. Aufgrund des Grundrißplanes des Grabinnenraums (ein Vierpfeiler-Raum mit einem mittigen Schacht von rund 10 m Tiefe; Abb. 12), der sich deutlich von denen der privaten Felsgrabanlagen des Neuen Reiches unterscheidet, sowie seiner enormen Ausmaße steht es außer Zweifel, daß es sich bei K93.11 um eine königliche Grabanlage des frühen Neuen Reiches handelt. Mit einiger Wahrscheinlichkeit sind die Anlagen K93.11 und K93.12 König Amenophis I. und seiner Mutter Ahmes-Nefertari zuzuweisen; die jüngsten Arbeiten in K93.12 haben diesbezüglich ein weiteres Indiz erbracht. Der Fund von Keramik der frühen und mittleren 18. Dynastie in den untersten Schichten der Hofverfüllung bestätigen die Datierung der Anlegungsphase dieses Felsgrabes an den Beginn des Neuen Reiches. Während der Regierungszeit Ramses' VI., fast 400 Jahre später, wurde die königliche Grabanlage vom Hohenpriester des Amun, Ramsesnacht, wiederbenutzt, indem er die zwei Vorhöfe und den östlichen Teil des Innenraums in aufwendig umgestalten ließ. Dafür ließ er die Hofwände sowie den beide Höfe trennenden Pylon (= zweiter Pylon) mit Sandsteinplatten verkleiden. Östlich des zweiten Pylons wurde eine Stellung von je vier Säulen errichtet, und der zweite (= innere) Vorhof wurde durch die Errichtung von 26 Sandsteinsäulen in einen Peristylhof mit gedecktem Umgang umgewandelt. Die Wände des zweiten Vorhofs wurden mit Reliefs und Inschriften versehen, ebenso wie die Säulen des Peristyls.

Die Anlage des Hohenpriesters ist vermutlich bereits in spätramessidischer Zeit (um 1100 v. Chr., ca. 50 Jahre nach ihrer Errichtung) mutwillig zerstört und zerschlagen worden. Davon zeugte ein ca. 1 m mächtiger Zerstörungshorizont direkt über dem gewachsenen Felsboden, welcher neben anderen Funden (wie Keramikscherben) tausende an Sandsteinfragmenten und -splittern enthielt: Relief- und Inschriftenfragmente, Architekturteile sowie große Mengen undekoriertes Material. Viele der Fragmente weisen Zerstörungs- oder sekundäre Bearbeitungsspuren auf, die darauf hindeuten, daß der Platz schließlich als Sandsteinbruch genutzt wurde. Dieses buchstäbliche Schleifen der Anlage ist sehr wahrscheinlich mit einem historischen Ereignis zu korrelieren, das in der ägyptologischen Literatur als "Krieg des Hohenpriesters" oder "Supression of the High Priest" (vermutlich in Jahr 12 Ramses' XI.) bekannt ist. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen zwischen dem Sohn und Amtsnachfolger Ramsesnachts, dem Hohenpriester Amenophis, und Panehsi, dem Vizekönig von Kusch (Nubien), wurden verschiedene Gebäude der thebanischen Tempelverwaltung von den Truppen Panehsis angegriffen. Diese Hypothese wird durch die Ergebnisse der jüngsten Arbeiten in K93.12 unterstützt.

Auf Basis von knapp 5000 signifikanten (registrierten und einzeln dokumentierten) Fragmenten wird versucht, das Dekorationsprogramm sowie architektonische Details der Anlage Ramsesnachts so weit wie möglich zu rekonstruieren. Das undekorierte, unspezifische Sandsteinmaterial wurde lediglich summarisch erfaßt, indem es z.B. gewogen wurde. Wie die bisherige Auswertung der dekorierten Fragmente ergeben hat, zeigten die Darstellungen Ramsesnacht, z.T. zusammen mit Mitgliedern seiner Familie, in Verehrung verschiedener Gottheiten wie Amun-Re, Chons und Osiris (Abb. 13). Die begleitenden Texte sind religiösen (Götterhymnen) wie auch autobiographischen Inhalts (z.B. die Verleihung des Ehrengoldes an den Hohenpriester). Ein besonderes Merkmal der ramessidischen Anlage sind die Hathorkapitelle (Säulenkapitelle, welche das Gesicht und Haartracht der Göttin Hathor aufweisen). Im Neuen Reich sind derartige Kapitelle ausschließlich im Tempelkontext, im Zusammenhang mit weiblichen Gottheiten belegt. Als Element von Grabarchitektur treten sie erst in der Spätzeit auf. Es sprechen noch weitere Anhaltspunkte dafür, diese Anlage nicht als Grab des Hohenpriesters (so wurden z.B. keinerlei Reste einer Grabausstattung Ramsesnachts gefunden), sondern vielmehr als eine Kultkapelle anzusehen, doch ist die Frage nach der Funktion des ramessidischen Monuments noch nicht grundlegend geklärt. Das Material aus K93.11, das von Dr. Ute Rummel bearbeitet wird, ist in der Aufarbeitung und Auswertung begriffen. Vorläufige Ergebnisse sind in verschiedenen Vorberichten sowie Einzeluntersuchungen veröffentlicht (→ Literatur).

In nachramessidischer Zeit, als die Anlage Ramsesnachts bereits zerstört war, wurde das Terrain in zwei Phasen wiederbenutzt: In der Dritten Zwischenzeit und in der Spätzeit (21. bis 26. Dynastie) diente K93.11 weiterhin als Bestattungsplatz. Während man in der 21./22. Dynastie die zwei vorhandenen Hauptschächte für neue Begräbnisse benutzte, wurden in der 26. Dynastie entlang der Wände des zweiten Vorhofs mehrere kleinere Intrusivschächte und -kammern für Bestattungen angelegt (die Bearbeitung der spätzeitlichen Bestattungen erfolgt durch Elke Mählitz, M.A., im Rahmen einer Dissertation). Danach wurde der Platz erst wieder in koptischer Zeit genutzt. Die Bebauung bzw. Nutzung dieser Phase (ca. 6. bis 8. Jahrhundert) erstreckte sich über beide Höfe und schloß auch den Grabinnenraum mit ein. Bei den koptischen Gebäuden in den Vorhöfen handelt es sich um die Wirtschaftsanlagen des Klosters Deir el-Bachit, dessen Überreste sich auf der Hügelkuppe oberhalb von K93.11 befinden. In erster Linie waren es Anlagen zur Getreidelagerung und -verarbeitung, wie z.B. Silos, Mühlen und Öfen. Die Bearbeitung und Publikation des koptischen Materials sowie die archäologische Untersuchung des Klosters Deir el-Bachit wird seit Herbst 2001 in einem Gemeinschaftsprojekt des DAI Kairo und der Ludwig-Maximilians-Universität München unternommen (→ Kooperationen).

 

Aktuelle Arbeiten

    
  Abb. 14: Areal H: Ansicht von Südosten vor Beginn der Grabungen (2001)  
    
  Abb. 15: Areal H: Plan der Pyramide, der Kultkapelle des Teti und der umliegenden Schächte (Zeichnung P. Collet)  
    
  Abb. 16: Keramikbearbeitung: Rekonstruktion eines Gefäßes durch Tayeb Ahmed Taher  

Areal H

Die Arbeiten in diesem Areal wurden 2001 begonnen und dauern bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt an (Abb. 14 und 15). Im Verlauf der Frühjahrskampagne 2001 konnten die Überreste der Pyramide des Königs Nubcheperre Intef (einem der letzten Herrscher der 17. Dynastie) aufgefunden und freigelegt werden. Unterstützt wurde die erfolgreiche Suche durch die Angaben im über 3000 Jahre alten Papyrus Abbott (heute im British Museum London), der u.a. das Pyramidengrab dieses Königs erwähnt und Anhaltspunkte zu seiner Lage enthält. Für die Grabung in der steilen Hanglage wird für die Anlage der Schnitte ein spezielles Terrassensystem angewendet, um das oftmals nur in den unteren Schichten tatsächlich aussagekräftig stratifizierte Schuttmaterial systematisch abzutragen

Um die Pyramide herum wurden zahlreiche zeitgenössische, jedoch auch ältere Grabschächte (13. Dynastie, um 1790-1645 v. Chr.) aufgefunden, die auf die Bedeutung dieses Ortes als traditioneller, heiliger Bestattungsplatz schließen lassen. Unter anderem wurden die Grabkapelle und die dazugehörige Schachtanlage eines hohen Hofbeamten Nubcheperre Intefs namens Teti entdeckt. Alle Gräber sind, teilweise schon in pharaonischer Zeit, geplündert worden und wiesen bei ihrer Ausgrabung nur noch z.T. stark zerstörte Reste ihres ehemaligen Beigabenbestandes (Keramikgefäße [Abb. 16], kleine Dienerfigürchen [Uschebtis], Zeremonialstäbe, Möbel, Matten, Körbe, Textilien, Nahrungsmittel, Pflanzenschmuck etc.) auf. Von den Bestattungen selbst konnten in den meisten Fällen nur noch Teile von Mumien (bzw. einzelne Knochen) und ihrer Umwicklung sowie Fragmente der Holzsärge geborgen werden. Im Oktober 2004 wurde in der Schachtgrabanlage K03.4 das außergewöhnlich gut erhaltene Holzsarg-Ensemble der Gehset und des Imeni aufgefunden. Beide Särge werden seit ihrer Auffindung von Erico Peintner konservatorisch betreut (Reinigung, Konsolidierung, Restaurierung). Die religiösen Texte des Imeni-Sarges werden von Prof. Dr. Antonio Loprieno, Universität Basel, bearbeitet. Eine reich bebilderte Publikation beider Särge, welche die Erforschung der verschiedenen Aspekte dieses Fundes dokumentiert (z.B. Archäologie, Religion, Anthropologie) ist im September 2007 erschienen (→ Literatur)

In der Herbstkampagne 2005 (18. September bis 8. Dezember) wurde der Bereich unmittelbar südlich der Pyramiden-Umfassungsmauer freigelegt, um die Verbindung zum benachbarten Grab TT 232, einem der größten Saff-Gräber in Theben, zu klären. Auf Basis der ca. 250 im Vorhof geborgenen Grabkegel (Abb. 22) kann TT 232 zweifelsfrei dem Hohenpriester des Amun, Min-Month (Zeit Amenophis' I.), zugewiesen werden. Bei den Arbeiten wurde u.a. ein Depot von Keramikgefäßen der 17. Dynastie aufgefunden, die im Kult an der Pyramide Nubcheperres zum Einsatz gekommen sein müssen. Außerdem wurden drei Schachtgräber (13. bis 17. Dynastie) auf der Terrasse südlich der Pyramide ausgegraben und dokumentiert. Eines der Gräber (K03.3) wurde nach seiner Anlage in der 13. Dynastie dreimal für Nachbestattungen wiederbenutzt: In der 17., der frühen 18. sowie in der 20. Dynastie (dies entspricht dem Zeitraum von ca. 1750 bis 1100 v. Chr.).

Im Frühjahr 2006 wurde u.a. das in Schachtgrab K03.4 aufgefundene Knochenmaterial durch Prof. Dr. A. Nerlich, PD Dr. A. Zink anthropologisch untersucht (→ Kooperationen). Dabei konnte ein großer Teil des Skeletts der Geheset identifiziert werden. Die wichtigsten Untersuchungsergebnisse, die z.B. Aufschluß über Alter und Herkunft dieser Frau geben, sind in dem Band "Für die Ewigkeit geschaffen" publiziert (→ Literatur). Desweiteren wurde die restauratorische Bearbeitung der beiden Holzsärge weitergeführt. Dabei wurde u.a. eine Infrarot-Kamera eingesetzt, um eventuelle ältere Malschichten und damit eine Mehrfachverwendung des äußeren Sarges (Imeni) dokumentieren zu können. Diese Kamera wurde dem DAIK freundlicherweise vom Württembergischen Landesmuseum Stuttgart zur Verfügung gestellt. Im Zuge dieser Untersuchung wurden auf der östlichen Längswand nur unter Infrarotlicht lesbare Reste einer übermalten hieroglyphischen Tintenaufschrift festgestellt. Die von Grabräubern großflächig zerhackte Südwand des Imeni-Sarges konnte im Herbst 2006 fast vollständig rekonstruiert werden.

Zu Beginn der Herbstkampagne 2006 (25. September bis 22. Oktober) wurden zunächst die 2005 im Vorhof des Grabes des Min-Moth (TT 232) begonnenen Untersuchungen weitergeführt. Dabei wurde u.a. der weiße Kalksteinbruch geborgen, der durch den Umbau des Grabes in der 20./21. Dynastie anfiel, sowie große Mengen an Keramik aus dieser Zeit. Außerdem konnte im Oktober 2006 die digitale Vermessung für die Animation mit einem vierwöchigen Survey durch Manja Maschke abgeschlossen werden.

Areal E: Die Anlage K93.12

Im Oktober 2006 wurde die archäologische Untersuchung der Grabanlage K93.12 begonnen. Es handelt sich um den südlichen Teil der ausgedehnten Doppelgrabanlage K93.11/K93.12, deren nördliche Hälfte in den Jahren 1993 bis 2000 ausgegraben und dokumentiert wurde (siehe oben). Das Projekt in K93.12 ist Teil des Forschungscluster 4 (Arbeitsfeld 3: "Gestalteter Raum"), Grabungsleiterin ist Dr. Ute Rummel. In bislang zwei Kampagnen (Herbst 2006, Frühjahr 2007) wurden Teile des inneren Vorhofs sowie des Grabinnenraums freigelegt und interessante Ergebnisse hinsichtlich der Nutzungsphasen des Gesamtkomplexes erzielt.

 

Methoden

Die Grabung erfolgt in Schnitten unterschiedlicher (d.h. den individuellen Gegebenheiten der zu untersuchenden Fläche bzw. des Objekts angepaßter) Größe bzw. in durch die Hanglage des Nekropolenschutts bedingten Terrassen. Die freigelegten Befunde werden mit einer Totalstation eingemessen, photographisch dokumentiert und zum überwiegenden Teil zeichnerisch aufgenommen. Die Einzelfundeinmessung erfolgt ebenfalls mit der Totalstation. Mit der AutoCAD-basierten digitalen Dokumentation werden nicht nur die Grabanlagen (Abb. 3), sondern auch die Topographie des Grabungsgeländes erfaßt. Eine virtuelle 3D-Animation der Gräber (erstellt von Dipl.-Ing. Manja Maschke, Dresden) illustriert die Lage der einander z.T. berührenden Schächte und Kammern und nimmt eine Rekonstruktion der Pyramidenanlage vor (Abb. 18). Die anthropologische und paläopathologische Untersuchung des Mumien- bzw. Knochenmaterials erfolgt durch Prof. Dr. Andreas Nerlich und PD Dr. Albert Zink (→ Kooperationen); die botanischen Überreste werden von Drs. Reinder Neef bearbeitet. 

Ergebnisse

    
  Abb. 17: Schnitt durch die Schachtanlage K01.12 (Zeichnung P. Collet)  
    
  Abb. 18: 3D-Rekonstruktion der Pyramide des Nubcheperre Intef  
    
  Abb. 19: Fragmente des Kalksteinpyramidions des Nubcheperre Intef  
    
  Abb. 20: Keramikgefäße der 13. Dynastie aus der Schachtanlage K03.5  
    
  Abb. 21: Keramikgefäße der 17. Dynastie aus der Schachtanlage K03.3  
   Abb. 22: Stempelfläche eines Grabkegels des Hohenpriesters des Amun, Min-Month  
  Abb. 22: Stempelfläche eines Grabkegels des Hohenpriesters des Amun, Min-Month  

Die Grabungsergebnisse vor allem der letzten sieben Jahre ermöglichen es, ein deutlicheres Bild der Bestattungsbräuche und Jenseitsvorstellungen wie auch der zeitlichen Abfolge der Herrscher der Zweiten Zwischenzeit zu zeichnen. Zum einen ist es nun möglich, die Entwicklung der Grabtypen von der 13. bis in die 18. Dynastie nachzuvollziehen sowie die Parallelität von Grabtypen und -formen festzustellen. Die klassische Form der frühen Zweiten Zwischenzeit ist das Schachtgrab, bestehend aus einem zwischen 7 und 10 m tiefen Schacht, von dessen Boden eine Bestattungskammer nach Westen abgeht (Abb. 17). Der Schachtmund ist mit ungebrannten Lehmziegeln ummauert. In der ausgehenden Zweiten Zwischenzeit liegt die Schachttiefe zwischen knapp 3 und 5 m, und zwei unterirdische Kammern (eine im Osten, eine im Westen) sind die Regel. Ein weiteres Novum sind kleine Graboberbauten (Kapellen) aus ungebrannten Lehmziegeln, von denen in Areal H bislang zwei nachgewiesen werden konnten. Parallel dazu setzt in der 17. Dynastie das Anlegen von Felsgräbern ein, die wiederum einer eigenen morphologischen Entwicklung folgen. Beide Grabtypen laufen bis in die mittlere 18. Dynastie (Zeit Hatschepsuts/Thutmosis' III.) hinein parallel.

Eines der wichtigsten Ergebnisse ist durch die Auffindung der Pyramidenanlage des Nubcheperre erzielt worden. Mit ihr wurde die in der Ägyptologie lange umstrittene Frage nunmehr eindeutig positiv beantwortet, ob die Königsgräber der 17. Dynastie tatsächlich Pyramiden besaßen. Die aus Lehmziegeln errichtete Pyramide, deren Mauerwerk heute nur noch bis zu maximal 1,20 m hoch ansteht, war einst ca. 13 m hoch und mit einem weißen Verputz versehen (Abb. 18). Bekrönt wurde sie von einem Abschlußstein, dem sog. Pyramidion, welcher mit den Namen und der Titulatur dieses Königs beschriftet war (Abb. 19). Von diesem aus Kalkstein gearbeiteten Pyramidion konnten drei Bruchstücke geborgen werden, der Rest ist verloren. Die Pyramide ist von einer kleinen Umfassungsmauer umgeben, welche ebenfalls aus Lehmziegeln besteht und ehemals weiß verputzt war. Die Pyramide ist in Schalenbauweise erbaut, d.h. nur der äußere Mantel ist gemauert, wohingegen der Innenraum mit Schutt aufgefüllt worden ist. Die eigentliche Bestattungsanlage konnte bislang noch nicht entdeckt werden. Eine vorläufige Publikation der Architektur der Pyramidenanlage wurde bereits vorgelegt (â' Literatur). Zu unserem Verständnis der Nekropolenentwicklung trägt der Pyramiden-Befund ebenfalls bei: König Nubcheperre hat bemerkenswerterweise einen traditionellen Bestattungsplatz gewählt, indem er seine Grabanlage in der Nekropole der 13. Dynastie hat bauen lassen. Die Pyramide selbst wurde über einem Schacht dieser Zeit errichtet. Die genauen Gründe hierfür sind unklar (eventuell familiäre Beziehung?). Auch innerhalb der einzelnen Schachtgräber in Areal H konnten teilweise bis zu vier verschiedene Nutzungsphasen festgestellt werden, wobei bei den einzelnen Nachbestattungen jeweils Rücksicht auf die bereits vorhandenen Begräbnisse genommen wurde.

Die geborgenen Reste von Grabausstattung, insbesondere die in großer Zahl aufgefunden Beigaben- und Kultgefäße aus Keramik, lassen zudem Rückschlüsse auf die am Grab ausgeführten Kulthandlungen und davon ausgehend auf die Entwicklung der dahinterstehenden Jenseitsvorstellungen zu. Die Analyse des keramischen Materials aus Areal H stellt hinsichtlich der Keramik der Zweiten Zwischenzeit in Theben Grundlagenforschung dar: Wie sich gezeigt hat, ist das Formenspektrum von einer lokalen Keramiktradition geprägt und unterscheidet sich z.T. in wesentlichen Aspekten von zeitgenössischem Material anderer Fundorte zumal im Norden des Landes. Außerdem wird im keramischen Material ein Wandel im Bestattungsgedanken sichtbar: Während in 13. Dynastie die materielle Versorgung des Verstorbenen mit Lebensmitteln und den entsprechenden Gefäßformen (Abb. 20) im Vordergrund steht, wird dieses Inventar in der 17. Dynastie durch neue Formen abgelöst, von denen einige eine besondere Bedeutung von Ritual und Magie in der Totenversorgung bezeugen (Abb. 21). Außerdem konnten durch die Analyse der Keramik der 17. Dynastie neue Erkenntnisse über die Entstehung einiger Leitformen der 18. Dynastie gewonnen werden. Die Keramik wird von Dr. Anne Seiler bearbeitet und ist zum Teil bereits publiziert (→ Literatur).

 

Kooperationen

In den Jahren 1993 bis 2000 wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der University of California Los Angeles durchgeführt. Die Mumien und das Knochenmaterial werden seit 1992 vom Institut für Pathologie der Universität München (Sektion Paläopathologie) unter der Leitung von PD Dr. Franz Parsche (), Prof. Dr. Andreas Nerlich und PD Dr. Albert Zink (Institute for Mummies and the Iceman, EURAC, Bozen) bearbeitet (www.archeomed.de). Restauratorische Arbeiten wurden von Andrea Fischer, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart (Holzsargfragmente der 26. Dynastie; 1999-2000) sowie von Christian Eckmann, Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz (Elfenbeinfragmente aus K93.11; 2001) durchgeführt.

Seit 2001 werden im koptischen Kloster von Deir el-Bachit Ausgrabungen in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität durchgeführt. Die Leitung des Projekts liegt bei Prof. Dr. Günter Burkard und PD Dr. Daniel Polz. Von 2001-2003 wurden die Grabungen von Prof. Dr. Michael Mackensen geleitet. Seit 2004 werden die Ausgrabungen in Deir el-Bachit durch ein DFG-Projekt gefördert, Grabungsleiterin ist Dr. Ina Eichner.

 

Ansprechpartner

PD Dr. phil. Daniel Polz

Ägyptologie
Telefon: +20-(0)2-2735-1460, -2735-2321
Telefax: +20-(0)2-2737-0770
Email: polz@kairo.dainst.org

Dr. phil. Ute Rummel

Ägyptologie
Telefon: +20-(0)2-2735-1460, -2735-2321
Telefax: +20-(0)2-2737-0770
Email: rummel@kairo.dainst.org

Förderung

Studiosus Reisen München GmbH (2001-2004)
Gesellschaft der Freunde des Deutschen Archäologischen Instituts - Theodor Wiegand Gesellschaft e.V.  

Literatur

Vorberichte in Zeitschriften/Reihen der Abteilung Kairo:

D. Polz, in: MDAIK 48, 1992, S. 109-130
Ders., in: MDAIK 49, 1993, S. 227-238
Ders., in: MDAIK 51, 1995, S. 207-225
D. Polz/W.E. Gordon/A. Nerlich/A. Piccato/U. Rummel/S. VoÃY/A. Seiler, in: MDAIK 55, 1999, S. 343-410
G. Burkard/M. Mackensen/D. Polz, in: MDAIK 59, 2003, S. 41-65
D. Polz/E. Mählitz/U. Rummel/A. Seiler, in: MDAIK 59, 2003, S. 317-388
D. Polz/A. Seiler, Die Pyramidenanlage des Königs Nubcheperre, SDAIK 24, Mainz 2003

Weitere Aufsätze und Einzeluntersuchungen:

D. Polz., in: Egyptian Archaeology 7, 1995, S. 6-8
Ders., in: J. Assmann et al. (Hrsg.), Thebanische Beamtennekropolen. Neue Perspektiven archäologischer Forschung, Internationales Symposion Heidelberg 9.-13. 6. 1993, SAGA 12, Heidelberg 1995, S. 25-42
A. Seiler, in: J. Assmann et al. (Hrsg.), Thebanische Beamtennekropolen, S. 25-42
D. Polz., in: Egyptian Archaeology 10, 1997, S. 34-35
Ders., in: SAK 25, 1998, S. 257-293
U. Rummel, in: Egyptian Archaeology 14, 1999, S. 3-6
D. Polz, in: The Egyptian Museum at the Millennium, Kairo 2000, S. 40f., no. 28
Ders., in: Welt und Umwelt der Bibel, 4/2001, Stuttgart 2001, S. 70-72
Ders., in: Antike Welt 33/3, 2002, S. 289-295
U. Rummel, in: M. Eldamaty/M. Trad (Hrsg.), Egyptian Museum Collections around the World. Studies for the Centennial of the Egyptian Museum, Cairo, Kairo 2002, S. 1025-1034
G. Burkard, in: N. Kloth et al. (Hrsg.), Es werde niedergelegt als Schriftstück. Fs Hartwig Altenmüller, SAK Beiheft 9, Hamburg 2003, S. 37-48
D. Polz, in: Egyptian Archaeology 22, 2003, S. 12-15
Ders., in: H. Guksch et al. (Hrsg.), Grab und Totenkult im Alten Ägypten, München 2003, S. 75-87
U. Rummel, in: N. Kloth et al. (Hrsg.), Es werde niedergelegt als Schriftstück, S. 367-377
D. Polz, in: CASAE 34/II, Le Caire 2005, S. 233-245
A. Seiler, Tradition & Wandel. Die Keramik als Spiegel der Kulturentwicklung Thebens in der Zweiten Zwischenzeit, SDAIK 32, Mainz 2005
D. Polz, Der Beginn des Neuen Reiches. Zur Vorgeschichte einer Zeitenwende, SDAIK 31, Berlin 2007 (inklusive DVD: Animation des Areals H sowie weiteres Illustrationsmatieral)
Ders., in: G. Dreyer/D. Polz (Hrsg.), Begegnung mit der Vergangenheit. 100 Jahre in Ägypten. Deutsches Archäologisches Institut Kairo 1907-2007, Mainz 2007, S. 234-243
Ders. (Hrsg.), Für die Ewigkeit geschaffen. Die Särge des Imeni und der Geheset, Mainz 2007 (inklusive DVD: Animation des Areals H und Dokumentarfilm über die Bergung des Sargensembles)
U. Rummel, in: U. Rummel (Hrsg.), Begegnung mit der Vergangenheit. 100 Jahre in Ägypten. Deutsches Archäologisches Institut Kairo 1907-2007, Katalog zur Sonderausstellung im Ägyptischen Museum in Kairo (19. November 2007 bis 15. Januar 2008), Kairo 2007
Dies., Grab oder Tempel? Die funeräre Anlage des Hohenpriesters des Amun Amenophis in Dra' Abu el-Naga (Theben-West), in: D. Kessler et al. (Hrsg.), Texte - Theben - Tonfragmente. Festschrift für Günter Burkard, Ägypten und Altes Testament Bd. 76, Wiesbaden 2009, S. 348-360
Dies., Two re-used blocks of the God's Wife Isis at Deir el-Bakhit/Dra' Abu el-Naga (Western Thebes), in: S. Snape/M. Collier (Hrsg.), Ramesside Studies in Honour of K.A. Kitchen, im Druck

 

 


 
 

Aktualisiert: 11.01.2010

Copyright 2002-2010 Deutsches Archäologisches Institut | Impressum & Disclaimer  Sitemap